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Eisenmangel

Fühlen Sie sich oft müde, lustlos und abgespannt? Falls Sie diese Frage mit Ja beantworten, leiden Sie vielleicht an Eisenmangel. Denn Eisen sorgt unter anderem für Energie und Sauerstoff im Körper. Fast 5 bis 10 % der Bevölkerung sind von Eisenmangel betroffen. 


Eisenmangel Symptome

Weil Eisen an so vielen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt ist, drücken sich Eisenmangel Symptome auf vielfältige Weise aus: 

Blasse Haut
Experten bezeichnen blasse Hautfarbe als das Kernsymptom von Eisenmangel. Auch dunkle Haut unter den Augen (Augenringe) oder eine blasse Innenseite des Augenlids sind mögliche Anzeichen.

Müdigkeit / Kraftlosigkeit
Wird das Gewebe durch einen Eisenmangel nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt, fühlen sich Betroffene manchmal müde, kraftlos, rasch erschöpft bei Belastung oder besonders kurzatmig.

Vergesslichkeit / Konzentrationsschwäche
Symptome der Unterversorgung äußern sich bei Betroffenen manchmal in Vergesslichkeit und mangelnder Konzentration.

Schwaches Immunsystem / häufige Infekte
Ein Mangel an Eisen beeinträchtigt auch die Funktion des Immunsystems. Wenn Sie ständig erkältet sind, Wunden schlecht heilen oder Gelenke ohne erkennbare Ursachen schmerzen, kann dies auf Eisenmangel hindeuten.

Probleme mit Haut und Haaren
Eisen ist auch an der Herstellung von Kollagen beteiligt, einem Baustein des menschlichen Binde- und Stützgewebes. Eisenmangel führt deshalb zu spröder und trockener Haut, rissigen Fingernägeln, eingerissenen Mundwinkeln und Haarausfall.

Schlechtes Allgemeinbefinden
Ist bei einer Eisenmangelanämie nicht ausreichend roter Blutfarbstoff im Blut vorhanden, kann sich dies auf die Psyche auswirken und so zu schlechter Stimmung, Ängstlichkeit oder leichten Depressionen führen. Auch Kopfschmerzen, Schwindel, Kältegefühl oder vermindertes sexuellen Verlangen sind als Symptome bekannt.  


Ursachen von Eisenmangel

Es gibt 3 Hauptursachen für Eisenmangel:

1. Blutverlust
Blutungen nach Unfällen, Operationen, Geburten oder bei Krankheiten wie z.B. bei Hämorrhoiden, Gastritis, Parasiten, Blasenentzündung, bei Dialyse oder chronischem Zahnfleischbluten sind ein häufiger Grund für Eisenmangel.

2. Zu geringe Eisenzufuhr
Eine Ernährung, die dem Körper zu wenig Eisen gibt kommt bei Esstörungen, häufigen Diäten, Alkoholikern, Kleinkindern oder schlechter Ernährung (wenig Gemüse) vor und führt zur Eisenmangelanämie.

3. Gestörte Eisenaufnahme
Eine gestörte Eisenaufnahme von bis zu 70 % gibt es zum Beispiel bei bei


 

Wer neigt zu Eisenmangel?

Folgende Menschen leiden häufig unter Eisenmangel:

1. Schwangere Frauen
Der Bedarf an Eisen erhöht sich beträchtlich, wenn eine Frau schwanger ist. Der weibliche Körper ernährt das wachsende Kind über den Blutkreislauf.

2. Stillende Frauen
Im weiblichen Körper steht die ausreichende Versorgung der Muttermilch an erster Stelle. Deshalb benötigen stillende Frauen viel Eisen.

3. Kinder und Jugendliche
Alle Wachstumsprozesse erfordern Eisen.

4. Frauen mit Monatsblutung
Jede menstruierende Frau verliert regelmäßig Blut und damit Eisen. Bei eisenarmer Ernährung und starker Menstruationsblutung kann dies die Ursache von Eisenmangel sein.

5. Vegetarier/Veganer, die sich ungesund ernähren
Da der Körper Eisen aus Pflanzen schwerer aufnimmt, kann bei sehr ungünstigem Essverhalten eine rein pflanzliche Ernährung zu Mangelerscheinungen führen.

6. Sportler
Mit Schweiß verliert der Körper Mineralstoffe. Der Aufbau von Muskeln verlangt zusätzliches Eisen.

7. Chronisch Kranke
Zöliakie und andere entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa hemmen die Aufnahme von Eisen im Darm. Auch die atrophische Gastritis oder Infektionen mit Helicobakter pylori können Eisenmangel verursachen. Nieren- und Herzkrankheiten sind häufig mit Eisenmangel verbunden.

8. Menschen mit Ess-Störungen
Eine Folge von Bulimie, Magersucht oder häufigen, einseitigen Diäten ist die mangelnde Versorgung des Körpers mit Nährstoffen wie Eisen.

9. Ältere Menschen
Eisenmangel bei Senioren entsteht häufig durch falsche Ernährung oder Appetitlosigkeit. Ein weiterer Grund ist die verminderte Aufnahme-Fähigkeit des Darms im Alter. Es bestehen im Alter aber auch vermehrt Krankheiten, die die Eisenaufnahme hemmen.


Bedarf: Wie viel Eisen benötige ich?

Ab wann habe ich einen Eisenmangel? Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt die tägliche Eisenaufnahme in folgenden Mengen:

Eisenbedarf bei Kindern

  • 4 Monate bis 7 Jahre = 8 mg
  • 7 bis 10 Jahre = 10 mg

Eisenbedarf bei Jugendlichen ab 10 Jahren

  • männliche Jugendliche = 12 mg
  • weibliche Jugendliche = 15 mg 

Eisenbedarf bei Erwachsenen

  • männlich = 10 mg
  • weiblich = 15 mg
  • Schwangere = 30 mg
  • Stillende = 20 mg 

Eisenmangel Test

Um einen Eisenmangel festzustellen, wird das Blut von einem Arzt untersucht. Bei einem Eisenmangel leert der Körper zunächst seine Eisenspeicher. Erst wenn diese Reserven erschöpft sind, entwickelt sich eine Blutarmut.

Folgende Blutwerte geben Hinweise für einen Eisenmangel:

  • Ferritin (Speicher-Eisen): Es zeigt an, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind. Ein verringerter Ferritinwert ist der wichtigste Hinweis auf eine Eisenmangelanämie. Ist er erhöht, kann aber trotzdem ein Eisenmangel vorliegen (z.B. bei gleichzeitiger Entzündung).
  • Transferrin: Transferrin ist ein Transport-Eiweiß für Eisen. Eine verminderte Transferrinsättigung kann auf eine mangelnde Eisenversorgung hinweisen. Der Transferrinspiegel sinkt aber auch, wenn eine Entzündung im Körper vorliegt.
  • Erythrozyten: Ist die Anzahl der roten Blutkörperchen zu klein, spricht das für eine Anämie.
  • Hämoglobinwert: Ist die Menge des roten Blutfarbstoffes vermindert, liegt eine Anämie vor.
  • Hämatokritwert (Hkt): Ein verringerter Hämatokritwert kann auf Blutarmut hinweisen, aber auch andere Ursachen haben.
  • Mittleres Erythrozytenvolumen (MCV): Das MCV beziffert das Volumen der einzelnen roten Blutkörperchen. Bei einer Eisenmangelanämie ist das MCV vermindert.
  • Mittleres Erythrozytenhämoglobin (MCH): Der MCH-Wert besagt, wie viel roter Blutfarbstoff durchschnittlich in einem Erythrozyten vorhanden ist. Bei einer Eisenmangelanämie ist das MCH vermindert.
  • Löslicher Transferrinrezeptor (sTfR): Das an Transferrin gebundene Eisen im Blut wird über Rezeptoren aufgenommen. Darum steigt bei einer Eisenmangelanämie diese Anzahl der Rezeptoren.

Eisenmangel Selbsttest für Zuhause

Es gibt mittlerweile viele Eisenmangel-Selbsttests für Zuhause. Sie messen das Ferritin (also den Eisenspeicherwert), welches den wichtigsten Hinweis für Eisenmangel gibt. Beim Eisenmangel-Selbsttest wird etwas Blut aus der Fingerkuppe entnommen und zur Analyse in ein medizinisches Fachlabor gesendet. Das Ergebnis kommt dann wenige Tage später per Post.

Das Ergebnis liefert einen Hinweis auf einen möglichen Eisenmangel, wenn der Ferritin-Wert gering ist. Das Ergebnis - egal ob zu hoch oder zu niedrig - sollte aber immer von einem Arzt überprüft werden.

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Therapie: Was hilft bei Eisenmangel?

Die Therapie besteht aus folgenden Bausteinen:

1. Ursache des Eisenmangels finden

Um den Eisenmangel nachhaltig zu beheben, muss die Ursache gefunden und abgestellt werden. Der Arzt versucht also in einem ersten Schritt herauszufinden, was den Mangel ausgelöst hat. 

2. Eisenreiche Ernährung

Um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen und langfristig zu sichern, ist eine eisenreiche Ernährung mit eisenhaltigen Lebensmitteln und Vitamin C reichen Lebensmitteln empfohlen. Hemmende Lebensmittel und Medikamente (wie Kaffee, Rhabarber oder Magensäureblocker) sollten getrennt von eisenreichen Mahlzeiten konsumiert oder ganz gemieden werden.

3. Eisen-Tabletten oder Eisen-Infusion

Als Standardtherapie helfen Eisen-Tabletten oder Eisen-Kapseln. Die Mittel wirken schnell. Sie werden aber trotzdem zirka sechs Monate regelmäßig eingenommen. Am schnellsten wirkt eine Eisen-Infusion direkt ins Blut. Sie birgt aber auch Nebenwirkungen und Risiken und sollte deshalb nur in bestimmten Fällen angewendet werden.

4. Natürliche Eisenpräparate

Hilfe bringen auch natürliche Mittel mit viel Eisen wie zum Beispiel Chlorella und Curryblätter. Besonders wenn Eisen-Tabletten nicht vertragen werden oder der Wunsch nach einem natürlichen Weg besteht, können Sie gegen den Eisenmangel eingesetzt werden.

5. Wirksamkeit überprüfen

Die Wirksamkeit der Behandlung sollte nach einiger Zeit immer mittels Blutuntersuchung überprüft werden. Nur so kann festgestellt werden, wann die Einnahme von Eisen wieder beendet werden kann.

Weitere Therapie-Hinweise:

  • Eisen-Tabletten sind frei verkäuflich. Trotzdem sollten größere Mengen Eisen nicht ohne medizinischen Grund genommen werden, weil der Körper überschüssiges Eisen nicht ausscheiden kann und in den Organen speichert. Überfüllte Speicher können Schäden zum Beispiel an Herz, Leber, Augen oder Bauchspeicheldrüse verurachen.
  • Ein richtiger Eisenmangel mit leeren Eisenspeichern kann nicht allein über eine eisenreiche Ernährung behoben werden.

Eisenreiche Rezepte

Besuchen Sie unsere Seite mit eisenreichen Rezepten, die helfen einem Eisenmangel vorzubeugen.

Alle Rezepte verwenden nährstoffreiche Zutaten, Lebensmittel mit viel Eisen und Vitamin C, das die Aufnahme von Eisen verbessert. Hingegen werden Lebensmittel, die die Eisenaufnahme hemmen, also Milch, Sahne, Käse, Weißmehl und Weizen weitestgehend vermieden.

Gute Bücher zu Eisenmangel

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Quellenangaben zum Text "Eisenmangel"

  1. Sant-Rayn Pasricha, PhD et al: Iron deficiency, The Lancet, Vol. 397, 10270, P233-248, 16. Januar 2021
  2. Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH): S1-Leitlinie 025-021: Eisenmangelanämie, Stand 01/2016, awmf.org
  3. Dr. med. Kunz, Joachim: Eisenmangelanämie, Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Charite, 28.11.2011
  4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): Referenzwerte für Eisen
  5. Prof. Dr. med. Jan Hastka, et al., Eisenmangel und Eisenmangelanämie, April 2011
  6. Dipl. oec. troph. Franz, W: Entwarnung für Vollkorn, UGB-FORUM 2/02, S. 108, aktualisiert April 2014
  7. Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus: Vegetarismus und Eisen
  8. Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) (Hrsg.): Eisen: Mit eisenhaltigen Lebensmitteln Eisenmangel vorbeugen, vebu.de
  9. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Wie kann ich meinen Eisenbedarf decken?  Berlin, Stand 7. März 2018
  10. Zöller, H.: Eisenmangel, DFP-Literaturstudium 10. September 2021, aerztezeitung.at 

Alle Internetlinks abgerufen am 16. November 2021

Autor:  Sabine Theiding

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