Ernährungsberater gibt es viele. Doch wie wähle ich einen kompetenten Ernährungsberater, der mir wirklich gut helfen kann? Worauf muss ich dabei achten? Bei der Auswahl deines Ernährungsberaters solltest du die vier nachfolgenden Punkte berücksichtigen:
1. Achte auf die Ausbildung deiner Ernährungsfachkraft
In Deutschland ist der Begriff Ernährungsberater nicht geschützt. Daher gibt es viele unseriöse Anbieter, die nur einen Wochenendkurs oder ein Onlineseminar belegt haben. Um einen seriösen Berater zu finden, solltest du auf die Ausbildung achten.
Eine fundierte Ausbildung haben folgende Ernährungsfachkräfte:
- staatlich geprüfte Diätassistenten und
- Ökotrophologen
- Ernährungswissenschaftler
- Diplom-Ingenieure Ernährungs- und Hygienetechnik, Schwerpunkt „Ernährungstechnik“
- Diplom-Ingenieure Ernährung und Versorgungsmanagement, Schwerpunkt „Ernährung“ oder
- Ärzte
Die erstgenannten Berufsgruppen haben sich mindestens drei Jahre lang intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt.
2. Achte auf die Zertifizierung deiner Ernährungsfachkraft
Zertifizierungen sind ein zweites wichtiges Qualitätsmerkmal, um qualifizierte Ernährungsfachkräfte von Unseriösen zu erkennen. Zertifikate sind anerkannte Zusatzqualifikationen für die Ernährungsberatung. Nur mit diesen Zertifikaten wird die Ernährungsberatung anteilig von den Krankenkassen bezahlt. Eine Zertifizierung erhalten nur Ökotrophologen und Diätassistenten usw., die sich regelmäßig weiterbilden. Weiterbildung ist im Bereich Ernährung von großer Bedeutung, da immer wieder neue Informationen erforscht werden.
Zertifizierungen der folgenden fünf Vereine erfüllen die Richtlinien der deutschen Krankenversicherungen. Das bedeutet, nur Ernährungsberatungsleistung von Ernährungsberatern mit diesen Zertifikaten kannst du bei der Krankenkasse einreichen:
Ärzte benötigen einen Fortbildungsnachweis gemäß Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer.
3. Sympathie und Vertrauen sind das A und O einer erfolgreichen Beratung
Ernährung ist ein sehr persönliches Thema. Wähle einen Ernährungsberater, mit dem du offen sprechen kannst und dem du vertraust. Wichtig ist, dass du dich bei deinem Ernährungsberater wohlfühlst. Unangenehme Themen wie deine Beschwerden können so viel leichter angesprochen werden.
4. Erfahrung, Weiterbildungen und Spezialisierungen - das Tüpfelchen auf dem i
Damit dein Berater dich gut unterstützen kann, sind Erfahrungen des Ernährungsberaters, besonderes Fachwissen und Spezialisierungen von Bedeutung. Informiere dich, in welchen Bereichen dein Ernährungsberater seine Schwerpunkte legt. Meist gilt: Je präziser die Spezialisierung des Beraters, desto tiefgehender ist auch seine Kompetenz in diesem Bereich. Auch Weiterbildungen können ein Merkmal von Expertise darstellen.
Häufig kannst du der Internetseite deines Beraters oder Arztes viele Informationen entnehmen. Sollte dies nicht möglich sein, scheuen dich nicht, vor dem Erstgespräch die Qualifikationen in einem Vorgespräch zu erfragen.
Bei Lebensmittelallergien eignen sich besonders Berater die das Zertifikat „Ernährungsfachkraft Allergologie“ des Deutschen Allergiker und Asthmabund e.V. (DAAB) besitzen. Wohingegen Patienten mit Reizdarm oder Diabetes auf Spezialisierungen und Erfahrungen in diesen Gebieten achten sollten.
Unabhängig & werbefrei soll die Beratung sein
Übrigens: Von den Krankenkassen anerkannte und unabhängige Ernährungsberater haben sich verpflichtet, keine Produktwerbung zu betreiben und keine Produkte zu verkaufen. Du solltest dich unabhängig von Marken und Herstellern informieren und keine Produkte oder Nahrungsergänzungsmittel bewerben oder verkaufen.