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Nebennierenschwäche

Dauerstress kann die Nebennieren schwächen und den Cortisol-Spiegel aus dem Gleichgewicht bringen. Müdigkeit, Erschöpfung, schlechte Stimmung oder Muskelschmerzen sind dann typische Symptome.

Was ist eine Nebennierenschwäche?

Eine Nebennierenschwäche (Adrenal fatigue) ist eine Fehlfunktion der Nebenniere. Die Nebenniere ist ein kleines Organ, das Hormone wie Adrenalin, Cortisol, Aldosteron und Dehydroepiandrosteron (DHEA) produziert. Diese Hormone steuern Energielevel, Stoffwechsel, den Salzhaushalt, Blutdruck, die Stimmung, Zyklus und vieles mehr.

Funktionieren die Nebennieren nicht mehr richtig, entsteht ein Hormonungleichgewicht: Es werden zu wenig Hormone, zu viele oder zur falschen Zeiten produziert. Dies führt zu Müdigkeit, Energieverlust und weiteren Symptomen.

Dieser Artikel beschreibt die bisher weniger bekannte stressbedingte Nebennierenerschöpfung, bei der die Nebennieren durch Dauerstress in den Burnout getrieben werden und nicht mehr richtig funktionieren. Dabei steigt die Cortisol-Produktion zunächst an, bis die Nebennieren erschöpfen und der Cortisol-Spiegel unter den normalen Wert abfällt. Diese Nebennierenschwäche gilt als die Vorstufe eines Burnouts. Eine erschöpfte Nebenniere kann gut geheilt werden.

Die meisten Ärzte kennen nur die klassische Nebennierenschwäche, auch Nebenniereninsuffizienz oder Morbus Addison genannt, die sehr ähnliche Symptome hat, jedoch eine nicht zu behebende Schädigung der Nebennieren ausmacht. Sie entsteht durch eine

  • Zerstörung der Nebennierenrinde durch eine Autoimmunreaktionen (primäre Nebennierenschwäche),
  • Störung der Hirnanhangdrüse und der ACTH-Produktion (sekundäre Nebennierenschwäche) oder
  • durch einen Tumor (tertiäre Nebenniereninsuffizienz).

Diese Formen der Nebennierenschwäche werden behandelt, indem fehlende Hormone zugeführt werden, um die Symptome zu lindern oder abzuschalten.


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Ursachen

Wenn bei der Nebennierenerschöprungdie  Nebennieren nur noch schlecht funktionieren, wird dies ausgelöst durch einen lang andauernden hohen Stresspegel.

Dauerhafter Stress entsteht durch zu viele und unnatürliche Belastungen: 

  • Psychischer Stress
    Zeitdruck, Doppelbelastungen (in Familie, Beruf, Schule), hohes Arbeitspensum, viele Überstunden, großer Leistungsdruck, perfektionistische Persönlichkeit, fremdbestimmtes Arbeiten, mangelnde Anerkennung, das Gefühl der Hilflosigkeit, unbewußte oder akute Traumata, Krankheiten, mehrere oder langandauernde stressige Lebensumstände  wie Umzüge, Jobwechsel, Trennung, Streit, Mobbing, Trauer, Armut, Krankheit in der Familie (ADHS, Demenz, Depression)

  • Körperlicher Stress
    schwere körperliche Arbeit, Leistungssport, Übertraining, Schlafstörungen, chronische Erkrankungen (Allergien, Autoimmunerkrankungen), schwere Infektionen wie Grippe oder Corona (Covid-19), chronisch aktiviertes Immunsystem (z.B. durch Erreger wie das Ebstein-Barr-Virus oder Herpes zoster), Depressionen, chronische Schmerzen, Kieferentzündungen oder Verletzungen (Halswirbel).

  • Sensorischer Stress
    Reizüberflutung durch Lärm, übermäßigem Medienkonsum, ständige Push-Nachrichten, E-Mailflut, Strahlung oder Kunstlicht.

  • Chemischer /Physikalischer Stress
    Umweltgifte wie Feinstaub, Amalgam, Quecksilber, BPA, Strahlung oder Medikamente wie Pille, Cortison, oder Antiallergika

  • Metabolischer Stress
    ungesunde Ernährung (Zucker, Alkohol, Weißmehl, Fast-Food), zu energiereiche Ernährung, darmassoziierte Nahrungsmittelunverträglichkeiten, übermäßiger Koffeinkonsum. 

Stadien der Erkrankung

Gibt es dazu keinen Ausgleich und zu wenig Entspannungsphasen, kann dieser Dauerstress und zusätzlich stressbedingt entstandene Nährstoffdefizite eine chronische Erschöpfung der Nebennieren verursachen.

Anpassungsphase: Dabei wird auch die HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophyse-Nebenniere) chronisch aktiviert. Werden Adrenalin und Cortisol dauerhaft ausgeschüttet, versucht der Körper dies auszugleichen. Das Anpassungs-Syndrom (Selye-Syndrom) wird in Gang gesetzt. Dieses löst immer mehr Stresshormone aus, um den Blutzuckerspiegel hoch zu halten und für Energie zu sorgen.

Erschöpfungsphase (Burnout): Nach langer Phase auf Hochtouren (Wochen, vielleicht sogar mehreren Jahre) versagt die Hormonproduktion. Dann sinkt die Belastungsgrenze rapide, die Muskelkraft schwindet und chronische Müdigkeit setzt ein.

Eine weiterführende und gut verständliche Erklärung finden Sie im Buch „Energy“ von Dr. Anne Fleck (bekannt durch die Ernährungsdocs).


Außerdem: Häufige Ursache eines vorübergehenden Cortisolmangels ist eine Folge der Verwendung von Cortisol oder cortisolähnlichen Präparaten („Glucocorticoide“) als Medikament. Diese sind weit verbreitet und werden für Rheuma, Allergien, Entzündungskrankheiten, Neurodermitis, Schuppenflechte oder bei Autoimmunerkrankungen zur Unterdrückung des Immunsystems angewendet. Sobald dem Körper mehr Cortisol in Form eines Medikamentes zugeführt wird, als er selbst gerade benötigt, stellt er seine eigene Cortisolproduktion in den Nebennieren ein. Nach dem Absetzen fehlt dann dieser Stoff.


Symptome

Wie merkt man, ob man an einer Nebennierenschwäche leidet?

Symptome bei Überfunktion der Nebenniere

In der Anpassungsphase läuft die Nebenniere noch auf Dauer-Hochtouren, produziert viel Cortisol und der Körper versucht sich daran anzupassen. Dadurch treten folgende Beschwerden auf:

  • schwankende Müdigkeit, Kraftlosigkeit, wenig Energie
  • Stimmungsschwankungen
    mit Reizbarkeit, Aggressionen, Depressionen, Ängsten oder Panikattacken
  • Konzentrationsschwäche
  • verringerte Merkfähigkeit
  • Heißhunger auf Süßes
  • Gewichtszunahme, Fetteinlagerungen (besonders Bauchfett)
  • Hitzewallungen, Schwitzen
  • erhöhter Blutdruck
  • starker Durst
  • Sport führt zu schneller und längerer Erschöpfung, „sich krank fühlen” oder längerem, stärkeren Muskelkater
  • bei Frauen: Haarausfall, Ausbleiben der Regelblutung, PCO-Syndrom

Frauen-Symptome des Prämenstruellen Syndroms (PMS) ähneln diesen Symptomen.

Symptome bei Nebennierenunterfunktion

In der Erschöpfungsphase, also wenn die Nebenniere bereits im Burnout ist und stark eingeschränkt funktioniert, treten folgende Symptome auf:

  • ständige Müdigkeit (egal, wie viel geschlafen wurde)
  • starker Energiemangel (normale Alltagstätigkeiten fallen schon schwer)
    dabei ein besonderes Energietief am Nachmittag, etwas mehr Energie am Abend, Nahrungspausen führen zu noch mehr Müdigkeit
  • emotionales Ungleichgewicht (starke Reizbarkeit, nahe einem Nervenzusammenbruch)
  • geringe körperliche Belastbarkeit (Muskelschwäche, Sport wird unmöglich)
  • geringe geistige Belastbarkeit, Zerstreutheit (Konzentrations-, Gedächtnisschwäche, Aufmerksamkeitsdefizit)
  • Depressionen, Gleichgültigkeit
  • Autoimmunprozesse, z.B. oft Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto)
  • schwankender Blutzuckerspiegel
  • Gewichtszunahme, Übergewicht, Lipödem
  • auch Übelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust sind möglich
  • ständiges Verlangen nach Salzigem, Natriummangel
  • vermindertes Verlangen nach Sex
  • bei Frauen: Hauttrockenheit, Verlust der Schamhaare
  • Schmerzen
    in den Muskeln, Gelenken oder Knochen (siehe auch unten Fibromyalgie), Rückenschmerzen, Migräne
  • geschwächtes Immunsystem, häufiges Kranksein
  • niedriger Blutdruck, Schwindel, Frieren
  • Abbau der Knochenmasse (Osteoporose)

Verwechslungsgefahr

Da viele der Beschwerden nicht eindeutig für eine stressbedingte Nebennierenschwäche sprechen können und viele Ärzte das Krankheitsbild nicht kennen, kommt es oft zur Verwechslung mit anderen seelischen oder körperlichen Leiden, wie dem

  • Erschöpfungssyndrom (ME/CFS),
  • Fibromyalgie oder
  • die Beschwerden werden als Alterserscheinungen abgetan.

Die Nebennierenerschöpfung wird als eine Vorstufe des Burnouts gesehen.


Selbsttest, Test, Diagnose

Für die Einschätzung der Nebennieren-Funktion und die Diagnose gibt es mehrere Testmöglichkeiten.

Selbsttest Pupillenreflex

Bei dem Verdacht eine Nebenniereninsuffizienz zu haben, können Sie einen einfachen Selbsttest durchführen. Er hilft eine Nebennierenschwäche möglichst früh zu erkennen. Zur Durchführung des Tests brauchen Sie nur eine Taschen- oder Stiftlampe, ein dunkles Zimmer und einen Spiegel:

  1. Sie stellen sich im dunklen Zimmer vor den Spiegel. Warten Sie einige Sekunden.
  2. Leuchten Sie dann mit der Lampe schräg an einem Auge entlang (nicht direkt ins Auge). 
  3. Beobachten Sie 30 Sekunden lang wie die Pupille auf das Licht reagiert.

Auswertung
Normalerweise werden Pupillen sofort reflexartig klein und bleiben dann klein, wenn Sie Licht ausgesetzt werden. Arbeitet die Nebennieren jedoch nicht richtig, erweitert sich die Pupille wieder. Sie wird dann für einige Zeit weit und eng im Wechsel. Am Ende bleibt sie im erweiterten Zustand.

Bleibt die Pupille bei Lichtanfall nicht klein, ist dies ein Hinweis auf eine Nebennierenschwäche. Auch auf das Ausmaß der Erschöpfung kann man anhand der Dauer des Kleinbleibens und dem Beginn der Bewegung schließen.

Hormon-Untersuchung im Labor

Für eine zuverlässige Testung sollte zusätzlich ein Neurostressprofil im Labor erstellt werden. Dabei wird der Gesamt-Cortisolspiegel aus Speichelproben und der Verlauf im Tagesablauf erfasst. Die Diagnose stellt meist ein Endokrinologe (Hormonspezialist), seltener der Hausarzt. Wer keinen Arzt hat, kann mittlerweile Cortisol-Tests im Internet bestellen (z.B. von Cerascreen) und auswerten lassen.

Hormon Cortisol als Indikator

Cortisol ist dabei der wichtigste Messwert. Bei der Nebennierenerschöpfung sind die Cortisolwerte verändert zur Normalkurve bei gesunden Menschen. Der Cortisolwert ist morgens niedriger und am Mittag und am Abend auffallend höher.

Weitere Untersuchungen zur Diagnose

In einigen Fällen sind weitere Untersuchungen von Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin im Speichel oder Urin notwendig. Häufig werden auch die Blutwerte auf Nährstoffdefizite geprüft.

Bei Verdacht werden auch folgende Stressquellen untersucht, um sie zu beseitigen:

  • chronische Infektionen mit Erregern und Viren mittels Blutuntersuchung
  • Schwermetallbelastung mit einer Haaranalyse
  • Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit Blutuntersuchungen
  • Entzündungen des Kieferknochens oder entzündliche Zahnherde beim Zahnarzt
  • Schädigungen der Halswirbelsäule beim Orthopäden

Behandlung: Die 6 Säulen bei Nebennierenschwäche

Was hilft bei Nebennierenschwäche? Um die Nebenniere wieder zu regenerieren, können Sie sich selbst behandeln. Dafür verändern Sie wichtige Bereiche Ihres Lebensstils, um die gestresste Nebenniere zu schonen. Die Gesundheit entsteht, wenn Sie zurück zur Natürlichkeit kommen und menschengerecht leben. Sie geben sich und Ihrem Körper, was er braucht und meiden was ihm schadet.

Für die Therapie brauchen Sie etwas Geduld. Eine Erholung nach einer stressbedingten Schädigung dauert in der Regel 3 bis 6 Monate.

Dies sind 6 Säulen der Behandlung der Nebennieren:

1. Ernährung

Die Ernährung ist ein bedeutender Baustein für eine Regeneration der Nebennierenfunktion. Manche Nahrungsmittel lösen entzündliche Prozesse aus, andere wiederum fungieren antientzündlich und können als Therapie genutzt werden. Ein große Rolle spielen auch die richtigen Nährstoffe. Eine spezielle Nebennierenkur wird in einem eigenen Kapitel zur Ernährung bei Nebennierenschwäche behandelt.

2. Schlaf

Bei einer Nebennierenerschöpfung ist ausreichend erholsamer Schlaf besonders wichtig. Im Schlafen kann der Körper entgiften und sich regenerieren.

  • Gehen Sie vor 23 Uhr und immer zur gleichen Uhrzeit ins Bett - auch wenn Sie abends noch einmal richtig wach sind. Dies kommt häufig vor.
  • Einige Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie auf Fernseher, Computer, Tablet oder Smartphone verzichten oder Blaulichtfilter einsetzen. Denn kaltes Licht und spätes Schlafen bringen die Melatoninproduktion (Schlafhormon) und so den Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander.
  • Schlafen Sie 7 oder 8 Stunden, mindestens 6 Stunden müssen es immer sein.

3. Atmung

Die Atmung versorgt den Körper mit Sauerstoff und bietet viel Potential für den Stressabbau. Es ist die einfachste Art sich etwas Gutes zu tun und bietet riesige Chancen. Falsches Atmen stresst den Körper und schadet ihm. Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen verlernt haben, gesund zu atmen. Sie atmen zu flach und nicht in den Bauch. Die tiefe Bauchatmung reguliert das vegetative Nervensystem und beendet die innere Alarmstellung. Sie können bis zu zehnmal mehr Luft aufnehmen. Üben Sie dreimal täglich für 5 Minuten bewusst und tief in den Bauch zu atmen. Wer mag, kauft sich ein Buch zu dem Thema oder belegt sogar einen Onlinekurs “Richtig Atmen”.

4. Bewegung

Sport und Bewegung fördert die Gesundheit in vielerlei Hinsicht: Sie sorgt für eine bessere Durchblutung und mehr Sauerstoff, regt die Entgiftung an und wirkt entspannend. Dies ist grundsätzlich sehr gut bei Nebennierenschwäche, die Intensität muss jedoch angepasst sein an Ihr Energielevel. Zu viel Belastung ist eher schädlich. Hören Sie also auf Ihren Körper, wie stark und lang die Belastung sein kann. Die Bewegung sollte Ihnen Freude machen und gut tun. Bei großer Erschöpfung sind zum Beispiel Dehnungen oder Spaziergänge besser als Joggen, Seilspringen oder Fahrradfahren. Gehen Sie nicht an Ihre Grenzen. Versuchen Sie sich aber täglich 30 Minuten zu bewegen und die Aktivität vor 20 Uhr zu beenden.

5. Entspannung, Stress- und Reizreduktion

Erholung und Ruhepausen sind wichtig. Versuchen Sie stressige Elemente in Ihrem Leben zu verringern und gleichzeitig schöne entspannende Dinge in Ihr Leben zu holen. Sie können auch an der Wahrnehmung von Stress arbeiten, also an ihren Gedanken. Bei der Stressreduktion geht es immer um den negativ empfunden Stress, dass heißt Sie müssen sich nicht zwangsläufig ausruhen, wenn Ihnen nicht danach ist. Wie Sie ihn abbauen oder ausgleichen, da hat jeder ein Lieblingsrezept. Egal ob Naturgeräusche, harter Techno, Meditation oder das Kochen von leckerem Essen - alles was hilft zu Entspannen ist erlaubt. Nehmen Sie sich Zeit für Dinge, die Ihnen etwas bedeuten. Wichtig ist, dass Sie aus dem Hamsterrad aussteigen, umdenken und ab sofort täglich für einen Ausgleich sorgen.

Folgendes sind vielversprechende Anti-Stress-Aktivitäten, die Sie inspirieren können:

  • Akupunktur und Akupressur
  • Aromatherapie
  • Autogenes Training
  • Dankbarkeitsritual pflegen oder Tagebuch schreiben
  • Digital-Detox-Zeiten einführen
  • Ein Bad nehmen
  • Gartenarbeit
  • Haustiere
  • Hula-Hoop
  • Kältekammer
  • Kochen
  • Lachen
  • Lesen
  • Malen, z.B. Mandalas
  • Massage
  • Meditation
  • Mit Freunden sprechen, treffen
  • Musik hören, spielen oder singen
  • Pilates
  • Progressive Muskelentspannung
  • Psychotherapie
  • Qigong
  • Saunagänge
  • Sex
  • Spaziergänge in der Natur
  • Spielen
  • Stretching, Yin Yoga
  • Tai-Chi
  • Tanzen
  • Trampolinspringen
  • Yoga

6. Bewusst leben und Ballast loswerden

Sobald sie wieder mehr Energie haben, nehmen Sie sich Zeit sich zu fragen, ob alles in Ihrem Leben in Ordnung ist: Was tut Ihnen gut und was nicht? Schreiben Sie Erkenntnisse auf. Dies ist der erste Schritt zu einem dauerhaft besseren Leben. Belastende Ereignisse im Leben (z.B. Unfälle, Tod, Verluste, Gewalt, Angst oder Trennungen) können auch unterbewusst weiter wirken und stressen, auch wenn man es nicht richtig bemerkt. Kümmern Sie sich um sich, versuchen Sie Ballast oder Traumata loszuwerden. Holen Sie sich, wenn notwendig, dabei auch Hilfe von Experten, um Ihre Emotionen zu verarbeiten.


Ernährung bei Nebennierenerschöpfung

Die Nähr- und Vitalstoffe, die wir in natürlichen Lebensmitteln finden, spielen große Rolle für die Abläufe und Prozesse in unserem Körper. Die Ernährung bildet die Grundlage der Therapie der Nebennierenschwäche. Die Nebennieren-Kur hilft dem Körper sich zu entlasten, zu entgiften und den Blutzucker zu stabilisieren, so dass sich die Nebennieren erholen können. Für einen Zeitraum von mindestens 5 Wochen verzichten Sie auf Zucker, häufig unverträgliche, schwer verdauliche Lebensmittel und unnatürliches Industrieessen. 

Anleitung: Die 7 Grundregeln der Nebennierenkur

1. Essen Sie nur natürliche, entzündungshemmende und darmgesunde Lebensmittel

Essen Sie möglichst naturbelassen aus nachhaltiger Produktion. Meiden Sie Transfette und generell alle Fertiglebensmittel, denn Sie enthalten unnatürliche und damit stressende Zusatzstoffe und viel weniger Vitamine und Nährstoffe. Achten Sie auf darmgesunde, entzündungshemmende Lebensmittel und besonders Omega-3 Lebensmittel.
Auf Ihren Teller kommen also besser viel frisches Gemüse, Kohl, Salate, Algen, Kräuter, Kurkuma, Sauerkraut, Fisch, Walnüsse, Algenöl, Rapsöl, geschrotete Leinsamen, Flohsamenschalen, Chia und zuckerarmes Obst statt Wurst, Fleisch, Sonnenblumenöl oder Toast. Essen Sie gerne roh oder schonend zubereitet. Dies stärkt das Immunsystem und schützt vor Entzündungen. Welche Lebensmittel geeignet und ungeeignet sind entnehmen Sie bitte der Lebensmittelliste zur Nebennierenkur.

2. Meiden Sie Zucker und Weißmehlprodukte

Zucker, Weißmehlprodukte und Süßstoffe können eine Unterzuckerung (Hypoglykämie), große Blutzuckerschwankungen oder Heißhunger auf noch mehr Süßes auslösen. Zucker bewirkt, dass Mineralstoffe (Calcium, Magnesium, Chrom) schlecht aufgenommen werden und dass die „guten” Darmbakterien zerstört werden. Dies schwächt das Immunsystem und fördert Entzündungen und Krankheiten. Zucker gilt sogar als Risikofaktor für eine Nebennierenschwäche. Tabu sind daher Süßigkeiten, Süßstoffe, Weißbrot, Nudeln, Croissants, süße Getränke oder weißer Reis. Wählen Sie besser Kohlenhydrate, die der Körper langsam aufnimmt, wie Vollkorn, Gemüse oder zuckerarmes Obst.

3. Meiden Sie Gluten

Der Mensch kann große Mengen Gluten nicht gut verdauen. Gluten ist  zwar nicht generell schlecht und in kleinen Mengen vertragen es die meisten Menschen. Doch leider hat sich der Glutengehalt im Getreide in den letzten Jahren erhöht und er wird in immer mehr Nahrungsmitteln verwendet. Viele Menschen haben Probleme bei der Verdauung von Gluten und bekommen eine gestörte Darmschleimhautbarriere, die zu Lebensmittelintoleranzen oder Autoimmunkrankheiten führt und den Körper insgesamt schwächt. Auch bei Erkrankungen, wie dem Reizdarm hilft eine glutenfreie Ernährung

4. Meiden Sie Milch

Kuhmilch ist ein artfremdes Lebensmittel. Sie unterscheidet sich von menschlicher Muttermilch und ist daher schwer verdaulich. Schaf- und Ziegenmilch sind nicht viel besser. Verzichten Sie daher für 3 Wochen auf tierische Milch und Milchprodukte, um den Körper zu entlasten und auch um überhaupt zu erkennen, ob sie Laktose und Kasein vertragen. Erlaubt sind alle pflanzlichen Milchalternativen (z.B. Hafermilch, Mandelmilch oder Kokosmilch), wenn Sie wenig Zucker (unter 5 Gramm) und keine Aromen oder Zusatzstoffe wie Carrageen (E407) enthalten. Sojamilch bildet eine Ausnahme, weil Soja meist stark verändert wird, schlecht verträglich ist und den Östrogenspiegel beeinflussen kann. Prüfen Sie daher die Inhaltsstoffe vor dem Kauf sehr genau oder machen Sie pflanzliche Milch am Besten selbst.

5. Meiden Sie unverträgliche Lebensmittel

Es ist sehr wichtig auch in der Ernährung alle Stressfaktoren zu eliminieren. Beenden Sie den Cortisolausstoß durch Entzündungsreaktionen bei Allergien oder Unverträglichkeiten. Den meisten Menschen ist es gar nicht bewusst, dass sie bestimmte Lebensmittel nicht vertragen. Besonders Nachtschattengewächse (also Tomaten, Kartoffel, Aubergine, Paprika) Soja, Hülsenfrüchte und stärkereiche Gemüsesorten (Süßkartoffel, Kürbis) in großen Mengen bereiten häufig Probleme und sind während der Nebennierenkur tabu. Außerdem können histaminreiche Lebensmittel (z.B. Gewürze, Wurst, aufgewärmtes Essen) können problematisch sein. Um alle Unverträglichkeiten aufzuspüren setzen Sie auf zwei Bausteine: Kombinieren Sie einen Lebensmittelunverträglichkeiten-Test mit einer Auslassdiät, bei der Sie eine Zeit lang auf häufig unverträgliche Lebensmittel verzichten, einzeln wieder einführen und dabei Ihren Körper genau beobachten und alles in einem Ernährungstagebuch festhalten. Lassen Sie sich notfalls von einem Ernährungsberater unterstützen. Sie sollten Lebensmittel nicht dauerhaft meiden, ohne dass ein Grund vorliegt, denn dies ist ebenfalls Stress.

6. Meiden Sie Koffein

Kaffee ist bei Nebennierenschwäche problematisch, weil Koffein das zentrale Nervensystem anregt, die Herzfrequenz steigert, den Hormonhaushalt beeinflußt und ein Giftstoff sein kann. Er sollte für einige Zeit gemieden werden. Und wenn man merkt, dass er nicht gut tut, sogar für immer. Nicht selten trinken Menschen täglich mehr als 2 Tassen Kaffee und lassen dabei keinen einzigen Tag mehr aus. So fällt vielleicht gar nicht auf, wie gut man auf ihn verzichten und sich entgiften kann.

Meiden Sie Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke wie schwarzen Tee, Mate-Tee oder Energydrinks.
Beim Koffeinentzug kann es zu echten Entzugserscheinungen mit starken Kopfschmerzen, Müdigkeit und schlechter Laune kommen. Um dies zu vermeiden, hat es sich bewährt, die Kaffeemenge über mehrere Tage schrittweise zu reduzieren.

7. Essen Sie richtig!

Es spielt eine entscheidende Rolle, wie, wie oft und wann wir essen. Fünf regelmäßige Mahlzeiten sind bei Nebennierenerschöpfung ein wichtiger Baustein. Durch eine regelmäßige Energiezufuhr bleibt der Blutzucker gleichmäßig, eine Unterzuckerung wird verhindert. Essenspausen sollten tagsüber nicht länger als 4 bis 5 Stunden sein. Eigentlich gesunde Ernährungsformen wie Intervallfasten oder gar Fasten sind bei Nebennierenschwäche nicht geeignet, denn Sie bedeuten Stress für den Körper.
Gegen Blutzuckerschwankungen essen Sie am besten ausgewogene Mahlzeiten mit komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, z.B. aus Vollkornprodukten, Gemüse und wenig zuckerarmes Obst.
Die Mahlzeiten sollten immer zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Gehen Sie nie ohne Frühstück aus dem Haus. Zählen Sie keine Kalorien, hören Sie auf Ihr Hungergefühl und hören Sie auf, wenn Sie satt sind.
Essen Sie in Ruhe, nehmen Sie sich Zeit fürs Essen und kauen Sie gut. Genießen Sie ihr Essen. Trinken Sie nicht zu den Mahlzeiten.


Lebensmittel-Liste für die Nebennierenkur

Was darf ich essen und was nicht? Die Tabelle enthält ausführliche Lebensmittelempfehlungen, die die Grundpfeiler der Ernährung der Nebennierenschwäche berücksichtigen. Sie zeigt geeignete (linke Spalte, grün) und ungeeignete Lebensmittel (rechte Spalte, rot) bei Nebennierenerschöpfung. Soweit Sie weitere Lebensmittel nicht vertragen, meiden Sie diese bitte ebenfalls.

Obst bei Nebennierenschwäche

geeignetes Obst

nicht geeignetes Obst

150 - 200 g Obst täglich

Zuckerarmes Obst:
Äpfel
Aprikose
Avocado
Beeren
Brombeere
Cranberry
Erdbeere
Heidelbeere
Himbeere
Holunder
Johannisbeere (rot)
Kirschen
Kiwi
Kokos
Limetten
Papaya
Pfirsich
Preiselbeere
Quitten
Rhabarber
Sanddorn
Zitronen

selten, in Maßen:
Banane (wenig reif)
Sauerkirsche
Wassermelone
Zwetschge
Grapefriut
Orange
Eierpflaume
Stachelbeere



Zuckerreiches Obst:
Ananas
Banane (reif)
Birne
Dattel
Feige (frisch)
Granatapfel
Hagebutte
Honigmelone
Kiwi
Kirsche
Litschi
Mandarine
Mango
Mirabelle
Nashi-Birne
Nektarine
Physalis
Weintraube

Außerdem:
Apfelmus (fertig gekauft)
gezuckerte Früchte und Obstkonserven
Marmeladen
Trockenobst (z.B. Rosinen, Datteln, Aprikosen)

Gemüse bei Nebennierenschwäche

geeignetes Gemüse

nicht geeignetes Gemüse

mindesten 3 Portionen Tag (300 g)
am besten gedünstet

Artischocke
Algen
Bambussprossen
Blumenkohl
Brokkoli
Champignon
Esskastanie
Feldsalat
Fenchel
grüne Bohnen
Gurke
Grünkohl
Karotte / Möhren
Mairübe
Knoblauch
Kohl, alle Sorten
Kohlrabi
Kürbis
Löwenzahn
Mangold
Pastinake
Pak Choi
Pilze
Portulak
Radieschen
Rettich
Rosenkohl
Rote Beete
Rotkohl
Rucola
Selleriegrün, Wurzelsellerie
Salate (alle Sorten)
Sojasprossen
Spargel
Spinat
Sauerampfer
Sauerkraut
Steckrübe
Weisskraut / Weißkohl
Wirsingkohl
Zucchini

In kleinen Mengen erlaubt
(aber nur bei Verträglichkeit):

Mais (viel Stärke)
Süßkartoffeln  (viel Stärke)
Zwiebeln
Fühlingszwiebeln
Lauch

Frische Hülsenfrüchte:
Buschbohne
Dicke Bohnen
Erbsen
Erdnüsse
Grüne Bohnen
Gelbe Bohnen
Platterbsen
Lupinen
Weisse Bohne
Zuckerschoten



Sojabohnen
Edamame
Dosengemüse (z.B. Mais, Erbsen, Kidneybohnen, Spargel, Champignons)

Nachtschatten-gewächse
Aubergine
Chilli
Goji Beeren
Kartoffeln
Paprika
Tomaten

Getrocknete Hülsenfrüchte
Erbsen
Kichererbsen
Kidneybohnen
Linsen
Mungobohnen
schwarze Bohnen

Gewürze bei Nebennierenschwäche

geeignete Kräuter & Gewürze

nicht geeignete Gewürze & Heilpflanzen

Basilikum (frischer)
Bärlauch
Borretsch
Bohnenkraut
Brennessel
Curry
Gewürznelke
Ingwer (frisch)
Kresse
Knoblauch
Koriander
Kümmel
Kreuzkümmel (Cumin)
Kurkuma
Löwenzahn
Lorbeer
Majoran
Meerettich
Muskat
Oregano
Piment
Rosmarin
Salbei (als Gewürz)
Sellerie
Schwarzkümmel
Schwarzer Pfeffer
Schwarzkümmel
Senf
Thymian
Vanille
Zimt (Ceylon)

Heilpflanzen / Tee
Ginko
Hagebutte
Kamille
Pfefferminze

Chilli

Gewürze mit starken Phytoöstrogenen
Frauenmantel
Hopfen (in Bier oder Tee)
Rotklee (Tee oder Sprossen)
Salbei (als Tee)
Schafgarbe
schwarze Johannisbeerblätter
Süßholzwurzel

Frauenkräuter
Aloe vera
Angelika / Engelwurz
Arnika
Baldrian
Basilikum (als Tee)
Beifuß
Beinwell
Berberitze
Johanniskraut
Petersilie
Poleiminze
Mistel
Mönchspfeffer
Mutterkraut
Salbeitee
Safran
Wacholder
Wermut
Zimt (in großen Mengen)

Nüsse & Samen

geeignete Nüsse & Samen

nicht geeignete Nüsse & Samen,

Akaziensamen
Chiasamen
Flohsamenschalen
Hanfsamen
Kokosnuss (kokosraspel
Kürbiskerne
Macadamianüsse
Mandeln
Mohn
Pinienkerne
Pistazien
Sonnenblumenkerne
Walnüsse

Phytoöstrogenreiche Sorten:
(nur in kleinen Mengen)
Kürbiskerne
Leinsamen
Sesam

Erdnüsse, Erdnussmus
gesalzene Nüsse
kandierte Nüsse

Getreide, Pseudogetreide bei Nebennierenschwäche

glutenfreies Getreide

glutenhaltiges Getreide

Amaranth
Buchweizen
Hafer (glutenfrei)
Haferkleie (glutenfrei)
Hirse, Braunhirse
Quinoa
Teff
Vollkornreis
Mais



glutenfreie Mehle
Amaranthmehl
Buchweizemehl
Hafermehl
Hirsemehl
Kastanienmehl
Kichererbsenmehl
Kokosmehl
Kürbiskernmehl
Maismehl
Pfeilwurzelmehl
Kochbananenmehl
Süßkartoffelmehl
Mandelmehl
Kokosmehl
Quinoamehl
Hanfmehl
Nussmehl
Sorghummehl
Teffmehl
Vollkornreismehl

glutenfreie Nudeln
Buchweizennudeln
Erbsennudeln
Favabohnen-Nudeln
Hafernudeln
Hirsenudeln
Kichererbsennudeln
Linsennudeln
Lupinennudeln
Quinoanudeln
Schwarze Bohnen-Nudeln

Weizen
Roggen
Gerste
Grünkern
Dinkel
Kamut
Einkorn
Urkorn
Triticale
Durum

glutenhaltige Getreideprodukte
Cornflakes
Croissant
Graubrot
Kuchen
Laugenbrötchen
Milchbrötchen
Nudeln
Toastbrot
Vollkornbrot
Waffeln
Weißbrot
Zwieback

Geschälter Reis
weisser Reis
Basmatireis
Jasminereis
Parboiled Reis
Langkornreis
Reiswaffeln
Reismehl

glutenhaltige Nudeln
Eiernudeln
Dinkelnudeln
Spätzle
Tortellinis
Vollkornnudeln

Milch, Milchprodukte, Käse, Eier

geeignete Lebensmittel

nicht geeignet

Bio-Eier

Milchersatzprodukte
(weniger als 5 g Zucker, ohne Süßstoffe
ohne Carageen, Vitamine, Aromen und Phosphate)

Hafermilch/-joghurt
Hanfmilch /-joghurt
Cashewmilch/-joghurt
Kokosmilch /-joghurt
Mandelmilch /-joghurt

Eier aus Käfighaltung

Tiermilch
Kuhmilch
Schafsmilch
Ziegenmilch

laktosefreie Milch

Käse aus Tiermilch (alle Sorten)
Joghurt aus Tiermilch

Sojamilch - / joghurt
Dinkelmilch

Fleisch, Wurst, veganes Protein

geeignete Fleischprodukte

nicht geeignete Fleischprodukte

In Maßen (2 x pro Woche je 125 g)
(Bio-)Geflügel
Hühner- oder Putenfleisch
Wildfleisch (Hase, Reh)
Rind
Kalb
Lamm

Wurst, Aufschnitt aus obigen Fleischsorten soweit ohne Zucker oder Konservierungsstoffe

Bio-Knochenbrühe

Proteinquelle ohne Fleisch
Reisproteinpulver
Erbsenproteinpulver
Hanfproteinpulver

Schweinefleisch

Würstchen aus Schweinefleich
(Bockwurst, Wiener Würstschen, Bratwurst)

Aufschnitt aus Schweinefleisch
(Salami, Mortadella, Leberwurst, Mett)

Stark verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren
(paniertes Fleisch, Chicken Nuggets)




Proteinquelle ohne Fleisch
Sojaproteinpulver
Milchproteinpulver
Caseinproteinpulver

Fisch, Meerestiere

geeigneter Fisch

nicht geeigneter Fisch

mindestens 2 x pro Woche omega-3-reicher Fisch
Forelle Hering
Kabeljau
Karpfen
Wildlachs
Makrele
Sardine/ Sardellen
Scholle
Seelachs
Steinbutt
Schalentiere (wie Flusskrebs, Garnele, Hummer, Shrimps, Krabben)

Wer keinen Fisch isst, sollte Algenöl einnehmen.



Stark belastet(mit Schwermetallen wie Quecksilber)
Aal
Hecht
Heilbutt
Thunfisch
Schnapper
Schwertfisch
Rotbarsch

Fisch in Mayonnaise oder Sahne eingelegt

Süßes, Brotaufstriche während der Nebennierenkur

geeignet

nicht geeignete

selbstgemachter Fruchtbrei aus zuckerarmen Obstsorten

Erdmandelmehl

Zartbitterschokolade (70% Kakao)

Brotaufstriche
Avocadomus
Cashewmus Erdmandelcreme (selbstgemacht ohne Zucker)
Himbeerpürree
Mandelmus

Zucker
(z.B. Rohrzucker, Honig, Agavensirup, Reissirup, Kokosblütenzucker)

Süßstoffe
(z.B. Asparten, Saccharin)

Zuckeraustauschstoffe
(z.B. Xylit, Erythrit, Sorbit)

Alle Süßigkeiten
(Schokolade, Gummibärchen, Kuchen, Bonbons usw.)

süsse Brotaufstriche
(Schokoaufstrich, Marmelade, Honig)

Achten Sie besonders auf versteckten Zucker in Fertiglebensmitteln

Fette, Öle

geeignete Fette & Öle

nicht geeignete Fette & Öle

Algenöl
Chia-Öl
Borretschöl
Hanföl
Leinsamenöl
Leindotteröl
Kokosöl
Kürbisöl
Margerine aus Rapsöl (ohne gehärtete Fette)
MCT-Öl
Mandelöl
Macadamiaöl
Olivenöl extra vergine
Rapsöl
Weizenkeimöl

in kleinen Mengen
Sonnenblumenöl nativ
Walnussöl 

Butter
Butterschmalz
Distelöl
Erdnussöl
Kürbisöl
Mayonnaise
Magarine aus Sonnenblumenöl
Magarine mit gehärteten Fetten
Palmfett
Schweine- und Gänseschmalz
Sonnenblumenöl (raffiniert)
Traubenkernöl

Gehärtete Fette, Transfette
(z.B. in Keksen und Cräckern)

Sonnenblumenöl in verarbeiteten Lebensmitteln

Getränke

geeignete Getränke

nicht geeignete Getränke

Wasser
Wasser (mit Geschmack z.B. Minze, Zitrone oder Beeren)

Koffeinfreier Kaffee

ungezuckerter Tee, z.B.
Gingseng Tee
Früchtetee
Ingwertee
Brennesseltee
Kamillentee
Hagebuttentee
Zitronenmelisse
Zitronengras

Heiße Zitrone

Frisch gepresste Gemüsesäfte

In Maßen
Frisch gepesste Säfte aus zuckerarmem Obst

Koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Matcha)

Alkoholische Getränke generell (z.B. Bier, Wein, Sekt, Alsterwasser)

Softdrinks / Limonaden
Light-Getränke
Saft(schorlen)
Milchmixgetränke

Tee
Brombeerblättertee
Frauenmantel
Hopfentee
Rotkleetee
Salbeitee
Süßholzwurzel Tee

Teeinhaltiger Tee
Schwarzer Tee
Grüner Tee


*Diese Liste der Lebensmittel bei Nebennierenschwäche erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Lebensmittelliste gilt als Orientierungshilfe und Grundinformation zur Ernährung bei Nebennierenschwäche für einen kurzen Zeitraum. Beachten Sie bitte, dass es sich um eine pauschale Liste handelt, die nicht auf Ihre individuelle Situation und Empfindsamkeit angepasst ist, insbesondere wenn Sie mehrere Beschwerden und Krankheiten haben. Individuelle Ernährungspläne können nur mit Hilfe eines Arztes oder einer Ernährungsfachkraft ermitteln werden.


Rezepte & Ernährungsplan

Diese Rezepte helfen die Nebennierenfunktion wie herzustellen. Sie sind entzündungshemmend, darmgesund und nährstoffreich und basieren auf der Lebensmittelliste zur Nebennierenschwäche. Stellen Sie sich damit einen Ernährungsplan für Frühstück, Mittag und Abendbrot zusammen. Beachten Sie jedoch: Haben Sie Allergien oder vertragen bestimmte Lebensmittel nicht, müssen Sie die Rezepte weiter an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen.

53Rezepte
Hafer-Kastanienmehl-Müsli

Hafer-Kastanienmehl-Müsli

(3.5)

glutenfrei, lecker & gesund

Erdmandel-Waffeln

Erdmandel-Waffeln

(4)

ohne Zucker

Pflaumenmus ohne Zucker

Pflaumenmus ohne Zucker

(3.5)

Einfaches Rezept mit nur 3 Zutaten

Erdmandel Porridge

Erdmandel Porridge

(4)

fructosearmes Frühstück

Apfelchips selber machen

Apfelchips selber machen

(3.5)

Gesunde Süßigkeit ohne Histamin

Immunfit-Heiltee

Immunfit-Heiltee

(4.5)

Würze mit Wirkung: Stärkt Abwehrkräfte und beugt Entzündungen vor

Low-Carb Smoothie

Low-Carb Smoothie

(3)

Gesunder & nährstoffreicher Smoothie - laktosefrei, zuckerfrei, fructosefrei

Kräuter-Erbsen-Hummus

Kräuter-Erbsen-Hummus

(5)

Leckerer Aufstrich oder Dip ohne Gluten, Laktose & Soja

Low FODMAP Kürbissuppe mit Kokosmilch

Low FODMAP Kürbissuppe mit Kokosmilch

(4)

Rezept des Monats Januar 2021

Laktosefreies Bananeneis

Laktosefreies Bananeneis

(4)

Leichte Nicecream - vegan & wenig Zutaten

Kohlrabi Pommes

Kohlrabi Pommes

(4)

Gesunde Alternative zu Pommes Frites

Schonkost-Topf mit Pastinake und Karotte

Schonkost-Topf mit Pastinake und Karotte

(3.5)

Leichte Kost mit vollem Geschmack

Rote Beete Chips mit Rosmarin

Rote Beete Chips mit Rosmarin

(4)

Gesunder Snack für Feinschmecker

Süßkartoffelpfanne mit Kräutern & Paprika

Süßkartoffelpfanne mit Kräutern & Paprika

(4)

Vollwertige Beilage oder vegetarisches Hauptgericht, histaminarm, vegan

Schonkost-Steckrübensuppe

Schonkost-Steckrübensuppe

(4)

magenschonend für empfindliche Bäuche

Glutenfreie Kräcker

Glutenfreie Kräcker

(3.5)

Ballaststoffreiche Kräcker aus Haferflocken, Reismehl, Leinsamen und Mandeln

Smoothie mit Avocado & Minze

Smoothie mit Avocado & Minze

(3.5)

fructosearmer Smoothie

Apfel-Löwenzahn-Smoothie

Apfel-Löwenzahn-Smoothie

(4)

Gesunder grüner Smoothie gegen Entzündungen

Löwenzahn-Pesto

Löwenzahn-Pesto

(4)

Omega-3-reich mit Macadamianüssen, lecker als Nudelsoße oder Brotaufstrich

Heringssalat mit Gurke und Apfel

Heringssalat mit Gurke und Apfel

(4)

Omega-3 reiches Fischrezept

Linsenmehl-Teffmehl-Brot

Linsenmehl-Teffmehl-Brot

(4)

Rezept des Monats April 2018

Hirse-Porridge

Hirse-Porridge

(4)

Rezept des Monats Juni 2018

Ingwer-Kurkuma-Tee

Ingwer-Kurkuma-Tee

(4)

Entzündungshemmender Tee: Kurkuma Tee mit gesunden Gewürzen

Buchweizenbrei zum Frühstück

Buchweizenbrei zum Frühstück

(4)

Veganes Buchweizen-Rezept zum Frühstück

Avocado-Aufstrich

Avocado-Aufstrich

(4)

Einfacher veganer Avocado-Brotaufstrich mit gesunden Fetten und wenig Zutaten

Quinoa-Brokkoli-Salat

Quinoa-Brokkoli-Salat

(4)

Gemüserezept mit Pfiff

Zucchininudeln mit Garnelen

Zucchininudeln mit Garnelen

(4)

Eiweißreich mit wenig Kohlenhydraten

Hokkaido-Suppe

Hokkaido-Suppe

(4)

Rezept des Monats Januar 2018

Glutenfreies Hirse-Karotten-Buchweizenbrot

Glutenfreies Hirse-Karotten-Buchweizenbrot

(4)

Rezept des Monats Dezember 2016

Kein Bild vorhanden für Rindersteaks mit Pfirsichsalsa

Rindersteaks mit Pfirsichsalsa

(3.5)

histaminarmes und glutenfreies Mittagessen

Gemüsebrühe selber machen

Gemüsebrühe selber machen

(3.5)

Gemüsebrühe ohne Geschmacksverstärker: nur mit frischen Zutaten

Buchweizen-Porridge mit Apfel und Walnüssen

Buchweizen-Porridge mit Apfel und Walnüssen

(4)

gesundes Clean-Eating Vollkorn-Früchte-Frühstück

Glutenfreies Hirsebrot

Glutenfreies Hirsebrot

(3.5)

Rezept des Monats März 2017

Glutenfreies Krustenbrot

Glutenfreies Krustenbrot

(4)

leckere Kruste und mit wenig Hefe, da lange Teigführung

Glutenfreie Kürbisbrötchen

Glutenfreie Kürbisbrötchen

(3.5)

Vollwert-Kürbisbrötchen - vegan & glutenfrei

Chapati glutenfrei (indisches Fladenbrot)

Chapati glutenfrei (indisches Fladenbrot)

(3.5)

Knuspriges glutenfreies Fladenbrot aus Maismehl ohne Hefe

Glutenfreies Müsli

Glutenfreies Müsli

(3.5)

selber machen mit glutenfreien Hferflocken, Leinsamen mit Bananenchips

Karottensalat

Karottensalat

(3.5)

mit Hanfsamen, Hanföl und Gurke, histaminarm, Allergiker-Rezept, Rohkost-Rezept

Apfelmus selber machen

Apfelmus selber machen

(3.5)

ohne Zucker und Zusatzstoffe

Glutenfreie Süßkartoffel Gnocchi mit Rucola-Pesto

Glutenfreie Süßkartoffel Gnocchi mit Rucola-Pesto

(3.5)

vegan, paelo, bei vielen Allergien geeignet

Kein Bild vorhanden für Glutenfreier Garnelen-Hirsesalat

Glutenfreier Garnelen-Hirsesalat

(4)

Eiweißschub für die Schönheit ohne Gluten

Veganer Süßkartoffel-Burger

Veganer Süßkartoffel-Burger

(3.5)

ohne Ei, ohne Weizen, ohne Milch + glutenfrei

Melissen-Gurken-Wasser

Melissen-Gurken-Wasser

(3.5)

Sommerdrink - lecker & ohne Kalorien

Kokossuppe mit Brokkoli und Chinakohl

Kokossuppe mit Brokkoli und Chinakohl

(4)

für die Rotationsdiät geeignet, wenig Zutaten

Glutenfreie Hirsekroketten

Glutenfreie Hirsekroketten

(3.5)

Rezept des Monats Februar 2015

Glutenfreies Brot mit Kürbis

Glutenfreies Brot mit Kürbis

(4)

gesundes Brot mit Gemüseanteil

Kein Bild vorhanden für Rucola Salat mit Thunfisch

Rucola Salat mit Thunfisch

(3.5)

Mit wenig Zutaten, ideal für die Rotationsdiät

Obstsalat mit Erdbeeren und Erdmandelflocken

Obstsalat mit Erdbeeren und Erdmandelflocken

(3.5)

Sehr gesund, ein basisches Frühstück

Kein Bild vorhanden für Apfel-Zwiebel-Brotaufstrich

Apfel-Zwiebel-Brotaufstrich

(4)

Frischer histaminarmer veganer Brotaufstrich ohne Zusatzstoffe

Gemüse-Mais

Gemüse-Mais

(3.5)

Einfach, schnell und gut verträglich für Allergiker

Grüne Curry-Kokos-Avocado-Suppe

Grüne Curry-Kokos-Avocado-Suppe

(3.5)

Kalte Vorspeise - sehr gesund

Folgende weitere Rezepte helfen mit den genannten Abwandlungen in Klammern bei der Nebennierenerschöpfung:

Hauptspeisen & Beilagen

Dressings & Salate

 Frühstück

Snacks & & Süßigkeitenersatz

Getränke


Beispiel-Ernährungsplan

Eine Nebennierenkur braucht einen Plan. In dieser Übersicht sehen Sie, wie Sie die Kur durchführen.

Beispielhafte Tagesübersicht

Morgens: so lange wie möglich schlafen

Direkt nach dem Aufstehen:  Trinken Sie 2 große Gläser Wasser (wer mag mit Zitrone), haben Sie das Bedürfnis nach Salz fügen Sie 1-2 Prisen Salz zum Wasser. Machen Sie für eine kurze Zeit (5 Minuten) Entspannungs- und Atemübungen.

Frühstück: 15 Minuten später frühstücken Sie - zum Beispiel ein Erdmandel-Porridge mit viel Eiweiß und gesunden Fetten. Lassen Sie kein Frühstück aus. Verzichten Sie auf Kaffee. Nehmen Sie Nahrungsergänzungen: Magnesium, Vitamin C, Vitamin B Komplex, Coenzym Q10 und Omega 3 Fette.

Vormittags: Als Zwischenmahlzeit essen Sie z.B. einen Möhrensalat oder eine handvoll Nüsse, um eine regelmäßige Energiezufuhr zu haben.

Mittags: Das Mittagessen sollte viel Eiweiß, ballaststoffreiches Gemüse, gesundes Öl haben -  wie bei diesen Zucchininudeln mit Garnelen. Auch nicht raffinierte Kohlenhydrate sind gut. Nehmen Sie nach dem Mittagessen 500 mg Vitamin C und 200-300 mg Magnesium.

Nachmittags: Als Zwischenmahlzeit essen Sie z.B. eine wenig reife Banane oder einen Apfel

Abendessen: Essen Sie zum Beispiel 2-3 Scheiben glutenfreies Hirse-Karotten-Brot mit Pute oder Avocado, so versorgen Sie sich über die Nacht mit und hochwertigen Kohlenhydraten, Protein und gesunden Ballaststoffen.

Nach dem Abendessen: Versuchen Sie zur Ruhe kommen. Nach 20 Uhr sollte Sie nicht mehr Essen und Sport treiben. Überlegen Sie ein schönes Abendritual, das sie täglich durchführen, z.B. mit Tee, Tagebuch, Musik, Meditation oder ähnlichem.

Schlafen: Schlafen Sie möglichst früh, aber immer vor 23 Uhr.

Essen: möglichst regelmäßig, also immer zu gleichen Zeit, in Ruhe, gut Kauen ist wichtig.


Nahrungsergänzung, Naturheilmittel

Orthomolekular Medizin: Zusätzlich zur angepassten Ernährung empfehlen Experten, wie Ernährungs-Doc Dr. Anne Fleck, Nahrungsergänzungen einzunehmen. Vor allem Magnesium Zink, Vitamin C, B-Vitamine, Coenzym Q10 und Omega-3 Fettsäuren sind wichtig für die Erholungsprozess. In den ersten Wochen wird außerdem zur Einnahme mindestens eines Naturheilmittels, also Gingseng, Shwangandha oder Rosenwurz, geraten. Lesen Sie hier, wie die Mittel wirken und wie sie dosiert und eingenommen werden.

Omega-3 Fettsäuren

Eine gute Omega-3-Versorgung ist wichtig bei Nebennierenerschöpfung. Besonders die langkettigen Fettsäuren DHA und EPA haben viele positive Wirkungen für die Nebennieren: Sie wirken antientzündlich und steigern die körperliche und seelische Belastungsgrenze, indem Sie auf die Serotoninverarbeitung wirken. Wer keinen Fisch und andere Omega-3-Lebensmittel isst, muss in der Regel ergänzen. Ein Omega-3-Mangel kann per Bluttest im Labor ermittelt werden und bietet dann Richtwerte für die richtige Dosierung.
Empfohlene Dosis: 200 mg bis 4 g/ Tag
Einnahme: regelmäßig, zu den Mahlzeiten
Anwendungsdauer: 3 Monate
Präparat: NORSAN Premium Omega-3 Algenöl, 80 Kapseln, vegan, hochdosiert


Magnesium

Magnesium wird auch das Stressmineral genannt. Es reguliert unter anderem die körperliche, geistige und seelische Belastbarkeit und bringt Balance in den Hormonhaushalt (Insulin, Neurotransmitter). Magnesium in hoher Dosierung kann die Stärkung der Nebennieren natürlich fördern. 
Empfohlene Dosis: 400 - 600 mg/ Tag
Einnahme: Dosis langsam steigern (kann ansonsten Durchfall verursachen), abends einnehmen
Gute Präparate: Natural Elements Magnesiumoxid Komplex (180 Kapseln, 400mg/ 2 Kapseln, für 90 Tage) oder Raab Vitalfood Magnesiumcitrat (in Pulverform = gut zu dosieren) 


Vitamin C

Vitamin C ist ein Radikalfänger, schützt die Zellen, stärkt das Energielevel und unterstützt das Nervensystem. Bei Stress ist der Bedarf an Vitamin C erhöht. Am besten wirkt Vitamin C  in retardierter Form, bei der das Vitamin C gleichmäßig über den Tag freigesetzt wird.
Therapeutische Dosierung: 500 - 2000 mg/ Tag
Produkt: Cetebe Vitamin C Retard, 500 mg pro Kapsel, 120 Stück


Zink

Zink stärkt Immunsystem, Entgiftung und Gedächtnis und ist an der Produktion der Schilddrüsenhorme beteiligt. 
Therapeutische Dosis: 10 - 25 mg/ Tag
Einnahme: abends zu den Mahlzeiten (nicht gemeinsam mit Eisen, Magnesium)
Präparat: Natural Elements Zink Tabletten (25 mg, 365 Stück)


B-Vitamine

Der Vitamin B Komplex umfasst Vitamin B1, B2, B3, B6, B9 (Folsäure) und B12. Diese Vitamine und besonders Vitamin B12 haben eine große Bedeutung für den Energiestoffwechsel und das Nervensystem.

Empfohlen: GloryFeel Vitamin B Komplex (Bio-Aktiv, ohne Zusätze)


Coenzym Q10

Q10 wirkt gegen Nebennierenerschöpfung. Er ist wichtiger Fänger freier Radikale, schützt die Zellen und hemmt Entzündungen. Er steckt in Lebensmitteln wie Fleisch, fettem Fisch (z.B. Sardinen, Makrelen), Weizenkeimen, Walnüssen, Mandeln und Sesam. Wirksame Dosen können allerdings über das Essen kaum erreicht werden. Ein Coenzym Q10 Test gibt Auskunft, wie gut Ihre Q10 Versorgung ist.

Empfohlene Dosis pro Tag
300 bis 500mg Ubichinon (z.B. 2 x 200mg) oder
60-120 mg in Form von Ubichinol (bessere Aufnahme)

Empfohlene Q10-Präparate


Wirksame Naturheilmittel

Pflanzliche Behandlung: Folgende Naturheilmittel wirken mit Ihren natürlichen Pflanzenwirkstoffen gegen Stress. Sie werden bei starker Stressbelastung und zur Unterstützung der Nebennieren eingesetzt, denn sie wirken adaptogen, das bedeutet, sie helfen dem Körper sich dem Stress anzupassen.

Ginseng

Ginseng (Panox Ginseng) und Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus Senticosus) werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt. Ginseng erhöht die Stresstoleranz über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse), stärkt das Immunsystem und unterstützt die Insulinregulation.

Tagesdosis bei Nebennierenschwäche: 100 bis 300 mg
Einnahme: zwischen den Mahlzeiten
Anwendungsdauer: 3 Monate
Gute Ginseng-Präparate:
WECOLOGY® Panax Ginseng Kapseln 120 Stück für 4 Monate
Sibirischer Ginseng | Flüssig-Extrakt, 200 ml

Rosenwurz

Rosenwurz (Rhodiola rosea) wirkt adaptogen, das bedeutet es hilft sich dem Stress anzupassen. Es reguliert die Stressantwort, verbessert die Stresstoleranz und emotionale Stabilität, steigert die Konzentration, hemmt Entzündungen und wirkt antimikrobiell. Rosenwurz wird vor allem in Skandinavien und Russland eingesetzt.

Tagesdosis bei Nebennierenschwäche: 500 mg
Einnahme: morgens
Empfohlendes Präparat: Natural Greens Rhodiola Rosea, 120 Kapseln (je 500 mg)

Ashwagandha

Die natürlichen Pflanzenwirkstoffe der Ashwagandha Wurzel (Whithania somnifera) werden in der Ayurvedischen Medizin eingesetzt. Sie erhöhen die Stresstoleranz und regulieren die Stressantwort, also die Körperreaktionen auf Stress.

Empfohlene Tagesdosis Ashwagandha bei Nebennierenschwäche: 500 mg
Empfohlenes Ashwagandha Präparat: Bio ASHWAGANDHA Kapseln, 500 mg, 180 Kapseln


Medikamente

Für die Behandlung einer durch Dauerstress beeinträchtigten Nebenniere, gibt es keine rezeptfreien Medikamente. Die klassische Nebennierenschwäche (bei der die Nebennieren zerstört sind) wird mit Hormon-Medikamenten aus der Apotheke behandelt. Um die Symptome und lebensbedrohliche Zustände zu mindern, werden hierbei die Hormone zugeführt, die der Körper nicht mehr selbst herstellen kann.


Zusammenfassung

Ein Grundpfeiler für die Therapie einer Nebennierenschwäche ist die gesunde Ernährung. Eine Ernährungsumstellung führt weg vom typisch deutschen Frühstück mit Cornflakes oder Marmeladenbrötchen, von Fast Food und Fertiglebensmitteln. Zucker, Weißmehl und Koffein sind tabu und werden ersetzt durch milchfreies, glutenfreies, antientzündliches Essen mit viel Gemüse und ausreichend Eiweiß. Unterstützt wird die Nebennierenkur mit Nahrungsergänzungsmitteln. 

Für die Heilung sind außerdem regelmäßige entspannende körperliche Bewegung und Stressabbau wichtige Maßnahmen. Eine solche Änderung des Lebensstils beginnt mit der kritischen Betrachtung des eigenen Lebens: Bin ich genau dort wo ich sein möchte? Wo kann ich in Beruf oder Privatleben zukünftig Belastungen reduzieren? Was tut mir wirklich gut?

Dass Stress eine Gesundheitsgefahr darstellt, ist längst bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet chronischen Stress als eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Trotzdem wissen wir noch nicht viel über die Auswirkungen von Stress und das Krankheitsbild der Nebennieren-Erschöpfung ist bisher wenig erforscht.

Hoffnung gibt die Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie (kPNI). Dieser fachübergreifender Wissenschaftsbereich der modernen Psychosomatik erforscht die Zusammenhänge von Krankheit und Gesundheit ganzheitlich. Es betrachtet das Zusammenspiel der neuronalen und biochemischen Kommunikationswege zwischen Psyche, Gehirn und Immunsystem. Kurz: Dass Körper und Seele eine Einheit sind, wird hier wissenschaftlich nachgewiesen. Betrachtet werden Bewegungsapparat, Homonsystem, das psychosoziale System, Nervensystem, Immunsystem, Darm, Ernährung, chronischer Stress und Emotionen.


Quellen

  1. Monti, S. et al: Cortisol deficiency in Lenvatinib treatment of thyroid cancer: an underestimated, common adverse event, 2021 Oct 19, pubmed.de
  2. Fleck, Anne: Energy!: Der gesunde Weg aus dem Müdigkeitslabyrinth, 16. März 2021
  3. Nebenniereninsuffizienz, 17. Dezember 2019, flexikon.de
  4. Quinkler M, Beuschlein F, Hahner S, Meyer G, Schöfl C, Stalla GK: Adrenal cortical insufficiency — a life threatening illness with multiple etiologies.
  5. Deutsches Ärzteblatt Int 2013; 110(51–52): 882–8. DOI: 10.3238/arztebl.2013.0882
  6. Morbus Addison, Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e. V.
  7. PD Dr. Willenberg, H. et al.: Nebennierenhormonmangel - "Nebenniereninsuffizienz", endokrinologie.net
  8. Trautmann, A: Mechanisms underlying chronic fatigue, a symptom too often overlooked II- From deregulated immunity to neuroinflammation and its consequencess, DOI: 10.1051/medsci/2021170, November 2021
  9. Salzano, C et al: Possible Adrenal Involvement in Long COVID Syndrome, DOI:10.3390/medicina57101087, Oktober 2021
  10. Christy S Niemeyer, S C et al: Histopathological Analysis of Adrenal Glands after Simian Varicella Virus Infection ; DOI: 10.3390/v13071245, Juni 2021
  11. Araque, D P et al: PRIMARY ADRENAL INSUFFICIENCY SECONDARY TO CHRONIC POSACONAZOLE USE, DOI: 10.4158/ACCR-2019-0176, März 2020
  12. Wann ist der Cortisolwert erhöht?, charite. de

Autorin: Sabine Theiding, Gründerin von kochenOHNE
Alle Internetlinks abgerufen am 06. Februar 2022

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