Entdecke über 50 leckere Neurodermitis-Rezepte die Juckreiz und Entzündungen verbessern können. Alle Rezepte sind für die Diätphase der Ernährungstherapie bei Neurodermitis geeignet, die hilft unverträgliche Lebensmittel herauszufinden.
Ernährung bei Neurodermitis
Was soll ich essen und was besser nicht? Die Ernährung kann bei Neurodermitis wie Medizin wirken - Juckreiz und Hautentzündungen lindern. Wir erklären, welchen Einfluss die Ernährung bei Neurodermitis hat und wie man Auslöser findet.
Was ist Neurodermitis?
Die Neurodermitis ist eine allergische Krankheit, die erblich ist. Sie gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Durch die Störung des Immunsystems reagieren Haut und Schleimhäute überempfindlich. Die Immunzellen halten völlig harmlose Stoffe wie Hausstaub, Pollen oder Lebensmittel fälschlicherweise für gefährliche Stoffe und reagieren auf sie mit Entzündung und starkem Juckreiz.
Wie häufig ist Neurodermitis?
Die Neurodermitis gehört heute zu den häufigsten Hauterkrankungen: Etwa 2–3 % der Erwachsenen und 15 % der Kinder und Babys in westlichen Ländern sind Neurodermitiker - Tendenz steigend. Bei Kleinkindern tritt die Neurodermitis meist in den ersten Lebensmonaten auf. Zwar verschwinden bei Kindern die Symptome häufig bis zur Pubertät, manchmal beginnt jedoch durch die Neurodermitis eine Laufbahn als Allergiker, die später zu Lebensmittelallergie, Heuschnupfen oder Asthma führt. Deswegen ist es wichtig, eine Neurodermitis frühzeitig und bestmöglich zu behandeln.
Was löst die Neurodermitis aus?
Die genauen Ursachen sind noch unerforscht. Klar ist, dass eine genetische Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Es sind 10 Faktoren bekannt, die eine Neurodermitis verschlimmern und zu neuen Schüben führen können. Diese sind:
- Schweiß
- Klima
- trockene Haut
- Wärme
- Chemische Irritationen
- Lebensmittelunverträglichkeiten (besonders bei Kindern)
- Allergien, z.B. Pollen, Hausstaub, Katzen
- Kratzen
- Infekte / Bakterien
- Psychische Belastungen, z.B. Stress, Streit, Verlust, Arbeitsbelastung, Schlafmangel
Wie wird Neurodermitis behandelt?
Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung. Auch in symptomfreien Zeiten muss sie behandelt werden. Vollkommen heilen lässt sie sich nicht. Bei der Neurodermitis Therapie kommen unterschiedliche Cremes und Medikamente zum Einsatz und auch die richtige Ernährung hilft, die Symptome zu lindern. Die Behandlung ist heutzutage ganzheitlich. Sie bezieht Körper, Ernährung, Psyche und soziale Faktoren ein.
Einfluss der Ernährung
Welchen Einfluss hat die Ernährung bei Neurodermitis?
Lebensmittel können auf verschiedene Weise eine Neurodermitis verschlimmern oder verbessern. Diese 6 Gründe in der Ernährung können die Symptome und einen Schub beeinflussen:
- Lebensmittelunverträglichkeiten
Etwa 20 Prozent der Neurodermitis Erkrankten haben zusätzlich eine Lebensmittelunverträglichkeit, also entweder eine Allergie, Kreuzallergie oder eine Lebensmittelintoleranz, die die Entzündungen fördern. Zum Beispiel Kuhmilch, Hühnerei, Fisch und Meerestiere, Nüsse, Soja, Kiwi, Karotte, Sellerie und Weizen bereiten oft Beschwerden. - Lebensmittelzusatzstoffe
Viele Neurodermitis Erkrankte reagieren auf Zusatzstoffe, wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Antioxidantien in industriell hergestellten Lebensmitteln. Fertigprodukte, wie Tiefkühlpizza, Eiscreme, Aufbackbrötchen oder Tütensuppen sollten daher gemieden werden. - Biogene Amine
Auch biogene Amine (z.B. Histamin, Tyramin und Serotonin) sind nicht selten problematisch. Sie stecken zum Beispiel in Rotwein, Sauerkraut, gereiftem Käse, Hefeextrakt, eingelegtem Fisch, Wurst, Erdbeeren oder Tomaten. - Allergiefördernde Lebensmittel
Häufig unverträglich für Neurodermitiker sind allergiefördernde Lebensmittel, die z.B. die Aufnahme von Allergenen oder biogenen Aminen erleichtern oder aber den Histaminabbau im Körper hemmen. Dazu zählen, z.B. säurereiche Lebensmittel wie Obst mit viel Fruchtsäure, Essig, Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee. - Entzündungsfördernde & entzündungshemmende Lebensmittel
Da Hautausschlag und Juckreiz der Neurodermitis durch Entzündungen kommen, hilft eine entzündungshemmende Ernährung mit möglichst wenig entzündungsfördernden (z.B. Schweinefleisch, Weizenprodukte, Zucker) und viel entzündungshemmenden Lebensmitteln (z.B. omega-3 reiche Öle und Gemüse). - Gesunde vollwertige Ernährung
Neurodermitis-Schübe können auch durch Infekte ausgelöst werden. Eine ausgewogene gesunde Ernährung mit Vollkorn, vielen Ballaststoffen, viel Gemüse und Obst stärkt das gesamte Immunsystem. Wer zu viel, zu ballaststoffarm und zu süß isst, verliert diesen Bonus. Außerdem legen wissenschaftliche Erkenntnisse nahe, dass die Ernährung auch bei psychischer Gesundheit (Depressionen) eine Rolle spielt - ein weiterer Faktor für Neurodermitis-Schübe.
Anleitung Ernährungstherapie
Anleitung zur Ernährungstherapie bei Neurodermitis
Eine Ernährungsumstellung bei Neurodermitis kann Symptome wie Hautrötungen und Juckreiz verringern oder sogar ganz abstellen. In der Ernährungstherapie wird festgestellt, ob Lebensmittel bei der Neurodermits eine Rolle spielen und wenn ja, welche es sind. Sie werden dann dauerhaft weggelassen.
Dafür wird eine abgewandelte Form der pseudoallergenarmen Diät angewendet. Dabei werden vermutete Auslöser für einen begrenzten Zeitraum vermieden, um herauszufinden was vertragen wird oder nicht. Sie wird daher auch Suchdiät genannt.
Das Verfahren für die Ernährungstherapie bei Neurodermitis ist aufwendig, aber notwendig, weil es keinen aussagekräftigen Test (Hauttest oder Bluttest) dafür gibt. Und diese Mühe lohnt sich sehr oft, denn selbst wenn Betroffene keine Allergie, Kreuzallergie, Pseudoallergie oder Intoleranz haben, kann Ernährung wie Medizin wirken und bei Neurodermitis helfen.
Anleitung: Wie finde ich die für mich unverträglichen Lebensmittel heraus?
Schritt 1: Diätphase
Ernähre dich für zirka 4 Wochen nach der Neurodermitis Lebensmittel Tabelle. Dort sind alle Lebensmittel aufgeführt, die häufig unverträglich sind - also möglicherweise verboten. Liegt noch kein Anhaltspunkt für die Auslöser der Neurodermitis vor, werden alle bekannten Auslöser vermieden. Beobachte, ob sich Juckreiz und Hautentzündungen bessern. Klingen bei der Neurodermitis-Diät die Beschwerden ab, gehörst du zu den Personen, bei denen sich die Neurodermitis durch Ernährung verbessert.
Schritt 2: Testphase
Im nächsten Schritt solltest du nach und nach Lebensmittel aus der Tabelle wieder essen und schauen, ob Symptome auftreten. Fange mit einem einzelnen Lebensmittel an und warte einige Tage. Alle Lebensmittel auf die du oder dein Kind tatsächlich reagiert, schreibst du auf deine individuelle "Verboten-Liste".
Beispiel: Esse an 3 aufeinander folgenden Tagen jeweils eine Portion gekochte Karotten. Sollten in dieser Zeit keine Symptome auftreten, so kannst du gekochte Karotten wieder essen und ein nächstes Lebensmittel testen.
Ernährungs- und Beschwerdeprotokoll führen
Die verzehrten Lebensmittel und Symptome sollten täglich in einem Ernährungstagebuch und Beschwerdeprotokoll aufgeschrieben werden. Dies hilft herauszufinden, welche Lebensmittel schlecht für dich sind. Nach ein paar Tagen oder Wochen zeigen sich oft erste Zusammenhänge: etwa Süßigkeiten und Weizenbrötchen am Wochenende - und Montag dann verstärkter Juckreiz.
Unterstützung durch Arzt oder Ernährungsberatern
Die individuell verträglichen Lebensmittel bei Neurodermitis herauszufinden ist nicht immer einfach, gerade wenn Kinder und Babys behandelt werden. Bei einer Ernährungsumstellung solltest du grundsätzlich einen Arzt oder Ernährungsberater befragen.
Neurodermitis Lebensmittel Tabelle
Diese Neurodermitis Lebensmittel Tabelle zeigt, welche Lebensmittel häufig verträglich oder unverträglich sind und Auslöser eines Neurodermitis Schubs sein können. Die Tabelle wird in der Ernährungstherapie verwendet, um herauszufinden, welche Lebensmittel Neurodermitis verschlimmern, wenn es noch keinen konkreten Verdacht auf einen bestimmten Auslöser der Symptome gibt. Welche Lebensmittel unverträglich sind, kann nicht pauschal beantwortet werden. Dies ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
häufig verträgliche Lebensmittel |
häufig unverträgliche Lebensmittel |
|---|---|
Getreide, Pseudogetreide, Müsli, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
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Getreide, Pseudogetreide, Müsli, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
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Gemüse /Gemüseprodukte alle Gemüsesorten (frisch oder tiefgefroren) außer den rechts aufgeführten. Erlaubt sind beispielsweise:
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Gemüse /Gemüseprodukte
außerdem:
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Obst/ Obstprodukte
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Obst/ Obstprodukte Saures Obst, wie
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Nüsse & Samen
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Nüsse & Samen
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Milch, Milchprodukte, Käse Milchprodukte von Ziege und Schaf in sehr kleinen Mengen, soweit verträglich:
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Milch, Milchprodukte, Käse
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Fleisch, Würste, Geflügel, Wild
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Fleisch, Würste, Geflügel, Wild
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Fisch & Meeresfrüchte
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Fisch & Meeresfrüchte
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Eier
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Eier
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Getränke
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Getränke
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Kräuter & Gewürze milde Kräuter und Gewürze, z.B.
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Kräuter & Gewürze
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Brotaufstriche, Snacks, Süßigkeiten
in sehr kleinen Mengen:
| Brotaufstriche, Snacks, Süßigkeiten
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Fette und Öle, Würzmittel, Sonstiges
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Fette und Öle, Würzmittel, Sonstiges
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Diese Neurodermitis Lebensmittel Tabelle Ernährung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Quellen dieser Tabelle zur Neurodermitis Diät
Hinweis: Die Lebensmittel-Tabelle gilt als Orientierungshilfe und Grundinformation für die Ernährungstherapie bei Neurodermitis. Beachte bitte, dass es sich um eine pauschale Liste handelt, die nicht auf deine individuelle Situation angepasst ist. Diese Lebensmittel-Tabelle berücksichtigt alle möglicherweise problematischen Lebensmittel. Welche Lebensmittel dem einzelnen Neurodermitiker Probleme bereiten, ist aber individuell sehr unterschiedlich. Es ist wichtig, nicht auf Dauer nach dieser pauschalen Tabelle zu essen, weil so unnötig verzichtet wird und eine ausgewogene Ernährung leiden kann. Die Diätphase dient dazu, die individuell unverträglichen Lebensmittel herauszufinden.
Tipps zur Ernährung
Tipps zur Ernährung bei Neurodermitis
Folgende Tipps und Hinweise zur Ernährung und zum Handeln solltest du bei Neurodermitis kennen:
- Selber kochen und backen hilft
Essen selbst herstellen hilft dabei, Zusatzstoffe konsequent zu meiden. Zusatzstoffe sind in Fertigprodukten nicht immer ausgewiesen. Sogenannte "Clean Labels" wie „natürlich“ oder "frei von Konservierungsstoffen" sind oft nur ein Verkaufstrick der Lebensmittelindustrie.
- Entzündungshemmer kennen
Kenne entzündungshemmende Lebensmittel, die in Gemüse, Obst und in Öl mit viel Omega-3 Fettsäuren (Leinöl, Hanföl, Algenöl oder Chiaöl) stecken. Finde die für dich verträglichen und esse diese in der täglichen Ernährung. - Entzündungsförderer kennen
Kohlenhydrate, die schnell vom Köper verarbeitet werden, aus Zucker und Weißmehlprodukten wirken entzündungsfördernd und sollten gemieden werden. - Zutatenliste studieren
Sollten doch einmal verarbeitete Lebensmittel auf den Teller kommen, muss die Zutatenliste sorgfältig studiert werden. Leider sind kritische Zusatzstoffe nicht immer leicht erkennbar. So wird zum Beispiel Essigsäure E260 zum Konservieren verwendet, was bei der Neurodermitis Ernährung kritisch ist. - Unverträglichkeiten von Zeit zu Zeit überprüfen
Lebensmittelunverträglichkeiten können im Laufe des Lebens wegfallen oder neu hinzukommen. Hast du eine individuelle Liste unverträglicher und verträglicher Lebensmittel erstellt, sollte diese nach einiger Zeit überprüft werden. Besonders wenn Beschwerden auftreten, ohne dass von der Liste abgewichen wurde oder andere Auslöser zu erkennen sind. - Probiotika & Präbiotika stärken Darm, Immunsystem und Haut
Ist diese Darmflora intakt, bietet die Schleimhaut einen ausreichenden Schutz gegen Krankheitserreger. Probiotika aus Nahrungsergänzungen oder in fermentierten Milchprodukten (Naturjoghurt, Buttermilch, Kefir, Schwedenmilch) können helfen, eine gesunde, widerstandsfähige Darmflora aufzubauen. Natürlich nur, wenn Milch verträglich ist und keine Unverträglichkeit vorliegt. Ebenso gut sind Präbiotika, z.B. ein bestimmter Ballaststoffe namens Inulin, der in Chicorée, Porree oder Topinambur vorkommt und manchmal Müslis zugesetzt oder als Pulver erhältlich ist. - Eine ausgewogene Ernährung hilft
Neurodermitis-Schübe können auch durch Infekte ausgelöst werden. Eine ausgewogene gesunde Ernährung stärkt den Körper gegen Krankheiten, weil sie den Körper ideal versorgt. - Es gibt keine pauschale Neurodermitis-Diät
Beachte, dass die Lebensmittel-Tabelle alle Lebensmittel auflistet, die vielleicht Probleme machen könnten. Es sollten aber immer nur tatsächlich unverträgliche Lebensmittel gemieden werden. Welche dies sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Wer unnötig auf viele Nahrungsmittel verzichtet, der versorgt seinen Körper auf Dauer nicht mehr mit allen nötigen Nährstoffen. Dies fördert Mangelernährung, Infekte und unnötigen Stress und führt vielleicht sogar zu neuen Neurodermitis-Schüben. - Magnesium hilft
Magnesium gilt als Anti-Stress Mineral und hilft bei allen stressbedingten Krankheiten. Esse viele magnesiumreiche Lebensmittel und probiere auch Magnesium-Kapseln. Wie gut du versorgt bist, kannst du beim Arzt oder mit einem Mineralstoff-Test zu Hause herausfinden. - Vitamin D bei Bedarf ergänzen
Bist du wenig draußen, nur eingecremt mit Sonnenschutz oder ist es Winter? Dann solltest du Vitamin D einnehmen. Wer unsicher ist, kann seinen Vitamin D-Status per Bluttest beim Arzt oder mit einem Selbsttest zu Hause ermitteln. - Rauchen vermeiden
Rauchen hemmt die Durchblutung der Haut und damit auch die Regeneration. - Sport & Entspannung hilft
Wer regelmäßig Sport treibt, kann den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen. Neurodermitis trifft oft sensible Menschen, die besonders auf Entspannung und wenig Stress achten sollten. - Ernährung kann Beschwerden lindern, aber keine Heilung bringen
Mit einer angepassten Ernährung können sich die Symptome der Neurodermitis verbessern oder sogar ganz verschwinden. Ein beschwerdefreies Leben kann möglich werden, eine Heilung jedoch nicht. - Baby Ernährung
Stille als Mutter dein Baby mindestens die ersten 4 Monate voll und führe vorher keine Beikost (Brei aus Obst, Getreide und Gemüse) ein. Dies verringert nachweislich das Risiko an Neurodermitis zu erkranken. Besonders wichtig ist dies, wenn bereits Allergien in der Familie vorkommen und das Kind Milchschorf an Gesicht, Armen und Beinen hat. Starte also möglichst spät dein Baby oder Kleinkind zu füttern und wähle allergiearme Lebensmittel der Neurodermitis-Tabelle.
- Ernährung allein ist zu wenig
Wenn die angepasste Ernährung nicht hilft, solltest du unbedingt Behandlungskonzepte wählen, die alle krankheitsauslösenden Faktoren (z.B. Stress) einbeziehen.
Quellen
- Prof. Dr. Traidl-Hoffmann, C: Was sind die Risikofaktoren für Neurodermitis (atopisches Ekzem)?, Helmholtz Zentrum München
- Drucker, A. M., et al: Gluten intake and risk of psoriasis, psoriatic arthritis, and atopic dermatitis among United States women. Doi:10.1016/j.jaad.2019.08.007
- von Dr. med. Fleck, A ; Dr. med. Riedl,M ; Dr. med. Klasen, J: Die Ernährungs-Docs – Gesunde Haut: Die besten Ernährungsstrategien bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne & Co, 10. September 2019
- Technische Hochschule Rosenheim: Ernährung bei Kindern mit Neurodermitis, th-rosenheim.de
- Neurodermitis - Symptome und Therapien, allergieinformationsdienst.de
- Reese I, Zuberbier T, Bunselmeyer B, Erdmann S, Henzgen M, Fuchs T, Jäger L, Kleine-Tebbe J, Lepp U, Niggemann B, Raithel M, Saloga J, Vieths S, Werfel T: Diagnostisches Vorgehen bei Verdacht auf eine pseudoallergische Reaktion durch Nahrungsmittelinhaltsstoffe, Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) und der Gesellschaft für pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA)
- Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (Daab), Neurodermitis: Ernährungseinfluss - Fakt oder Mythos?
- Ahrens, Frank et al: ULLAs Praxis – Die Umsetzung der Leitlinie Atopische Dermatitis in die Praxis, Pädiatrische Allergologie 12, 2/2009
- Neurodermitis (Atopisches Ekzem / Dermatitis), Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB)
- gesund.bund.de: Krankheit Neurodermitis ICD-Code: L20 Atopisches (endogenes) Ekzem, Stand: 18.03.2021
ALle Internetlinks geprüft am 13. Juni 2026, letzte Aktualisierung am 13. Juni 2026.
