nach oben

Schwefelhaltige Lebensmittel

Schwefel ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, den der Körper über die Nahrung aufnehmen muss. Schwefelhaltige Aminosäuren sind am Aufbau von Haut, Knorpel und Bindegewebe beteiligt

Inhaltsverzeichnis
  1. Die 20 besten Lebensmittel mit Schwefel
  2. Tabelle: Schwefelhaltige Lebensmittel
  3. Bedarf und Dosierung von Schwefel
  4. MSM: Nahrungsergänzung mit organischem Schwefel
  5. Schwefel in der Lebensmittelindustrie
PDF: Schwefelhaltige Lebensmittel

Top-20-Tabelle – die besten schwefelhaltigen Lebensmittel übersichtlich zusammengefasst

Drucke Dir JETZT die schwefelhaltigen Lebensmittel im PDF Format aus

Nie wieder lange nach passenden Lebensmitteln suchen

Die wichtigsten Schwefelquellen auf einen Blick

Ideal für Küche, Einkauf & Ernährungsplanung

Screenshot Schwefelhaltige Lebensmittel

€ 7,99 (inkl. MwSt)

Schwefelhaltige Lebensmittel

Schwefel ist ein Mineralstoff, der in jeder Zelle des Körpers vorhanden ist. Der menschliche Körper besteht sogar zu etwa 0,2 Prozent aus Schwefel. Schwefel ist wichtig für den Stoffwechsel und das Immunsystem. Das Mineral wirkt an etlichen Stoffwechselvorgängen im Körper mit und an dessen Entgiftung. Ohne Schwefel können sich Gelenke, Knorpel, Haut und Blutgefäße nicht regenerieren. Einigen schwefelhaltigen Aminosäuren werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte zugeschrieben. Die Studienlage dazu ist bisher jedoch nicht eindeutig.

Ein eigenständiger Schwefelmangel ist bei ausreichender Eiweißzufuhr wissenschaftlich nicht belegt. Ein Mangel an schwefelhaltigen Aminosäuren entsteht meist nur im Rahmen einer allgemeinen Eiweißunterversorgung. Dennoch ist für eine gesunde Ernährung interessant, welche schwefelhaltigen Lebensmittel es gibt.


Die 20 besten Lebensmittel mit Schwefel

Dass Knoblauch durch die schwefelhaltige Verbindung Alliin besonders gesund ist, ist bekannt. Aber hättest du gewusst, das Schwefel auch in diesem Gemüse, Obst, Kernen und Getreide steckt?

Vegane schwefelhaltige Lebensmittel

Sojabohnen

Sojabohnen haben stolze 400 mg Schwefel pro 100 g. Edamame und Tofu haben 160 mg.

Nüsse

Besonders Erdnüsse haben mit 384 mg Schwefel einen hohen Gehalt. Aber auch Pistazien (255 mg), Macadamia-Nüsse (250 mg), Cashews (210 mg), Mandeln (140 mg) und Walnüsse (130 mg) sind gute Schwefelquellen.

Kerne und Samen

Alle Kerne und Samen sind schwefelreich, besonders viel haben Sonnenblumenkerne (280 mg), Sesam (230 mg) und Leinsamen (220 mg)

Weizenkeime

Weizenkeime haben 250 mg Schwefel pro 100g.

Haferflocken

Haferflocken haben 200 mg Schwefel pro 100g.

Vollkorn-Couscous

Vollkorn Couscous hat 194 mg Schwefel pro 100g.

Vollkorngetreide

Das volle Korn von Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste hat 150 mg Schwefel. Vollkornbrote, Vollkornnudeln oder Vollkornpizzateig liefern viel Schwefel.

Brokkoli

Brokkoli ist das beste schwefelhaltige Gemüse. Es enthält 130 mg Schwefel pro 100g. Ein ganzer Brokkoli (500 g) also 700 mg.

Grünkern

Grünkern hat 140 mg Schwefel pro 100g.

Lollo rosso Salat

Lollo rosso hat 87 mg Schwefel pro 100g.

Kohl

Grünkohl, Wirsingkohl, Spitzkohl, Rosenkohl haben ungefähr 80 mg Schwefel pro 100g.

Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebel, Lauch, Knoblauch haben 58 mg Schwefel pro 100g.

Erbsen

Erbsen haben 54 mg Schwefel pro 100g.

Feldsalat

Feldsalat geht auch zu den schwefelhaltigen Lebensmittel. Es hat 48 mg Schwefel pro 100g.

Johannisbeeren

Johannisbeeren haben 29 mg Schwefel pro 100 g.

Zucchini

Zucchini haben 29 mg Schwefel pro 100 g.


Tierische schwefelhaltige Lebensmittel

Tierische Lebensmittel sollten aus mehreren Aspekten (Umwelt, Ethik, Gesundheit) nur begrenzt gegessen werden. Nachfolgende sind jedoch gute Schwefelquellen. 

Fisch

Viele Fischsorten zählen zu den schwefelhaltigen Lebensmitteln, z.B. Rotbarsch (290 mg), Kabeljau (278 mg), Seelachs (276 mg), Lachs (275 mg) oder Matjes (242 mg).

Schweinefleisch

Schweinefleisch hat 279 mg Schwefel pro 100 g.

Rindfleisch

Rindfleisch hat 278 mg Schwefel pro 100 g.

Käse

Die meisten Käsesorten gehören zu den schwefelhaltigen Lebensmitteln, z.B. Gouda, Edamer, Butterkäse, Camembert. Sie haben 240 mg Schwefel pro 100 g.

Eier

Eier haben 180 mg Schwefel pro 100 g. Ein Ei (55g) liefert also 95 mg Schwefel.

 

Wichtig zu wissen: Der Schwefel in Lebensmitteln wie Nüssen, Kohl oder Fleisch ist organisch gebunden – vor allem in den Aminosäuren Methionin und Cystein. Das ist ein anderer Stoff als Sulfit (Schwefeldioxid, E 220–E 228), das Wein oder Trockenobst als Zusatzstoff zugesetzt wird. Wer auf Sulfit empfindlich reagiert, verträgt die schwefelhaltigen Lebensmittel aus dieser Liste in der Regel trotzdem problemlos.


PDF: Schwefelhaltige Lebensmittel

Top-20-Tabelle – die besten schwefelhaltigen Lebensmittel übersichtlich zusammengefasst

Drucke Dir JETZT die schwefelhaltigen Lebensmittel im PDF Format aus

Nie wieder lange nach passenden Lebensmitteln suchen

Die wichtigsten Schwefelquellen auf einen Blick

Ideal für Küche, Einkauf & Ernährungsplanung

Screenshot Schwefelhaltige Lebensmittel

€ 7,99 (inkl. MwSt)

Tabelle: Schwefelhaltige Lebensmittel

Wo ist Schwefel enthalten und wie viel? Wer viel Schwefel essen will, bekommt mit dieser Tabelle Auskunft. Alle Schwefelangaben in Milligramm (mg) pro 100 g.

Pflanzliche Lebensmittel mit viel Schwefel

Lebensmittel Schwefel in mg pro 100 g
MSM Methylsulfonylmethan Pulver 16.000
Brunnenkresse (Pulver) 1.289
Petersilienblatt (Pulver) 916
Borretsch (Pulver) 608
Zitronenmelisse (getrocknet) 511
Spirulina Pulver 460
Sojabohnen 400
Erdnuss, Erdnussmus 384
Champignon (getrocknet) 364
Bierhefe 350
Rotalge (getrocknet) 316
Paranuss 315
Rübenblatt (getrocknet) 311
Limabohne (getrocknet) 306
Hefe 300
Sonnenblumenkerne 280
Pistazie 255
Weizenkeime 250
Macadamianuss 250
Brennnessel Pulver 233
Sesam 230
Leinsamen 220
Cashew / Cashewnuss 210
Sojamehl 206
Haferflocken 200
Haferkleieflocken 200
Kresse (Gartenkresse) 200
Senf 200
Couscous 194
Vollkornnudeln 190
Küchenkräuter 190
Mungobohnen 190
Kidneybohnen (getrocknet) 186
grüner Tee 180
Haselnussmus 164
Kürbiskern 162
Haselnuss 161
Tofu 160
Pinienkerne 152
Pekannuss 150
Mandeln, Mandelmehl 150
Pfirsichkern 150
Mohn 150
Ingwerpulver 150
Bitterschokolade mit Nüssen 147
Weizenvollkorn 140
Roggen, Roggenmehl 140
Grünkern 140
Mandeln, Mandelmus 140
Spirulina getrocknet 139
Brokkoli 130
Walnüsse 130
Erbsen (getrocknet) 130
Linsenmehl 124
Knäckebrot mit Sesam 123
Gerste, Gerstengraupen, Gerstenmehl 120
Vollkornbrötchen mit Sonnenblumenkernen 98
Wirsingkohl 88
Lollo rosso Salat 87
Rosenkohl 86
Pfefferminze frisch 84
Grünkohl 84
Schnittlauch 80
Spitzkohl 70
Mungobohnensprossen 78
Rotkohl 75
Chinakohl 67
Blumenkohl 61
Zwiebeln 58
Knoblauch 57
Weißkohl 54
Erbsen (frisch) 54
Linsen 54
getrocknete Tomaten 48
Feldsalat 48
Portulak 48
Johannisbeeren 29
Zucchini 29

Tierische Lebensmittel mit viel Schwefel

Lebensmittel Schwefel in mg pro 100 g
Aal 442
Garnele 360
Fischrogen, Kaviar 300
Krabben 300
Jakobsmuschel 300
Venusmuschel 300
Gans 300
Taubenfleisch 300
Seelachs (Köhler) 291
Rotbarsch 290
Tintenfisch 289
Ente 286
Schweinefleisch 279
Kabeljau 278
Rindfleisch 278
Seelachs (Köhler) 276
Lachs geräuchert 275
Parmaschinken 267
Kabeljau 266
Zander 253
Rumpsteak 252
Parmesan 250
Schmelzkäse 250
Lachs 249
Matjes geräuchert 242
Gouda 240
Edamer 230
Camembert 230
Seelachs (Köhler) 230
Danablu Käse 220
Butterkäse 210
Sprotte 200
Hühnerei 180
Bratwurst 120

Bedarf und Dosierung von Schwefel

Die Bedeutung des Schwefels ist nach wie vor kaum bekannt. Einen offiziellen Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es nicht. Wissenschaftler sprechen bei gesunden Menschen von einem täglichen Schwefelbedarf von 20 mg/kg pro Tag:

  • Erwachsene (60 kg) benötigen 1200 mg Schwefel.
  • Erwachsene (80 kg) benötigen 1600 mg Schwefel.

In Studien zu MSM (Methylsulfonylmethan; organische Schwefelverbindung, die als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt wird) wurden Dosen von 3.000 bis 6.000 mg (3-6 Gramm) pro Tag eingesetzt und meist gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden. Eine solche Dosierung sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft erfolgen.

Einen möglicherweise erhöhten Bedarf haben:

  • Kinder in Wachstumsphasen,
  • Extremsportler und
  • Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen.

In der Komplementärmedizin wird Schwefel bzw. MSM ergänzend bei Arthrose, Rheuma, Heuschnupfen, Rosazea, Rückenschmerzen, Schwermetallbelastung, erhöhten Blutfettwerten oder Fibromyalgie eingesetzt. Ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis fehlt für die meisten dieser Anwendungen bisher. Bei ernsthaften Erkrankungen wie Krebs ersetzt Schwefel keine ärztliche Behandlung.

Bei Colitis ulcerosa wird teils eine schwefelärmere Ernährung diskutiert, da sulfatreduzierende Darmbakterien möglicherweise eine Rolle spielen. Die Studienlage ist noch nicht eindeutig. Eine Ernährungsumstellung sollte mit einer Fachperson abgestimmt werden.


Vegane Ernährung

Tierisches Eiweiß enthält mehr schwefelhaltige Aminosäuren als pflanzliches Eiweiß, daher sollten Veganer auf die Versorgung mit genügend Schwefel achten und viel schwefelhaltiges Gemüse, Getreide, Kerne und Obst essen. Spitzenreiter bei schwefelhaltigem Gemüse sind Brokkoli, Lollo rosso Salat, Zwiebeln, Erbsen, Feldsalat und Zucchini.


MSM: Nahrungsergänzung mit organischem Schwefel

Ernährungswissenschaftler wie Dr. Anne Fleck empfehlen, bei chronischen Entzündungskrankheiten wie Rheuma, Schmerzkrankheiten (Rückenschmerzen oder Fibromyalgie) oder Schwermetallvergiftungen Methylsulfonylmethan (MSM) einzunehmen. MSM ist eine weiße, geruchlose, leicht bitter schmeckende, kristalline Substanz, die 34 % Schwefel enthält. Idealerweise wählt man sie als MSM-Kapseln ohne Zusatzstoffe. Eine Einnahme sollte individuell mit einer Fachperson abgestimmt werden.

Spare 10% auf deine Bestellung bei NatureHeart! Gutschein Code KOCHENOHNE

Schwefel in der Lebensmittelindustrie

Anders als der organisch gebundene Schwefel aus Lebensmitteln (siehe oben) wird Sulfit/Schwefeldioxid (E 220, E 221, E 228) Lebensmitteln gezielt als Zusatzstoff beigefügt.

Sulfit gehört zu den 14 häufigsten Auslösern von Unverträglichkeiten und muss laut EU-Verordnung als häufige Allergie- oder Unverträglichkeitsauslöser gekennzeichnet werden. Betroffen sind vor allem Menschen mit einem Mangel des Enzyms Sulfitoxidase – ein molybdänabhängiges Enzym, das Sulfit im Körper abbaut – oder mit Pseudoallergien. Als Zusatzstoff muss Schwefel deshalb in der Zutatenliste oder auf der Verpackung gekennzeichnet werden.


PDF: Schwefelhaltige Lebensmittel

Top-20-Tabelle – die besten schwefelhaltigen Lebensmittel übersichtlich zusammengefasst

Drucke Dir JETZT die schwefelhaltigen Lebensmittel im PDF Format aus

Nie wieder lange nach passenden Lebensmitteln suchen

Die wichtigsten Schwefelquellen auf einen Blick

Ideal für Küche, Einkauf & Ernährungsplanung

Screenshot Schwefelhaltige Lebensmittel

€ 7,99 (inkl. MwSt)

Quellen

  1. Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) Version 3.02, Lebensmittelnährwert-Datenbank des  Max Rubner-Instituts im Auftrag des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
  2. Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann: MSM (Methylsulfonylmethan). 10/2017. Bereich Phytotherapie, Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg im Breisgau.

Alle Internetlinks geprüft am 06. Juni 2026, letzte Aktualisierung am 24. August 2026.

Autor
Sabine Theiding
Diplom Verw.- wirtin, Medizinautorin
Sabine gründete kochenOHNE 2008 aus eigener Betroffenheit – und baut seitdem aus fast 20 Jahren Erfahrung, Recherche und gelebtem Alltag echtes Wissen auf.
Geprüft von
Anna Plümacher
M.Sc. Ernährungswissenschaft | Ökotrophologin (B.Sc.)
Anna hat Ernährungswissenschaften nicht nur studiert – sie hat darin geforscht. Bei kochenOHNE sorgt sie dafür, dass unsere Texte fachlich stimmen und trotzdem verständlich bleiben.

Du möchtest, dass wir weiterhin Unabhängig sind? Unterstütze uns: * Markierungen sind Affiliate Links. Das sind Verweise zu Partner-Unternehmen. Wenn du auf den Link klickst und darüber einkaufst, entstehen keine Zusatzkosten für dich. Wir erhalten hierfür eine geringe Provision.