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Die Fettleber Ernährung

Die richtige Ernährung spielt bei einer Fettleber eine wichtige Rolle. Was wir essen und trinken, ist nicht nur die Ursache der Fettleber. Ernährung und Lebensstil sind die wichtigsten Hebel, um eine Fettleber zu bessern – denn Medikamente speziell gegen Fettleber existieren bislang nicht. Lies, welche Ernährung mit welchen Lebensmittel bei Fettleber helfen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist eine Fettleber?
  2. Wie merke ich eine Fettleber?
  3. 11 Grundsätze der Fettleber Ernährung
  4. Fettleber Lebensmittel-Tabelle (PDF)
  5. Die Bedeutung der Ernährung
  6. Fasten für die Leber
  7. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Ernährung bei Fettleber
Fettleber Ernährung

Was ist eine Fettleber?

Fettleber nennt man eine Leber, die zu viel Fett eingelagert hat. Steatotische Lebererkrankung wird die Fettleber in Fachkreisen genannt. Sie entsteht durch eine langfristig zu hohe Energiezufuhr, Bewegungsmangel, Übergewicht und/oder Stoffwechselstörungen. Die Fettleber zählt zu den häufigsten Lebererkrankungen. In Westeuropa sind schätzungsweise etwa 25 % der Erwachsenen betroffen, und auch bei Kindern wird die Erkrankung zunehmend häufiger festgestellt.

Die Leber ist die Schaltzentrale des Stoffwechsels, die rund 500 verschiedene biochemische Prozesse ausführt. Sie baut Schadstoffe, Medikamente und Stoffwechselprodukte ab und macht sie für die Ausscheidung verfügbar. Darüber hinaus reguliert den Blutzuckerspiegel und speichert Vitamine und Metalle wie Eisen.


Warum ist eine Fettleber gefährlich?

Bei einem Teil der Betroffenen kann sich aus einer einfachen Fettleber eine Leberentzündung (Steatohepatitis) entwickeln. Studien schätzen dieses Risiko unterschiedlich ein – je nach Studie und Patientengruppe liegt es zwischen 10 und 30 %. Wer zusätzlich an Diabetes, Übergewicht oder erhöhten Blutfettwerten leidet, hat ein deutlich höheres Risiko. Wird sie nicht behandelt, kann eine Leberzirrhose entstehen. Dabei wird gesundes Lebergewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt, wodurch die Leber ihre Aufgaben immer schlechter erfüllen kann. Als wichtigstes Stoffwechselorgan steuert die Leber zum Beispiel Blutzucker, Fettverdauung und Kohlenhydratstoffwechsel. Sie speichert Nährstoffe, entgiftet den Körper und bildet wichtige Enzyme und Hormone.

Menschen mit Fettleber haben außerdem ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie für Leberkrebs.


Ursachen: Wie entsteht eine Fettleber?

Die alkoholische Fettleber entsteht durch einen übermäßigen Alkoholkonsum. Bei Frauen gilt bereits eine Menge von 150 ml Wein oder 0,3 Liter Bier pro Tag als leberschädigend - bei Männern die doppelte Menge.

Am häufigsten tritt die nicht-alkoholische Fettleber auf. Sie betrifft Erwachsene und auch immer mehr Kinder. Ausgelöst wird sie häufig durch eine falsche Ernährung oder zu wenig Bewegung. Viele Betroffene leiden unter Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) oder Diabetes mellitus Typ 2. Besonders Menschen mit dickem Bauch (“Apfelform”) sind betroffen. Es gibt aber auch normalgewichtige und sogar dünne Menschen, die an einer Verfettung der Leber leiden. Die Schlanken mit versteckten Fettablagerungen werden TOFI (thin outside fat inside) genannt. Bei Menschen mit Fettleber werden häufig niedrige Spiegel bestimmter B-Vitamine – insbesondere Folsäure und Vitamin B12 – beobachtet. Ob ein Mangel die Erkrankung begünstigt oder umgekehrt entsteht, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.

Seltener verursachen Krankheiten, die genetische Veranlagung oder die Einnahme von Medikamenten eine Fettleber.


Wie merke ich eine Fettleber?

Symptome: Wie merke ich, dass ich eine Fettleber habe?

Die Fettleber gehört zu den sogenannten „stillen Erkrankungen“ – das heißt: Sie verursacht oft lange keine spürbaren Symptome. Viele Betroffene wissen deshalb gar nicht, dass ihre Leber bereits verfettet ist. Erste Warnzeichen treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium auf.

Typische Symptome einer Fettleber können sein:

  • Müdigkeit und Erschöpfung, auch ohne körperliche Anstrengung
  • Konzentrationsschwierigkeiten (Gehirnnebel, brainfog)
  • Völlegefühl, Blähungen oder Druck im rechten Oberbauch
  • Gewichtszunahme, besonders am Bauch
  • Erhöhte Leberwerte (z.B. GOT, GPT, Gamma-GT) im Blutbild

Aber: Diese Beschwerden sind unspezifisch und können viele Ursachen haben. Eine sichere Diagnose ist daher nur durch ärztliche Untersuchung möglich – meist per Ultraschall oder Blutuntersuchung.


11 Grundsätze der Fettleber Ernährung

Um eine Fettleber zu heilen oder ihr vorzubeugen, solltest du deine Ernährung dauerhaft auf eine lebergesunde Ernährung umstellen. Das Ziel dabei ist, die eingelagerten Fettmengen in den Leberzellen zu reduzieren. Dafür ist meist eine Kombination aus angepasster Ernährung, mehr Bewegung und – bei Übergewicht – einer Gewichtsabnahme sinnvoll. 

Die Fettleber Ernährung basiert auf folgenden 11 Grundsätzen:

1) Essenspausen und Essensmenge

Die Leber braucht Pausen zwischen den Mahlzeiten. Regelmäßige Essenspausen können dabei helfen, die tägliche Energieaufnahme zu reduzieren. Viele Menschen kommen mit zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag ohne ständiges Snacken gut zurecht. Entscheidend ist jedoch vor allem die langfristige Energiebilanz und die Qualität der Ernährung.

Da eine dauerhaft zu hohe Energieaufnahme die Entstehung einer Fettleber begünstigt, ist eine Reduktion der Kalorienzufuhr häufig sinnvoll. Besonders stark verarbeitete Kohlenhydrate und zuckerreiche Lebensmittel sollten eingeschränkt werden.


2) Gemüse als Hauptbestandteil

Iss hauptsächlich Gemüse, Salat, Kräuter und zuckerarmes Obst. Gemüse enthält viele Vitamine, Folsäure, Ballaststoffe und andere Vitalstoffe. Es hält lange satt und hat wenig Kalorien.


3) Genügend Eiweiß

Eine eiweißreiche Ernährung kann helfen, Muskelmasse zu erhalten und den Stoffwechsel zu unterstützen. Iss Nüsse, Hülsenfrüchte, fettarme Milchprodukte, Eier, Tofu, Fisch oder Geflügel. Als Orientierung werden bei Fettleber häufig Mengen zwischen 1,2 und 1,5 g pro kg Körpergewicht genannt (das sind zum Beispiel 120 g für eine 80 kg schwere Person). Wichtig: Bei fortgeschrittener Lebererkrankung (z. B. Leberzirrhose) können andere Grenzwerte gelten. Sprich die für dich passende Menge am besten mit einer Ernährungsfachkraft oder deinem Arzt ab.


4) Gesunde Öle und Fette

Bevorzuge ungesättigte Fettsäuren aus Olivenöl, Rapsöl, Nüssen, Samen und Avocados. Stark verarbeitete Lebensmittel sowie größere Mengen gesättigter Fettsäuren aus fettreichen Wurstwaren sollten dagegen nur selten auf dem Speiseplan stehen. Dies ist wichtig für eine lebergesunde, entzündungshemmende Ernährung und verbessert die Immunabwehr. 


5) Kohlenhydrate und Stärke reduzieren

Große Mengen schnell verfügbarer Kohlenhydrate können die Fetteinlagerung in der Leber begünstigen. Studien zeigen, dass eine kohlenhydratreduzierte Ernährung bei vielen Betroffenen helfen kann, Leberfett zu reduzieren. Reduziere deshalb Kohlenhydrate mit viel Stärke (wie Weißbrot, Nudeln und Reis). Sie steigern den Blutzucker und das Insulin. Bevorzuge ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte. Geeignet ist auch resistente Stärke, zum Beispiel in Kartoffelsalat, Linsen, Hülsenfrüchten, Kochbananen, Sushi. Sie wird im Dünndarm nur teilweise verdaut und ist gut für Darmflora und Insulinsensivität.


6) Zucker und Fructose meiden

Zucker und besonders Fruchtzucker (Fructose) können die Fetteinlagerung in der Leber fördern und tragen möglicherweise zu einer geringeren Sättigungswirkung bei. Meide Süßigkeiten, Alkohol, Limonaden, Fruchtsäfte und versteckten Zucker in Fertigprodukten wie Ketchup oder Brot.


7) Darm stärken

Zwischen Darm und Leber besteht eine enge Verbindung („Darm-Leber-Achse“). Ein vielfältiges Darmmikrobiom kann zur allgemeinen Stoffwechselgesundheit beitragen und möglicherweise auch die Leberfunktion unterstützen. Iss probiotische und präbiotische Lebensmittel wie Sauerkraut, Gemüse, Salat, Apfel oder Grünkohl. Ergänze mit FlohsamenschalenInulin oder Bifidobakterien und Lactobakterien mit täglich 10 Milliarden Lebendkulturen.


8) Bitterstoffe nutzen

bittere Lebensmittel wie Artischocken, Rucola, Kaffee, Löwenzahn oder Chicorée werden traditionell zur Unterstützung von Leber und Gallenfluss eingesetzt. In der Küche lassen sie sich gut integrieren – zum Beispiel als Salat oder gedünstet als Beilage. Ergänze Bitterstoffe mit Lebertees wie Löwenzahntee oder nimm Bitterstoffe (3-mal täglich als Tropfen) oder als Kapseln mit Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn.

Hinweis: Für pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel wie Mariendistel-Extrakte ist die klinische Datenlage bei Fettleber bisher begrenzt; sie ersetzen keine Ernährungsumstellung.


9) Nährstoffe für die Leber

Unterstütze die Leber mit wichtigen Nährstoffen, die der Leber bei ihrer Arbeit helfen:

  • B-Vitamine: Fördern Stoffwechsel und Entgiftung.
  • Omega-3-Fettsäuren: Schützen vor Entzündungen und oxidativem Stress.
  • Alpha-Liponsäure: Ein körpereigenes Antioxidans, das in Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit Lebergesundheit untersucht wird. Die bisherige Studienlage bei Fettleber ist jedoch begrenzt und nicht ausreichend, um eine gezielte Empfehlung zu begründen. Wer Alpha-Liponsäure als Nahrungsergänzungsmittel in Betracht zieht, sollte dies mit einem Arzt besprechen.
  • Vitamin E: Für Vitamin E gibt es erste Studiendaten, die bei bestimmten Formen der nicht-alkoholischen Steatohepatitis (MASH) einen positiven Effekt zeigen – allerdings nur in hohen Dosen und unter ärztlicher Aufsicht. Auch hier gilt: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für Ernährungsumstellung und Bewegung.

Eine der Funktionen der Leber ist die Aufnahme von Nährstoffen. Bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen können Nährstoffmängel auftreten. Ob Nährstoffe wie Zink, Magnesium, Kalium und Kalzium fehlen, kann ein Bluttest beim Arzt oder von Cerascreen zeigen. 


10) Frisch kochen

Meide Fertigprodukte, da sie oft Zucker und Zusatzstoffe enthalten, die die Leber belasten. Frische Lebensmittel liefern zudem mehr Vitamine, Mineralstoffe und Nährstoffe, die deine Gesundheit fördern und die Leber entlasten. Unsere Fettleber Rezepte helfen dir dabei.


11) Abnehmen bei Übergewicht

Bei Übergewicht hilft schon das Abnehmen von 5 % (z.B. von 90 kg auf 85 kg), um Leberfett abzubauen. Setze auf nachhaltige Methoden wie Intervallfasten oder Kalorienreduktion.


Gesunder Lebensstil bei Fettleber

Die Ernährung allein reicht aber noch nicht aus: Wichtig für eine gesunde Leber ist auch ein gesunder Lebensstil:

  • Schlaf

Bei einer Fettleber ist ausreichend erholsamer Schlaf besonders wichtig, denn ausreichend Schlaf unterstützt wichtige Regenerations- und Stoffwechselprozesse. Achte auf regelmäßige Schlafzeiten und ausreichend Schlaf.

  • Bewegung, Sport

Du solltest täglich mindestens 30 Minuten aktiv sein. Bewegung unterstützt die Genesung. Bereits ausgedehnte Spaziergänge tun eine Menge für die körperliche Erholung, da diese die Durchblutung steigern, der Körper mehr Sauerstoff erhält, die Verdauung angeregt und der Energieumsatz gesteigert wird. Egal ob Dehnung, Yoga, Aerobic, Joggen, Seilspringen oder Fahrradfahren. Wähle eine Sportart, die dich fordert, aber nicht überfordert und Freude bereitet.

Weitere Tipps gegen Fettleber

  • Filterkaffee, der heimliche Unterstützer

Studien haben zudem gezeigt, dass auch Filterkaffee die Leber unterstützen kann und sich Leberwerte beim täglichen Konsum von 2-3 Tassen Kaffee verbessern. Denn neben Bitterstoffen enthält Kaffee noch weitere Stoffe, die die Entgiftung der Leber unterstützen und so ihrer Regeneration fördern. Dieser positive Effekt des Kaffeetrinkens soll auch bei entkoffeiniertem Kaffee gelten.


Fettleber Lebensmittel-Tabelle (PDF)

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Lebensmittel-Tabelle für die Fettleber Ernährung

In der folgenden Leber Ernährungstabelle kannst du sehen, welche Lebensmittel bei einer Fettleber empfehlenswert und welche Lebensmittel nicht zu empfehlen sind. Diese Liste kannst du nutzen, um dir selbst gesunde Mahlzeiten für die Leber zu kreieren.

Obst bei Fettleber

geeignetes Obst

nicht geeignetes Obst

150 - 200 g zuckerarmes Obst täglich:
Äpfel
Aprikose
Avocado
Beeren
Brombeere
Cranberry
Erdbeere
Heidelbeere
Himbeere
Holunder
Johannisbeere (rot)
Kokos
Limetten
Papaya
Pfirsich
Preiselbeere
Quitten
Rhabarber
Sanddorn
Zitronen

selten, in Maßen:
Banane (wenig reif)
Sauerkirsche
Kiwi
Wassermelone
Zwetschge
Grapefriut
Orange
Eierpflaume
Stachelbeere

Zuckerreiches Obst:
Ananas
Banane (reif)
Birne
Dattel
Feige (frisch)
Granatapfel
Hagebutte
Honigmelone
Kirsche
Litschi
Mandarine
Mango
Mirabelle
Nashi-Birne
Nektarine
Physalis
Weintraube

Außerdem:
Apfelmus (fertig gekauft)
gezuckerte Früchte und Obstkonserven
Marmeladen
Smoothies
Trockenobst (z.B. Rosinen, Datteln, Aprikosen)

Gemüse bei Fettleber

geeignetes Gemüse

nicht geeignetes Gemüse

Gemüse = Hauptbestandteil der Ernährung
- mindesten 3 Portionen Tag (400 - 1000 g)
- am besten gedünstet

Artischocke
Algen
Bambussprossen
Blumenkohl
Brokkoli
Champignon
Chinakohl
Esskastanie
Feldsalat
Fenchel
Frühlingszwiebeln
grüne Bohnen
Gurke
Grünkohl, gekocht
Karotte, Möhren
Mairübe
Knoblauch
Kohl, alle Sorten
Kohlrabi
Kürbis
Lauch
Löwenzahn
Mangold
Pastinake
Pak Choi
Pilze
Portulak
Radieschen
Rettich
Rosenkohl
Rote Beete
Rotkohl
Rucola
Selleriegrün, Wurzelsellerie
Salate (alle Sorten)
Sojasprossen
Spargel
Spinat
Sauerampfer
Sauerkraut
Steckrübe
Weißkohl
Wirsingkohl
Zucchini
Zwiebeln

Hülsenfrüchte:
- auf Verträglichkeit achten

Buschbohne
Dicke Bohnen
Erbsen
Erdnüsse
Grüne Bohnen
Gelbe Bohnen
Platterbsen
Kidneybohnen
Kichererbsen
Linsen
Lupinen
Mungobohnen
Sojabohnen, Edamame, Tofu
Weiße Bohne
schwarze Bohnen
Zuckerschoten





Fertiglebensmittel
Krautstalat, Gewürzgurken
Dosengemüse (z.B. Mais, Erbsen, Spargel, Champignons)

Nur in kleinen Mengen erlaubt
Kartoffeln (viel Stärke)
Mais (viel Zucker)
Süßkartoffeln (viel Zucker)


Aubergine
Chili
Kartoffeln
Paprika
Tomaten

Gewürze bei Fettleber

geeignete Kräuter und Gewürze

nicht geeignete Gewürze & Heilpflanzen

Basilikum (frischer)
Bärlauch
Borretsch
Bohnenkraut
Brennessel
Curry
Gewürznelke
Ingwer (frisch)
Kresse
Knoblauch
Koriander
Kümmel
Kreuzkümmel (Cumin)
Kurkuma
Löwenzahn
Lorbeer
Majoran
Meerettich
Muskat
Oregano
Piment
Rosmarin
Salbei (als Gewürz)
Sellerie
Schwarzkümmel
Schwarzer Pfeffer
Senf
Thymian
Vanille
Zimt (Ceylon)

Heilpflanzen, Tee
Ginkgo
Hagebutte
Kamille
Pfefferminze
Salbei

Chili
Zimt (in großen Mengen)

Nüsse und Samen bei Fettleber

geeignete Nüsse und Samen

nicht geeignete Nüsse und Samen,

Akaziensamen
Chiasamen
Flohsamenschalen
Hanfsamen
Kokosnuss (Kokosraspeln)
Kürbiskerne
Leinsamen
Macadamianüsse
Mandeln
Mohn
Pinienkerne
Pistazien
Sonnenblumenkerne
Sesam
Walnüsse

Cashewnüsse
gesalzene Nüsse
kandierte Nüsse

Getreide und Pseudogetreide bei Fettleber

Geeignetes Getreide

Nicht geeignetes Getreide

Kohlenhydrate sparen
- zirka 100 g Vollkorn-Getreide pro Tag erlaubt

Mehle, Nudeln oder Beilagen aus
Amaranth
Buchweizenvollkorn
Dinkelvollkorn
Einkorn Vollkorn
Hafer Vollkorn
Hanf
Hirsevollkorn
Dinkelgrünkern
Kichererbsen
Kokos
Kamutvollkorn
Quinoa
Roggenvollkorn
Teff
Gerstenvollkorn
Vollkornreis
Weizenvollkorn

Haferkleie
Weizenkleie


Getreideprodukte aus raffiniertem Weizen oder Dinkel
Cornflakes
Croissant
Graubrot
Kuchen
Laugenbrötchen
Milchbrötchen
Nudeln
Pizzateig
Toastbrot
Waffeln
Weißbrot
Zwieback

Geschälter Reis
weißer Reis
Basmatireis
Jasminereis
Parboiled Reis
Langkornreis
Reiswaffeln
Reismehl

Nudeln
Pasta aus Hartweizengrieß
Spätzle

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Milch, Milchprodukte, Käse, Eier bei Fettleber

geeignete Lebensmittel

nicht geeignet

Bio-Eier (zirka 5 pro Woche)

Fettarmer Bio-Joghurt (1,5% Fett)
Fettarme frische Bio-Milch (1,5% Fett)
Buttermilch
Magerquark
Speisequark (bis 20 % Fett)
Harzer Rolle
Körniger Frischkäse
Kefir
Schwedenmilch

Nur in kleinen Mengen

Butter
Käse
Feta- /Ziegenkäse
Frischkäse
Mozzarella, Feta und anderer Käse (bis 45 % Fett)
Vollmilch

Milchersatzprodukte
-weniger als 5 g Zucker, ohne Süßstoffe, ohne Carageen, Vitamine, Aromen und Phosphate

Dinkelmilch
Hafermilch, -joghurt
Hanfmilch, -joghurt
Cashewmilch, -joghurt
Kokosmilch, -joghurt
Mandelmilch, -joghurt

Sojamilch,-joghurt

Eier aus Käfig-/Freilandhaltung

Creme Fraiche
Joghurt (3,5% Fett)
Sahne
Sahnequark (40 % Fett)
Saure Sahne
Schmand

Süße Milchprodukte
Fruchtjoghurt
Milchreis
Pudding
Fruchtquark
Fruchtbuttermilch

Fleisch, Wurst, veganes Protein bei Fettleber

geeignete Fleischprodukte

nicht geeignete Fleischprodukte

In Maßen (2 x pro Woche je 125 g)
(Bio-)Geflügel
Hühner- oder Putenfleisch
Wildfleisch (Hase, Reh)
Rind
Kalb
Lamm

Wurst, Aufschnitt aus obigen Fleischsorten soweit ohne Zucker oder Konservierungsstoffe

Bio-Knochenbrühe

Proteinquellen ohne Fleisch
Reisproteinpulver
Erbsenproteinpulver
Hanfproteinpulver

Schweinefleisch

Würstchen aus Schweinefleisch
(Bockwurst, Wiener Würstschen, Bratwurst)

Aufschnitt aus Schweinefleisch
(Salami, Mortadella, Leberwurst, Mett)

Stark verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren
(geräuchertes, paniertes Fleisch, Chicken Nuggets)




Proteinquellen ohne Fleisch
Sojaproteinpulver
Milchproteinpulver
Caseinproteinpulver

Fisch und Meerestiere bei Fettleber

geeigneter Fisch

nicht geeigneter Fisch

mindestens 2 x pro Woche omega-3-reicher Fisch oder Algenöl als Alternative.

Alaska-Seelachs
Forelle
Hering
Kabeljau
Karpfen
Matjes
Makrele
Muscheln (aus Nord- und Ostsee)
Nordseekrabben
Sardine, Sardellen
Scholle
Seelachs
Steinbutt
Wildlachs




Fisch in Mayonnaise oder Sahne eingelegt

Stark belastet mit Schwermetallen wie Quecksilber, Blei
Aal
Hecht
Heilbutt
Muscheln
Thunfisch
Schnapper
Schwertfisch
Rotbarsch

Meerestiere aus Aquakultur, Zucht mit Antibiotika belastet
Lachs
Pangasius
Garnelen, Shrimps

Süßes und Brotaufstriche bei Fettleber

geeignet

nicht geeignete

In Maßen
Selbstgemachter Fruchtbrei aus zuckerarmen Obstsorten

Erdmandeln, Erdmandelmehl

Zartbitterschokolade (70% Kakao)

Brotaufstriche
Avocadomus
Erdmandelcreme (ohne Zucker)
Himbeerpürree (ohne Zucker)
Mandelmus

Zucker
(z.B. Rohrzucker, Honig, Agavensirup, Reissirup, Kokosblütenzucker)

Süßstoffe
(z.B. Aspartam, Saccharin)

Zuckeraustauschstoffe
(z.B. Xylit, Erythrit, Sorbit)

Alle Süßigkeiten
(Schokolade, Gummibärchen, Kuchen, Bonbons usw.)

Süße Brotaufstriche
(Schokoaufstrich, Marmelade, Honig)

Brotaufstriche
(Erdnussbutter, Remoulade, Gemüseaufstrich mit raffiniertem Sonnenblumenöl)

Achte besonders auf versteckten Zucker in Fertiglebensmitteln

Fette und Öle bei Fettleber

geeignete Fette und Öle

nicht geeignete Fette und Öle

Algenöl
Chia-Öl
Borretschöl
Hanföl
Leinsamenöl
Leindotteröl
Kokosöl
Kürbisöl
Margerine aus Rapsöl
MCT-Öl
Mandelöl
Macadamiaöl
Olivenöl extra vergine
Rapsöl
Weizenkeimöl

In kleinen Mengen
Butter
Sonnenblumenöl nativ
Walnussöl 

Butterschmalz
Distelöl
Erdnussöl
Kürbisöl
Mayonnaise
Margarine aus Sonnenblumenöl
Margarine aus Palmfett
Palmfett
Schweine- und Gänseschmalz
Sonnenblumenöl (raffiniert)
Traubenkernöl

Gehärtete Fette, Transfette
(z.B. in Keksen und Cräckern)

Sonnenblumenöl in verarbeiteten Lebensmitteln

Getränke bei Fettleber

geeignete Getränke

nicht geeignete Getränke

Wasser
Wasser mit Geschmack
z.B. Minze, Zitrone oder Beeren

Koffeinfreier Kaffee

ungezuckerter Tee z.B.
Fencheltee
Hagebuttentee
Kamillentee
Zitronenmelisse
besonders gut ist Bittertee:
Ginseng Tee
Grüner Tee
Kurkumatee
Löwenzahntee
Mariendisteltee
Schafgarbentee oder
Wermut-Tee

Heiße Zitrone

Frisch gepresste Gemüsesäfte

Selten und in Maßen
Schorle aus frisch gepresstem Saft zuckerarmer Obstsorten

Nur bei Verträglichkeit in kleinen Mengen
Koffeinhaltige Getränke
z.B. Kaffee, Matcha
Teeinhaltiger Tee
z.B. Schwarzer Tee, Grüner Tee

Alkoholische Getränke generell z.B. Bier, Wein, Sekt, Alsterwasser

Softdrinks, Limonaden
Light-Getränke
Säfte, Saftschorlen
Milchmixgetränke

*Diese Liste der Lebensmittel bei Fettleber erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Lebensmittelliste gilt als Orientierungshilfe und Grundinformation zur Ernährung bei Fettleber. Beachten Sie bitte, dass es sich um eine pauschale Liste handelt, die nicht auf Ihre individuelle Situation und Empfindsamkeit angepasst ist, insbesondere wenn Sie mehrere Beschwerden und Krankheiten haben. Individuelle Ernährungspläne können nur mithilfe eines Arztes oder einer Ernährungsfachkraft ermitteln werden. In Kürze stellen wir die Fettleber Tabelle als PDF zum Drucken bereit.


Die Bedeutung der Ernährung

Welche Bedeutung hat die Ernährung bei Fettleber?

Die Ernährung spielt bei der Fettleber eine sehr wichtige Rolle, auch weil es keine Medikamente gegen Fettleber gibt. Diese zwei Fakten muss jeder Fettleber Patient wissen:

1. Die Ernährung ist ein wichtiger Einflussfaktor bei der Entstehung der Fettleber

Zu viel Zucker trägt zur Verfettung der Leberzellen bei. Besonders fatal wirkt Fructose, der Fruchtzucker. Dabei muss man wissen, das Fructose nicht nur in fructosereichem Obst steckt, sondern in großen Mengen in Industrie-Lebensmitteln, Fruchtsäften oder Smoothies. Auch alkoholische Getränke oder zu viel Fett im Ernährungsplan können Ursache für eine Fettleber sein.

2. Eine Ernährungsumstellung kann die Fettleber deutlich verbessern

Die gute Nachricht: Wer rechtzeitig seine Ernährung und seinen Lebensstil ändert, bewirkt, dass sich die Leber erholt und das angereicherte Fett wieder abbaut. Was wir essen ist wichtig, damit die Leber heilen kann. Unterstützend helfen Nährstoffe auf dem Weg zur Lebergesundheit.


Fasten für die Leber

Bei einer Fettleber ist eine Fastenkur sehr wirksam, weil die Leber neben gesunden Lebensmitteln und den richtigen Nährstoffen vor allem Zeit und Ruhe braucht, um zu regenerieren. Hinzu kommt, dass eine zu hohe tägliche Energiezufuhr zur Entstehung einer Fettleber beiträgt. Es lohnt sich also, die Energiezufuhr zu reduzieren.

Eine sehr bekannte Leberdiät ist das Leberfasten nach Dr. Worm. Diese 14-tägige Kur besteht aus einem Ernährungsprogramm, welches mit einem speziellen Proteinshake (Hepafast) kombiniert wird. Der Hepafast-Shake enthält Ballaststoffe wie Beta-Glucan und Inulin sowie Omega-3-Fettsäuren, Cholin, Taurin und L-Carnitin. Neben dem Hepafast-Shakes dürfen während der Fastenkur nur Gemüse und Salate verzehrt werden. Ähnlich wie bei einer ketogenen Ernährung geht es beim Leberfasten vor allem darum, von der Kohlenhydratverbrennung auf eine Fettverbrennung umzusteigen, um der Verfettung der Leber entgegenzuwirken. Es wird empfohlen, das Leberfasten nur in Begleitung eines Experten durchzuführen.

Intervallfasten

Die Ernährungs-Docs empfehlen eine weitere Form des Fastens: eine Art leberkonformes Intervallfasten. Dies ist eine Form des Fastens, bei der lange Pausen zwischen den Mahlzeiten eingehalten werden. Iss z. B. nur zum Frühstück und zum Abendbrot eine vollwertige und ausgewogene Mahlzeit, die die empfohlenen Lebensmittel bei einer Fettleber enthält und gib deinem Körper dazwischen lange Ruhepausen von mindestens 16 Stunden. 

Kalorienfasten

Eine andere Variante ist das Kalorienfasten: Dabei isst man an zwei Entlastungstagen in der Woche nur 800 Kalorien pro Tag.

Hafertage

Auch Hafertage sind eine Empfehlung der Ernährungs-Docs. Sie beinhalten, dass ein Tag in der Woche ganz im Zeichen des Hafers steht. Das heißt, zu den Mahlzeiten morgens, mittags und abends gibt es nur Hafer in Wasser oder Bouillon mit einer kleinen Geschmackskomponente wie stärkearmem Gemüse.

Logi-Methode

Die Logi-Methode (Low Glycemic and Insulinemic Diet) ist eine Low-Carb-Ernährung und damit nur bedingt eine Fastenkur. Bei ihr werden Kohlenhydrate reduziert, aber nicht vollständig gemieden. Sie zielt auf einen niedrigen Blutzucker und Insulinwert ab und entspricht den 11 Regeln der Fettleber Ernährung. Sie weicht dabei von der normalen Ernährungspyramide ab. Der Hauptanteil (50 %) der Ernährung besteht aus stärkearmem Gemüse, zuckerarmem Obst und gesunden Fette. Wichtig sind auch ausreichend sättigende Eiweiße (25 %). Komplexe Kohlenhydrate bilden den dritten Teil und sollen eingeschränkt werden (25 %). Die einfachen Kohlenhydrate, also Zucker und Weißmehl, sollten in der Ernährung möglichst gar nicht vorkommen, auch weil sie den Blutzucker stark schwanken lassen.


Fettleber Rezepte

Um Ihrer Leber die Chance zu geben, sich zu erholen und zu heilen, benötigt es eine Ernährungsumstellung.

Entdecken Sie hier leckere, einfache Fettleber Rezepte, die den 11 Grundsätzen der gesunden und leberfreundlichen Ernährung entsprechen.


Fettleber Ernährung

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Ernährung bei Fettleber

Von einer Fettleber spricht man, wenn mehr als 5 % der Leberzellen Fett einlagern. Sie entsteht meist durch Übergewicht, ungesunde Ernährung oder übermäßigen Alkoholkonsum. In frühen Stadien verursacht sie keine Beschwerden und ist grundsätzlich rückbildungsfähig.

Ja - in den meisten Fällen kann sich eine Fettleber durch konsequente Ernährungsumstellung und mehr Bewegung vollständig zurückbilden. Ein spezifisches Medikament gegen Fettleber existiert bislang nicht, weshalb der Lebensstil der wichtigste Therapiebaustein ist.

Das hängt vom Ausgangszustand und der Konsequenz der Umstellung ab. Erste messbare Verbesserungen der Leberwerte sind häufig nach 4-12 Wochen zu beobachten. Eine vollständige Rückbildung kann mehrere Monate dauern und sollte per Ultraschall und Blutbild kontrolliert werden.

Zucker und zuckerhaltige Getränke (v. a. Fructose aus Softdrinks und Fruchtsäften), Weißmehlprodukte, stark verarbeitete Lebensmittel und Alkohol belasten die Leber am stärksten und sollten so weit wie möglich gemieden werden.

Ja, in Maßen. Obst enthält Fructose, die in großen Mengen die Leber belastet. Ganze Früchte mit vielen Ballaststoffen - wie Beeren, Äpfel oder Birnen - sind deutlich besser verträglich als Fruchtsäfte, da die Ballaststoffe die Fructoseaufnahme verlangsamen.

ja, moderates Kaloriendefizit und bestimmte Fastenformen wie Intervallfasten können die Fetteinlagerung in der Leber reduzieren. Wichtig ist ein nachhaltiger Ansatz: Crash-Diäten mit sehr starker Kalorienrestriktion können kurzfristig sogar kontraproduktiv wirken. Rücksprache mit einem Arzt ist bei stark ausgeprägter Fettleber empfehlenswert.

Bereits ein Gewichtverlust von 5-10 % des Körpergewichts, kann die Fetteinlagerung in der Leber deutlich reduzieren. Bei einer Steatohepatitis (MASH) empfehlen die Leitlinien einen Gewichtsverlust von mindestens 7-10 % für eine relevante histologischeVerbesserung.

Ernährung ist der wichtigste Hebel, aber Bewegung verstärkt den Effekt erheblich - unabhängig vom Gewichtsverlust. Schon 150 Minuten moderate Ausdaueraktivität pro Woche (z. B. zügiges Gehen oder Radfahren) verbessern nachweislich die Leberwerte. Kraft- und Ausdauertraining wirken dabei ähnlich gut.

In frühen Stadien meist gar nicht - die Fettleber ist oft ein Zufallsbefund beim Ultraschall oder im Blutbild (erhöhte Leberwerte: GOT, GPT, Gamma-GT). Manche Betroffene berichten von einem Druckgefühl im rechten Oberbauch oder anhaltender Müdigkeit, aber diese Symptome sind unspezifisch. Bei Verdacht unbedingt zum Arzt.

Quellen

Alle Internetlinks geprüft am 31. Mai 2026, letzte Aktualisierung am 23. Juni 2026.

Autor
Sabine Theiding
Diplom Verw.- wirtin, Medizinautorin
Sabine gründete kochenOHNE 2008 aus eigener Betroffenheit – und baut seitdem aus fast 20 Jahren Erfahrung, Recherche und gelebtem Alltag echtes Wissen auf.
Geprüft von
Anna Plümacher
M.Sc. Ernährungswissenschaft | Ökotrophologin (B.Sc.)
Anna hat Ernährungswissenschaften nicht nur studiert – sie hat darin geforscht. Bei kochenOHNE sorgt sie dafür, dass unsere Texte fachlich stimmen und trotzdem verständlich bleiben.

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