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Hülsenfrüchte: Liste der beliebtesten Sorten

Ob Bohne, Linse, Lupine oder Erbse: Hülsenfrüchte gehören zu den besten Eiweißquellen und sind sehr gesund: Wir zeigen 27 der beliebtesten Hülsenfrüchte mit Bild in einer Liste und informieren über Nährwerte, Verwendung, Geschmack und Unterschiede.


Ackerbohne

Die Ackerbohne (auch Dicke Bohne, Große Bohne, Saubohne oder Puffbohne genannt) ist eine heimische Bohne. Die Schale ist ungenießbar.

Eiweiß 7,5 g, Fett 0,5 g, Kohlenhydrate 25 g, Ballaststoffe 7,3 g, Energie 135 kcal 


Adzukibohne

Die Adzukibohne gibt es in verschiedenen Farben, am bekanntesten ist die rote Adzukibohne, die sehr nährstoffreich ist und als neues Superfood gilt. 

Eiweiß 21,3 g, Fett 0,5 g, Kohlenhydrate 4,5 g, Ballaststoffe 13 g, Energie 330 kcal 


Alblinsen (Alb Leisa)

Alblinsen (Alb Leisa)

Die Alblinse oder Alb-Leisa wird auf der schwäbischen Alb angebaut, daher auch der Name. Sie überzeugt mit ihrem intensiven und aromatischen Geschmack und wird zu Spätzle gegessen. Es gibt sie in zwei Typen hellgrün bis ockerfarben (Typ 1) oder hellgrün bis beige mit Farbspiel (Typ 2). Der Kern ist immer gelb.

Eiweiß 26 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 43 g, Ballaststoffe 16 g, Energie 300 kcal 


Belugalinse

Belugalinsen sind glänzend schwarz und gelten als feinste Linsenart.

Eiweiß 23 g, Fett 1,5 g, Kohlenhydrate 41 g, Ballaststoffe 17 g, Energie 306 kcal 


Berglinse

Berglinsen findest du in fast jedem Supermarkt. Berglinsen ist ein Oberbegriff für Linsen aus aller Welt, die in bergigen Regionen angebaut werden.

Eiweiß 26 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 41 g, Ballaststoffe 12 g, Energie 318 kcal 


Borlotti Bohne

Die Borlotti Bohne, auch Cranberry Bohne oder römische Bohne genannt, ist eine weiß-rosa marmorierte Bohne, die sich besonders gut für Salat oder Gemüsepfanne eignet.

Eiweiß 6 g, Fett 1 g, Kohlenhydrate 10 g, Ballaststoffe 7 g, Energie 73 kcal 


Chateau-Linse

Chateau Linse

Die rotbraune Chateau-Linse ist eine Spezialität aus der französischen Champagne mit einem nussigen, leicht mehligen Geschmack.

Eiweiß 23 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 40 g, Ballaststoffe 17 g, Energie 275 kcal


Edamame

Edamame sind unreife, grüne Sojabohnen, die sich super in Bowls, Salat oder als gesunder Snack eignen.

Eiweiß 12 g, Fett 5 g, Kohlenhydrate 9 g, Ballaststoffe 5 g, Energie 130 kcal 


Erbse

Die Erbse ist eine der ältesten kultivierten Gemüsearten. Es gibt viele verschiedene Sorten, darunter: Körnererbsen (heimisch), Palerbsen, Platterbsen, Markerbsen, Zuckererbsen.

Eiweiß 6 g, Fett 1 g, Kohlenhydrate 10 g, Ballaststoffe 7 g, Energie 84 kcal


Erdnuss

Die Erdnuss ist botanisch gesehen keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht. Sie wird aber heutzutage eher als Nuss verwendet und findet ihren Weg in Salate, Eintöpfe und Saucen.

Eiweiß 25 g, Fett 48 g, Kohlenhydrate 8 g, Ballaststoffe 12 g, Energie 599 kcal 


Feuerbohne

Feuerbohne

Die Feuerbohne (auch Wollbohne, türkische Bohne, Prunkbohne oder Käferbohne) ist rot-schwarz oder weiß-rot gesprenkelt. Sie kommt aus Südamerika gedeiht aber auch bei uns im Norden und lässt sich super im eigenen Garten anbauen.

Eiweiß 12 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 15 g, Ballaststoffe 5 g, Energie 126 kcal 


Gelbe Linsen

Gelbe Linsen sind geschält und überzeugen mit ihrer kurzen Garzeit. Sie eignen sich gut für orientalische Gerichte.

Eiweiß 27 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 52 g, Ballaststoffe 11 g, Energie 350 kcal 


Grüne Bohnen

Grüne Bohnen (auch genannt Buschbohnen, Stangenbohnen oder Gartenbohnen) werden in Deutschland angebaut, sind also regional erhältlich. Sie sind reich an wertvollen Nährstoffen und dürfen nicht roh gegessen werden. Verwendet werden Grüne Bohnen in der deutschen, türkischen oder italienischen Küche. In deutschen Gerichten häufig als Beilage.

Eiweiß 2 g, Fett 0 g, Kohlenhydrate 5 g, Ballaststoffe 2 g, Energie 35 kcal 


Grüne Linsen

Grüne Linsen sind grün gesprenkelt und schmecken fein nussig. Besonders die Sorte “Le Puy” aus Frankreich gilt als besonders edel und schmackhaft.

Eiweiß 23 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 41 g, Ballaststoffe 11 g, Energie 275 kcal


Kichererbse

Kichererbsen

Die Kichererbse wird weltweit gerne gegessen. Sie überzeugt nicht nur mit ihren gesunden Inhaltsstoffen, sondern ist auch vielseitig einsetzbar.

Eiweiß 8 g, Fett 3 g, Kohlenhydrate 21 g, Ballaststoffe 4 g, Energie 141 kcal 


Kidneybohne

Hülsenfrucht Kidneybohne

Kidneybohnen sind aufgrund ihrer Form nach der Niere benannt. Sie schmecken besonders gut im Chili und sind überall erhältlich.

Eiweiß 21 g, Fett 1 g, Kohlenhydrate 40 g, Ballaststoffe 21 g, Energie 295 kcal  (getrocknet)


Limabohnen

Limabohne, Mondbohne (frisch)

Limabohnen oder Mondbohnen haben einen milden Geschmack und werden beim Kochen mehlig. Sie eignen sich besonders gut für Eintöpfe. Das Einweichwasser solltest du immer wegschütten, denn der Inhaltsstoff Linamarin kann giftige Blausäure bilden.

Eiweiß 3 g, Fett 0 g, Kohlenhydrate 12 g, Ballaststoffe 3 g, Energie 60 kcal


Lupinen / Süßlupinen

Die Lupine, auch Wolfsbohne oder Feigbohne genannt, ist eine hervorragende pflanzliche Eiweißquelle und eignet sich zum Beispiel für Bratlinge, Salate und Aufstriche.

Eiweiß 43 g, Fett 9 g, Kohlenhydrate 13 g, Ballaststoffe 27 g, Energie 356 kcal 


Mungobohnen

Mungobohnen eignen sich gut zum Keimen für Mungobohnensprossen, aber die grünen Mungobohnenkerne selbst schmecken auch super in Suppen oder Salaten.

Eiweiß 23 g, Fett 1 g, Kohlenhydrate 41 g, Ballaststoffe 17 g, Energie 307 kcal 


 

 

Rote Linsen

Rote Linsen schmecken mild bis süßlich und stammen vor allem aus Indien und der Türkei. Vorteilhaft an ihnen ist ihre relativ kurze Garzeit, da es sich um geschälte Linsen handelt.

Eiweiß 27 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 58 g, Ballaststoffe 12 g, Energie 352 kcal


Schwarze Bohnen

Schwarze Bohnen sind Hülsenfrüchte und eine Variante der Gartenbohne, die besonders in der mexikanischen Küche eingesetzt werden. Hier ein tolles Bratlinge Rezept mit schwarzen Bohnen.
Eiweiß 22 g, Fett 1 g, Kohlenhydrate 62 g, Ballaststoffe 15 g, Energie 341 kcal 


Schwarzaugenbohnen

Die Schwarzaugenbohne, auch Kuhbohne oder Schlangenbohne genannt, stammt ursprünglich aus Afrika und trägt einen augenförmigen Fleck auf ihrem Samen.

Eiweiß 24 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 61 g, Ballaststoffe 8 g, Energie 344 kcal 


Sojabohnen

Die Sojabohne ist meist getrocknet erhältlich. Ursprünglich stammt sie aus China, wird heute aber auf der ganzen Welt angebaut und verarbeitet.

Eiweiß 12 g, Fett 6 g, Kohlenhydrate 11 g, Ballaststoffe 3 g, Energie 144 kcal 


Troja-Linse

Troja-Linsen haben einen kräftigen Geschmack, kochen mehlig und sind besonders gut für Eintöpfe und Suppen geeignet.

Eiweiß 24 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 50 g, Ballaststoffe 13 g, Energie 336 kcal 


Urdbohne (Linsenbohne)

Die Urdbohne, auch Linsenbohne genannt, stammt aus Indien und ist fast immer schwarz, es sind aber auch grüne Formen erhältlich.

Eiweiß 25 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 59 g, Ballaststoffe 18 g, Energie 341 kcal


 

Wachsbohnen (gelbe Bohnen)

Wachsbohnen sind gelbe Bohnen, die sich besonders gut zum Einmachen eignen. Diese Hülsenfrucht ist eine Variante der Buschbohne (grüne Bohne).

Eiweiß 15 g, Fett 2 g, Kohlenhydrate 45 g, Ballaststoffe 26 g, Energie 262 kcal 


Weiße Bohne

Weiße Bohnen schmecken leicht süßlich und habe eine mehlige Konsistenz. Sie eignen sich besonders gut für Eintöpfe und sind sehr nährstoffreich.

Eiweiß 21 g, Fett 3 g, Kohlenhydrate 44 g, Ballaststoffe 23 g, Energie 324 kcal 



*Hinweis zu dieser Hülsenfrüchte Liste: Bitte beachte, dass sich die Angaben zum Eiweißgehalt und andere Nährwerte teils auf die getrocknete, teils auf die gekochte Form (Dose oder Glas) beziehen. Du erkennst aber welche Hülsenfrüchte low Carb sind.

Hülsenfrüchte Rezepte

Stöbere in unseren leckeren Hülsenfrüchte Rezepten auf kochenOHNE. Entdecke tolle Suppen, Eintöpfe, Dals, Dips, Salat, Aufläufe und Pasta mit Hülsenfrüchten, vegetarisch, vegan oder mit Fleisch.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Hülsenfrüchten

Häufige Fragen zu Hülsenfrüchten und deren Eigenschaften.

Ohne Einweichen kann man Linsen und geschälte Erbsen kochen. Für alle anderen getrockneten Hülsenfrüchte steht häufig in der Anleitung, dass sie über Nacht - 6, 12 oder 24 Stunden eingeweicht werden sollen. Durch das Einweichen der Hülsenfrüchte werden unverdauliche Stoffe aus den Hülsenfrüchten ausgeschwemmt. Daher wird auch das Wasser immer weggeschüttet. Du musst die meisten Hülsenfrüchte aber nicht unbedingt einweichen. Du kannst sie auch einfach länger kochen.

Die Zubereitung mit Einweichen, verbraucht aber viel weniger Energie. Sie ist also umweltfreundlicher und macht das Essen verträglicher (weniger Blähungen).

Lektine sind Proteine, die in vielen Pflanzen vorkommen und ihnen als natürlicher Schutz vor Fraßfeinden dienen. Besonders Hülsenfrüchte enthalten teilweise höhere Mengen an Lektinen. In rohem oder unzureichend gegartem Zustand, können einige Arten - insbesondere Bohnen - unverträglich oder sogar gesundheitsschädlich sein. 

Durch die richtige Zubereitung, lässt sich der Gehalt an Lektinen jedoch deutlich reduzieren. Bewährt haben sich folgende Schritte:

  • Einweichen für mindestens 8-12 Stunden
  • Anschließendes, gründliches Abspülen
  • Ausreichendes Erhitzen beim Kochen

Lektine sind hitzeempfindlich und werden durch längeres Kochen weitgehend inaktiviert. Besonders zuverlässig ist die Zubereitung im Schnellkochtopf, da dort Temperaturen von etwa 110-120 Grad Celsius erreicht werden. Dadurch werden hitzeempfindliche Bestandteile besonders effektiv abgebaut.

Hülsenfrüchte aus Konserven sind in der Regel bereits vorgegart und somit unbedenklich, müssen aber vor dem Verzehr noch erwärmt oder abgespült werden.

 

Siehe auch Lektine in Lebensmitteln.

Folgende Hülsenfrüchte können in Mitteleuropa - teilweise auch regional in Deutschland - angebaut und frisch oder saisonal bezogen werden:

  • Ackerbohnen (dicke Bohnen) - Saison meist im Sommer (ca. Juni bis September)
  • Linsen (z. B. von der Schwäbischen Alb oder aus regionalem Anbau in Süddeutschland)
  • Erbsen
  • Lupinen (zunehmend im Anbau, auch in Deutschland)
  • Sojabohnen (in Deutschland im Anbau, aber noch begrenzt verbreitet)

Das Angebot an regional angebauten Hülsenfrüchten nimm zwar zu, dennoch wird ein großer Teil der getrockneten Hülsenfrüchte in Europa weiterhin importiert, da sie dort in größerem Umfang und kostengünstiger produziert werden können.

Hülsenfrüchte enthalten Purine, allerdings meist in moderaten Mengen im Vergleich zu sehr purinreichen Lebensmitteln, wie Innereien oder bestimmten Fischsorten. Für Menschen mit Gicht bedeutet das in der Regel nicht, dass sie Hülsenfrüchte grundsätzlich meiden müssen, sondern eher auf die Menge achten sollten.

Die Purinwerte können je nach Sorte variieren:

Eher höhere Purinwerte (innerhalb der Pflanzenwelt moderat bis höher):

  • Linsen
  • Erbsen
  • Dicke Bohnen

Eher niedrigere bis moderate Purinwerte:

  • Kichererbsen
  • Sojabohnenprodukte (z. B. Tofu, meist moderat)
  • Grüne Bohnen (Stangen- oder Buschbohnen)

Insgesamt gelten Hülsenfrüchte trotz ihres Puringehalts in vielen ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen als wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung - auch bei Gicht, sofern sie in Maßen konsumiert werden.

Leguminosen ist der Oberbegriff für:

  • Hülsenfrüchte, auch Körnerleguminosen genannt (z. B. Erbsen, Linsen, Bohnen) 

und

  • Kleeartige Futterpflanzen (z. B. Luzerne, Rotklee)

Leguminosen ist ein anderes Wort für die Pflanzenfamilie der Schmetterlingsblüten.

Folgende Hülsenfrüchte kannst du in deinem Garten, Kleingarten (oder sogar auf dem Balkon) anbauen:

  • Ackerbohne
  • Erbsen (z. B. Markerbsen, Zuckererbsen, Kapuzinererbsen, Cetris)
  • Buschbohne / grüne Bohne
  • Gartenbohne
  • Feuerbohne
  • Linsen (eher in Süddeutschland)
  • Mungobohnen - Mungobohnensprossen
  • Sojabohnen - Sojasprossen
  • Linsen - Linsensprossen
  • Kichererbsen - Kichererbsensprossen

100 g getrocknete Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen, Bohnen) wiegen ca. 230 g - also 2,3 mal mehr als im trockenen Zustand. Dies kommt durch das Wasser, das sie beim Kochen und Quellen aufnehmen.

  • In fast jedem Supermarkt und Discounter findest du Erbsen und grüne Bohnen im Tiefkühlregal
  • Bei Edeka und anderen besser sortierten Supermärkten gibt es außerdem gefrorene Edamame / Sojabohnen
  • Von BoFrost kannst du dir tiefgekühtel dicke Bohnen ins Haus bestellen

Die Erdnuss zählt streng botanisch betrachtet zu den Hülsenfrüchten. Im Handel und im Alltag wird sie aber den Nüssen zugeordnet.

Alle Internetlinks überprüft am 01. Juni 2026, letzte Aktualisierung am 01. Juli 2026.

Autor
Sabine Theiding
Diplom Verw.- wirtin, Medizinautorin
Sabine gründete kochenOHNE 2008 aus eigener Betroffenheit – und baut seitdem aus fast 20 Jahren Erfahrung, Recherche und gelebtem Alltag echtes Wissen auf.
Geprüft von
Anna Plümacher
M.Sc. Ernährungswissenschaft | Ökotrophologin (B.Sc.)
Anna hat Ernährungswissenschaften nicht nur studiert – sie hat darin geforscht. Bei kochenOHNE sorgt sie dafür, dass unsere Texte fachlich stimmen und trotzdem verständlich bleiben.

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