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Hashimoto Ernährung

Die richtige Ernährung spielt bei Hashimoto Thyreoiditis eine wichtige Rolle. Hilf dir selbst und wirke der Autoimmunerkrankung der Schilddrüse entgegen. Hier erhältst du die Anleitung zur Hashimoto Ernährung mit Ernährungsplan und Lebensmittel-Tabelle.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist Hashimoto?
  2. Einfluss der Ernährung
  3. Die 11 Grundsätze der Hashimoto Ernährung
  4. Lebensmittel-Tabelle Hashimoto PDF
  5. Hashimoto-Ernährungsplan
  6. Gewicht abnehmen bei Hashimoto
  7. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Hashimoto Ernährung
Hashimoto Ernährung

Was ist Hashimoto?

Bei der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis ist die Schilddrüse chronisch entzündet. Die Ursache dafür liegt in einer Fehlreaktion des Immunsystems, wodurch ein Hormonungleichgewicht entsteht. Hashimoto ist eine Autoimmunkrankheit, bei der die Schilddrüse durch die Autoimmunabwehr immer weiter zerstört wird. Die Krankheit betrifft überwiegend Frauen.


Symptome

Anfangs können auch zu viele Hormone im Körper sein (Schilddrüsenüberfunktion) und es zeigen sich Symptome wie

  • Nervosität,
  • Zittern,
  • starke Herzaktivität,
  • Heißhunger,
  • Schlafstörungen oder
  • ungewolltes Abnehmen.

Im weiteren Verlauf entwickelt sich oft eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Schilddrüse produziert dann zu wenig Hormone, was zu Beschwerden führt, wie 

  • Depressionen,
  • Gewichtszunahme,
  • Energiemangel,
  • Müdigkeit oder
  • Konzentrationsschwierigkeiten.

Verläuft die Hashimoto ohne Symptome, was gerade am Anfang möglich ist, bleibt sie fast immer unerkannt.


Ursachen

Warum das Immunsystem Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper, gegen seine eigene Schilddrüse bildet, ist bisher ungeklärt. Neben einer genetischen Veranlagung sind

  • Infektionen,
  • zu viel Jod,
  • Stress oder
  • hormonelle Umstellungen (in Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahren)

als Auslöser des Ausbruchs im Gespräch.


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Einfluss der Ernährung

Wie groß ist der Einfluss der Ernährung bei Hashimoto?

Die Ernährung ist einer der wichtigsten Bausteine für die Gesundheit und für die Behandlung der Hashimoto. Was, wie und wie viel du isst, nimmt direkten Einfluss auf den Verlauf der Hashimoto-Krankheit und die chronische Entzündung.

Moderne Ernährungsmediziner wie Dr. Anne Fleck (bekannt von den Ernährungs-Docs) wenden die Ernährungstherapie bei Hashimoto an.

Eine fortgeschrittene Hashimoto-Autoimmunerkrankung lässt sich jedoch nicht heilen: Ist die Schilddrüse erst einmal zerstört, kann sie nicht mehr regeneriert werden. Du kannst aber besonders im Anfangsstadium der Erkrankungen sehr viel erreichen und die Zerstörung der Schilddrüse stoppen. Dafür ist eine frühe Diagnose besonders wichtig. Du kannst die Autoimmunprozesse im Körper zum Stillstand bringen, indem du die Auslöser abstellst. Das ist auch bei fortgeschrittener Hashimoto wichtig, weil Autoimmunkrankheiten eine Eigendynamik haben: Nach der ersten Autoimmunerkrankungen steigt das Risiko für Weitere (wie Diabetes, Rheuma oder Zöliakie).

Sprich Ernährungsfragen am besten aktiv mit deinem Arzt oder deiner Ärztin an – der Zusammenhang zwischen Ernährung und Hashimoto ist in der Praxis noch nicht überall gleich bekannt. Zwar ist der Erfolg der Ernährungstherapie bei Hashimoto noch nicht 100%ig wissenschaftlich belegt, Erfahrungen weisen aber darauf hin, dass sich die Schilddrüsenerkrankung durch eine angepasste Ernährung und weitere Zusatztherapien behandeln lässt.

Eine ursächliche Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis gibt es bislang nicht. Die Standardtherapie besteht in einem Hormonersatz mit Levothyroxin, der die fehlende Schilddrüsenfunktion ausgleicht.


Die 11 Grundsätze der Hashimoto Ernährung

Der Kern der Hashimoto Ernährungs-Therapie besteht in einer gesunden, entzündungshemmenden und darmgesunden Ernährung. Gleichzeitig wird das Immunsystem zusätzlich durch eine ideale Nährstoffversorgung gestärkt. Beides trägt dazu bei, den Organismus wieder in Balance zu bringen.

Diese Liste zeigt die wichtigsten Prinzipien einer Hashimoto Ernährung, die auch in der Lebensmittel-Tabelle und im Hashimoto-Ernährungsplan umgesetzt sind:

1. Iss viele pflanzliche und nur natürliche Lebensmittel

Gemüse, Kräuter und Salate sollten den größten Anteil der Hashimoto Ernährung ausmachen. Vor allem grünes Gemüse mit viel Chlorophyll stärkt den Körper. Zusätzlich sind Samen und Gewürze besonders geeignet, um dich mit den unterschiedlichsten Nährstoffen zu versorgen. Besonders die antientzündlichen Lebensmittel, solltest du verstärkt in den Speiseplan einbauen. Wer es verträgt, sollte auch Rohkost (z.B. als Smoothie) essen. Fertiglebensmittel mit Transfetten, Zusatzstoffen und wenigen Nährstoffen werden komplett weggelassen.


2. Hochwertiges Eiweiß und Kohlenhydrate in Maßen

Verwende Lebensmittel mit hochwertigem Eiweiß, wie Nüsse, Samen, Pilze, Bio-Eier oder auch etwas Fleisch oder Fisch - aber meide Schweinefleisch. Halte dabei Maß - mehr als eine “Handtellergröße” sollte es nicht sein. Auch etwas Kohlenhydrate sind in Ordnung, aber bevorzuge komplexe Kohlenhydrate wie Haferflocken oder Quinoa. 


3. Gesunde Öle und Fette verwenden

Gesunde Fette und viel Gemüse sind wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung. Statt Fett grundsätzlich zu meiden, lohnt sich ein „Ölwechsel“ in der Küche: Verwende möglichst unterschiedliche, hochwertige Fettquellen wie Raps-, Oliven-, Walnuss- oder Leinöl sowie Nüsse und Samen.

Dabei kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Zusammensetzung der Fettsäuren an. Ungesättigte Fettsäuren sind aus gesundheitlicher Sicht besonders günstig. Vor allem gesättigte Fettsäuren sollten teilweise durch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden. Ein ausgewogenes Verhältnis verschiedener Fettquellen ist dabei sinnvoll.

Auch Omega-3 spielt eine wichtige Rolle. Die essenzielle Omega-3-Fettsäure ?-Linolensäure steckt beispielsweise in Lein-, Walnuss- und Rapsöl. Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA kommen vor allem in fettem Seefisch vor. Sie übernehmen wichtige Funktionen im Körper und können insbesondere zur Herz-Kreislauf-Gesundheit beitragen.

Achten Sie dabei auf Qualität: Bei Omega 3 Ölen sollte ein Hinweis “Unter Ausschluss von Licht, Hitze und Sauerstoff gepresst” oder “Omega-Safe” (wie bei Dr. Johanna Budwig Ölen), bei Olivenöl “extra Vergine” stehen (z.B. von der Ölmühle Solling) - eine leichte Schärfe zeigt bei Olivenöl eine gute Qualität an.
Übrigens: Gesunde Öle schmecken niemals bitter, wenn doch, sind sie ranzig und schädlich.


4. Meiden Sie Zucker und Weißmehlprodukte

Zucker und Weißmehlprodukte haben kaum Nährstoffe und bewirken, dass die „guten” Darmbakterien zerstört werden. Dies schwächt das Immunsystem und fördert Entzündungen. Tabu sind Süßigkeiten, Toast, helle Nudeln, süße Getränke oder weißer Reis. Wähle besser Kohlenhydrate, die der Körper langsam verdaut wie Vollkorn. Erlaubt sind Früchte, greife aber auch hier verstärkt zu zuckerarmem Obst wie Beeren oder Rhabarber statt zu Zuckerreichem wie Weintrauben, Mango und Kirsche.


5. Essen Sie glutenfrei

Häufig besteht bei Hashimoto-Patienten eine Glutenunverträglichkeit. Betroffene sollten sich grundsätzlich testen lassen, ob eine Glutenintoleranz besteht. Werden Antikörper gefunden, sollte Gluten dauerhaft gemieden werden.

Auch wenn keine Glutenunverträglichkeit nachgewiesen ist, berichten manche Hashimoto-Patient:innen von einer Besserung nach einer glutenfreien Testphase. Eine anerkannte Leitlinie, die dies generell empfiehlt, gibt es bislang nicht – ein Selbstversuch über 4–8 Wochen in Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt kann trotzdem sinnvoll sein.


6. Entlastung: Reizende Lebensmittel und Giftstoffe meiden

Die Hälfte aller Hashimoto-Patienten haben auch eine Autoimmungastritis (Gastritis A). Schon deswegen ist es sehr wichtig, alle Stressfaktoren in der Ernährung zu eliminieren und Reizendes zu meiden.

  • Milchprodukte werden von manchen Hashimoto-Patient:innen schlecht vertragen – ein Auslassversuch kann zeigen, ob sich Beschwerden dadurch bessern.
  • Soja kann in großen Mengen die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen im Darm beeinträchtigen. Nimm Sojaprodukte deshalb nicht direkt zusammen mit L-Thyroxin ein, sondern lass mehrere Stunden Abstand.
  • Auch größere Mengen an Nachtschattengewächsen, Soja, Hülsenfrüchte und stärkehaltige oder geräucherte Lebensmittel können bei manchen Betroffenen Probleme bereiten, müssen aber nicht pauschal gemieden werden.
  • Lektine in Lebensmittel stehen im Verdacht bei Hashimoto problematisch zu sein. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, Lektine zu meiden (je nach eigener Verträglichkeit).
  • Goitrogene Lebensmittel wie Kohl- und andere Kreuzblütler müssen bei Hashimoto nicht grundsätzlich gemieden werden. In üblichen Verzehrsmengen sind sie auch bei einer Schilddrüsenerkrankung in der Regel unproblematisch. Größere Mengen sollten aber gemieden werden.
  • Generell sollten Betroffene lernen, gut auf Ihren Körper zu achten, um alles, was nicht vertragen wird, wegzulassen. Schwächen Sie Ihren Organismus nicht durch Giftstoffe. Es ist daher besser, auf Alkohol, Nikotin, Koffein und alle stark verarbeitete Lebensmittel mit Zusatzstoffen und Transfetten zu verzichten.


7. Selen als Nahrungsergänzung

Selen stärkt die Schilddrüse besonders, da es den Umbau des Speicherhormons T4 (Thyroxin) in das aktive Hormon T3 (Trijodthyronin) fördert. Der Selenbedarf kann bei gesunden Menschen, die sich gesund ernähren, leicht gedeckt werden: Viel Selen steckt in Lebensmitteln wie Leinsamen, Hirse oder Hering.

Selen kann die TPO-Antikörper senken – ob sich das aber spürbar auf Beschwerden oder Lebensqualität auswirkt, ist laut aktueller Studienlage nicht eindeutig. Eine generelle Supplementierung wird daher nicht pauschal empfohlen. Sinnvoll ist Selen vor allem bei nachgewiesenem Mangel. Die therapeutische Dosis beträgt hier 100-200 µg Selen.

Da aber auch zu viel Selen schadet, sollte man immer sorgfältig mit der Selenzufuhr über Tabletten umgehen. Dabei macht es Sinn, die Selenversorgung mit einem Bluttest beim Arzt oder per Mineralstofftest für zu Hause (z.B. von Cerascreen) zu prüfen.


8. Stärken Sie Ihre Darmflora mit Probiotika und Präbiotika

Ein gesunder Darm bringt ein gesundes Immunsystem: Esse dafür probiotische und präbiotische Lebensmittel wie frisches Sauerkraut, Gemüse, Salat, Apfel oder Grünkohl. Zusätzlich können Bitterstoffe (3-mal täglich als Tropfen), Flohsamenschalen, Akazienfasern (1-2 EL) oder Zitruspektin (1-2 TL als Pulver) oder Bifidobakterien und Lactobakterien (täglich 10 Milliarden Lebendkulturen) ergänzt werden.


9. Immun- und entzündungshemmende Nahrungsergänzungen

Unterstützung für den Körper: Nicht selten haben Hashimoto-Patienten neben Selen auch zu niedrige Eisen-, Zink und Vitamin-D-Werte im Blut und diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle für die Funktion der Schilddrüse. Decke deinen Mikronährstoffbedarf und versorge deinen Körper zusätzlich zur gesunden Ernährung mit folgenden Nahrungsergänzungsmitteln*:

  • Zink
    Zink stärkt unter anderem das Immunsystem und ist ein wichtiger Co-Faktor von Schilddrüsenhormonen. Zink sollte nicht zusammen mit Magnesium und Eisen eingenommen werden.
    Produkt: Natural Elements Zink 25mg, 365 Tabletten

  • Eisen
    Eisenmangel kann bei Menschen mit Hashimoto vorkommen. Eisen spielt wie Selen eine wichtige Rolle bei der Funktion der Schilddrüse. Damit hier kein Abwärtskreislauf entsteht, ist es wichtig, den Eisenspiegel im Auge zu behalten (per Bluttest beim Arzt oder mit einem Selbsttest) und bei einem Eisenmangel zu ergänzen. Aber niemals die Eisenpräparate zusammen mit L-Thyroxin einnehmen, weil so die Aufnahme des Hormons reduziert wird. 4 Stunden Pause sind ausreichend.
    Produkt: Pure Encapsulations® -EISEN-C, 60 Kapseln

  • Vitamin D
    Vitamin D wirkt antientzündlich und ist wichtig für die Schilddrüse und das Immunsystem. Eine ausreichende Vitamin-D-Produktion über die Haut ist im Norden durch die UVB-Strahlung der Sonne nur im Sommer vor 16 Uhr möglich. Eine Nahrungsergänzung ist also für die meisten Menschen - nicht nur bei Hashimoto - wichtig. Ein Vitamin D Mangel kann mit einem Selbsttest festgestellt werden.
    Dosierung: 1000 - 3000 I.E. Vitamin D pro Tag.
    Zielwerte im Blut: 60 - 90 ng/ml.
    Produkt: Sanhelios Vitamin D3, 1000 I.E., 365 Microtabletten, ohne Zusatzstoffe

  • Vitamin C
    stärkt das Immunsystem und hilft bei chronischen Krankheiten und Stress.
    Therapeutische Dosis: 500 - 2000 mg
    Produkt: NATURE LOVE® Vitamin C, 1000 mg, 365 Kapseln

  • Algenöl
    Algenöl hat besonders viel entzündungshemmendes Omega-3 aus DHA und EPA, das der Körper direkt verwenden kann. Zwar etwas teurer als Fischöl ist es jedoch nachhaltiger, tier- und umweltfreundlicher. Therapeutische Dosis 0,2 bis 4 g.
    Produkt: Natural Elements Algenöl Kapseln Omega 3 vegan, 90 Kapseln, laborgeprüft

  • Vitamin A
    Vitamin-A-Mangel steigert die Ausschüttung des TSH, was die Leistung der Schilddrüse beeinträchtigen kann. Zum Glück ist Vitamin-A-Mangel recht selten. Etwas häufiger tritt er bei Krankheiten wie beispielsweise Morbus Crohn oder Alkoholismus auf. Nur dann sollte er dringend mit einer Gabe von 850 (Mann) oder 700 (Frau) µg RAE pro Tag behandelt werden.

  • Schwarzkümmel
    Er hat zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Erste Studien weisen darauf hin, dass Schwarzkümmel auch für Hashimoto-Thyreoiditis eine natürliche Behandlungsoption sind. 
    Produkt: Natural Elements Schwarzkümmelöl, 400 Kapseln

 

*Nahrungsergänzungsmittel sind vor allem dann sinnvoll, wenn ein Mangel nachgewiesen wurde oder eine ausreichende Versorgung über die Ernährung nicht sichergestellt werden kann. Bei Verdacht auf einen Mangel sollte der individuelle Bedarf ärztlich abgeklärt werden. Für einige der genannten Nahrungsergänzungsmittel gibt es erste Hinweise auf mögliche positive Effekte bei Hashimoto, die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch teilweise noch begrenzt. Sie sollten daher nicht als Ersatz für die medizinisch notwendige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen verstanden werden.


10. Jod ist wichtig, aber nicht zu viel

Die Schilddrüse benötigt Jod, um zu funktionieren. Erwachsene benötigen laut aktuellen Referenzwerten etwa 150 µg Jod pro Tag, Schwangere 220 µg und Stillende 230 µg. Jod ist also wichtig – aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Sehr hohe Jodmengen können insbesondere bei Menschen mit einer Autoimmunthyreoiditis problematisch sein. Eine jodarme Ernährung ist bei Hashimoto jedoch in der Regel nicht notwendig. Die DGE empfiehlt, Jod in Höhe des Bedarfs weiterhin über die Ernährung aufzunehmen. Jodsalz und jodreiche Lebensmittel wie Seefisch können daher auch bei Hashimoto verzehrt werden.

Vorsicht ist insbesondere bei hoch dosierten Jodpräparaten und jodreichen Algenprodukten geboten, da deren Jodgehalt sehr hoch und teilweise stark schwankend sein kann. Jodtabletten sollten bei Hashimoto nicht eigenständig eingenommen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Es macht Sinn, seine Jodversorgung zu prüfen und dafür einen Bluttest beim Arzt oder einen Urintest zu Hause (z.B. Jodmangeltest) zu machen.


11. Möglichst selten essen und richtig essen

Nicht zuletzt spielt es eine große Rolle, wie oft du isst. Drei Mahlzeiten sollten es maximal sein. Iss erst bei "echtem" Hunger und meide Zwischenmahlzeiten. Höre auf, wenn du satt bist. Probiere vielleicht sogar Intervallfasten aus, um eine große Mahlzeit "einzusparen". Die Essenspause über Nacht sollte mindestens 12 Stunden betragen. Warum? Jede Mahlzeit setzt einen Blutzucker-Reiz und jede Mahlzeit bringt eine kleine Entzündung mit sich. Längere Essenspausen hingegen lösen die sogenannte Autophagie aus, die eine körpereigene Selbstreparatur des Körpers bewirkt. Richtig essen: Iss in Ruhe, nimm dir Zeit fürs Essen und kaue so lange bis im Mund ein Brei entsteht. Genieße dein Essen.

Wichtiger Hinweis: Nicht für alle genannten Lebensmittel und Ernährungsempfehlungen gibt es bei Hashimoto ausreichende wissenschaftliche Belege. Lebensmittel wie Milchprodukte, Soja, Hülsenfrüchte, Nachtschattengewächse oder glutenhaltige Produkte müssen daher nicht grundsätzlich gemieden werden. Entscheidend ist vielmehr die individuelle Verträglichkeit. Wer bei bestimmten Lebensmitteln Beschwerden beobachtet, kann nach Rücksprache mit einer Fachperson einen zeitlich begrenzten Auslassversuch durchführen und anschließend prüfen, ob sich die Beschwerden tatsächlich bessern. Eine unnötig starke Einschränkung der Lebensmittelauswahl sollte vermieden werden, um eine ausgewogene Nährstoffversorgung sicherzustellen.


Lebensmittel-Tabelle Hashimoto PDF

Lebensmittel-Tabelle für die Hashimoto Ernährung

Richtig ernähren bei Hashimoto: Was darf ich essen und was nicht? Diese Tabelle berücksichtigt die elf Grundprinzipien der Hashimoto Ernährung und listet ausführlich und konkret, welche Lebensmittel empfohlen sind. Sie zeigt geeignete (linke Spalte, grün) und ungeeignete (rechte Spalte, rot) Lebensmittel. Soweit du weitere Lebensmittel nicht verträgst, meide diese bitte ebenfalls.

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Obst bei Hashimoto

geeignetes Obst

nicht geeignetes Obst

150 - 200 g zuckerarmes Obst täglich:
Äpfel
Aprikose
Avocado
Beeren
Brombeere
Cranberry
Erdbeere
Heidelbeere
Himbeere
Holunder
Johannisbeere (rot)
Kirschen
Kiwi
Kokos
Limetten
Papaya
Pfirsich
Preiselbeere
Quitten
Rhabarber
Sanddorn
Zitronen

selten, in Maßen:
Banane (wenig reif)
Sauerkirsche
Wassermelone
Zwetschge
Grapefruit
Orange
Eierpflaume
Stachelbeere

Zuckerreiches Obst:
Ananas
Banane (reif)
Birne
Dattel
Feige (frisch)
Granatapfel
Hagebutte
Honigmelone
Kiwi
Kirsche
Litschi
Mandarine
Mango
Mirabelle
Nashi-Birne
Nektarine
Physalis
Weintraube

Außerdem:
Apfelmus (fertig gekauft)
gezuckerte Früchte und Obstkonserven
Marmeladen
Trockenobst (z.B. Rosinen, Datteln, Aprikosen)

Gemüse bei Hashimoto

geeignetes Gemüse

nicht geeignetes Gemüse

mindesten 3 Portionen Tag (300 g)
am besten gedünstet

Artischocke
Algen
Bambussprossen
Blumenkohl
Brokkoli
Champignon
Esskastanie
Feldsalat
Fenchel
grüne Bohnen
Gurke
Grünkohl, gekocht
Karotte / Möhren
Mairübe
Knoblauch
Kohl, alle Sorten
Kohlrabi
Kürbis
Löwenzahn
Mangold
Pastinake
Pak Choi
Pilze
Portulak
Radieschen
Rettich
Rosenkohl
Rote Beete
Rotkohl
Rucola
Selleriegrün, Wurzelsellerie
Salate (alle Sorten)
Sojasprossen
Spargel
Spinat
Sauerampfer
Sauerkraut
Steckrübe
Wirsingkohl
Zucchini

Frische Hülsenfrüchte:
(aber nur bei Verträglichkeit):

Buschbohne
Dicke Bohnen
Erbsen
Erdnüsse
Grüne Bohnen
Gelbe Bohnen
Platterbsen
Lupinen
Weisse Bohne
Zuckerschoten



Sojabohnen
Edamame
Tofu
Fertiglebensmittel (Kraustalat, Gewürzgurken)
Dosengemüse (z.B. Mais, Erbsen, Kidneybohnen, Spargel, Champignons)

Getrocknete Hülsenfrüchte
Erbsen
Kichererbsen
Kidneybohnen
Linsen
Mungobohnen
schwarze Bohnen

Nur in kleinen Mengen erlaubt
(und nur bei Verträglichkeit):

Chinakohl (wirkt goitrogen)
Grünkohl, roh (wirkt goitrogen)
Fühlingszwiebeln
Kartoffeln (viel Stärke)
Lauch
Mais (viel Stärke)
Süßkartoffeln (viel Stärke)
Weißkohl (wirkt goitrogen)
Zwiebeln (wirkt goitrogen)


Nachtschatten-Gewächse
Nur in kleinen Mengen erlaubt
und nur bei Verträglichkeit:

Aubergine
Chilli
Goji Beeren
Grünkohl, roh
Kartoffeln
Paprika
Tomaten

Gewürze bei Hashimoto

geeignete Kräuter & Gewürze

nicht geeignete Gewürze & Heilpflanzen

Basilikum (frischer)
Bärlauch
Borretsch
Bohnenkraut
Brennessel
Curry
Gewürznelke
Ingwer (frisch)
Kresse
Knoblauch
Koriander
Kümmel
Kreuzkümmel (Cumin)
Kurkuma
Löwenzahn
Lorbeer
Majoran
Meerettich
Muskat
Oregano
Piment
Rosmarin
Salbei (als Gewürz)
Sellerie
Schwarzkümmel
Schwarzer Pfeffer
Senf
Thymian
Vanille
Zimt (Ceylon)

Heilpflanzen / Tee
Ginko
Hagebutte
Kamille
Pfefferminze
Salbei

Chilli
Rotklee, Tee oder Sprossen (Phytoöstrogen)
Zimt (in großen Mengen)

Nüsse & Samen

geeignete Nüsse & Samen

nicht geeignete Nüsse & Samen,

Akaziensamen
Chiasamen
Flohsamenschalen
Hanfsamen
Kokosnuss (kokosraspel
Macadamianüsse
Mandeln
Mohn
Pinienkerne
Pistazien
Sonnenblumenkerne
Walnüsse

Phytoöstrogenreiche Sorten:
(nur in kleinen Mengen)
Kürbiskerne
Leinsamen
Sesam

Erdnüsse, Erdnussmus
gesalzene Nüsse
kandierte Nüsse

Getreide, Pseudogetreide bei Hashimoto

glutenfreies Getreide

glutenhaltiges Getreide

Möglichst wenig glutenfreies Getreide essen
zirka 100g pro Tag sind erlaubt

Amaranth
Buchweizen
Hafer (glutenfrei)
Haferkleie (glutenfrei)
Hirse, Braunhirse
Quinoa
Teff
Vollkornreis

glutenfreie Mehle
Amaranthmehl
Buchweizenmehl
Hafermehl
Hirsemehl
Kastanienmehl
Kichererbsenmehl
Kokosmehl
Kürbiskernmehl
Maismehl
Pfeilwurzelmehl
Kochbananenmehl
Süßkartoffelmehl
Mandelmehl
Kokosmehl
Quinoamehl
Hanfmehl
Nussmehl
Sorghummehl
Teffmehl
Vollkornreismehl

glutenfreie Nudeln
Buchweizennudeln
Erbsennudeln
Favabohnen-Nudeln
Hafernudeln
Hirsenudeln
Kichererbsennudeln
Linsennudeln
Lupinennudeln
Quinoanudeln
Schwarze Bohnen-Nudeln

Weizen
Roggen
Gerste
Grünkern
Dinkel
Kamut
Einkorn
Urkorn
Triticale
Durum

glutenhaltige Getreideprodukte
Cornflakes
Croissant
Graubrot
Kuchen
Laugenbrötchen
Milchbrötchen
Nudeln
Toastbrot
Vollkornbrot
Waffeln
Weißbrot
Zwieback

Geschälter Reis
weisser Reis
Basmatireis
Jasminereis
Parboiled Reis
Langkornreis
Reiswaffeln
Reismehl

glutenhaltige Nudeln
Eiernudeln
Dinkelnudeln
Spätzle
Tortellinis
Vollkornnudeln

Milch, Milchprodukte, Käse, Eier

geeignete Lebensmittel

nicht geeignet

Bio-Eier

Milchersatzprodukte
(weniger als 5 g Zucker, ohne Süßstoffe
ohne Carageen, Vitamine, Aromen und Phosphate)

Hafermilch/-joghurt
Hanfmilch /-joghurt
Cashewmilch/-joghurt
Kokosmilch /-joghurt
Mandelmilch /-joghurt

Eier aus Käfighaltung

Tiermilch
Kuhmilch
Schafsmilch
Ziegenmilch

laktosefreie Milch

Käse aus Tiermilch (alle Sorten)
Joghurt aus Tiermilch

Sojamilch - / joghurt
Dinkelmilch

Fleisch, Wurst, veganes Protein

geeignete Fleischprodukte

nicht geeignete Fleischprodukte

In Maßen (2 x pro Woche je 125 g)
(Bio-)Geflügel
Hühner- oder Putenfleisch
Wildfleisch (Hase, Reh)
Rind
Kalb
Lamm

Wurst, Aufschnitt aus obigen Fleischsorten soweit ohne Zucker oder Konservierungsstoffe

Bio-Knochenbrühe

Proteinquelle ohne Fleisch
Reisproteinpulver
Erbsenproteinpulver
Hanfproteinpulver

Schweinefleisch

Würstchen aus Schweinefleisch
(Bockwurst, Wiener Würstchen, Bratwurst)

Aufschnitt aus Schweinefleisch
(Salami, Mortadella, Leberwurst, Mett)

Stark verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren
(geräuchertes, paniertes Fleisch, Chicken Nuggets)




Proteinquelle ohne Fleisch
Sojaproteinpulver
Milchproteinpulver
Caseinproteinpulver

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Fisch, Meerestiere

geeigneter Fisch

nicht geeigneter Fisch

mindestens 2 x pro Woche omega-3-reicher Fisch
Forelle Hering
Kabeljau
Karpfen
Wildlachs
Makrele
Sardine/ Sardellen
Scholle
Seelachs
Steinbutt
Schalentiere (wie Flusskrebs, Garnele, Hummer, Shrimps, Krabben)

Wer keinen Fisch isst, sollte Algenöl einnehmen.



Stark belastet (mit Schwermetallen wie Quecksilber)
Aal
Hecht
Heilbutt
Thunfisch
Schnapper
Schwertfisch
Rotbarsch

Fisch in Mayonnaise oder Sahne eingelegt

Süßes, Brotaufstriche bei Hashimoto

geeignet

nicht geeignete

selbstgemachter Fruchtbrei aus zuckerarmen Obstsorten

Erdmandelmehl

Zartbitterschokolade (70% Kakao)

Brotaufstriche
Avocadomus
Cashewmus
Erdmandelcreme (selbstgemacht ohne Zucker)
Himbeerpürree
Mandelmus

Zucker
(z.B. Rohrzucker, Honig, Agavensirup, Reissirup, Kokosblütenzucker)

Süßstoffe
(z.B. Asparten, Saccharin)

Zuckeraustauschstoffe
(z.B. Xylit, Erythrit, Sorbit)

Alle Süßigkeiten
(Schokolade, Gummibärchen, Kuchen, Bonbons usw.)

süsse Brotaufstriche
(Schokoaufstrich, Marmelade, Honig)

Achte besonders auf versteckten Zucker in Fertiglebensmitteln

Fette, Öle

geeignete Fette & Öle

nicht geeignete Fette & Öle

Algenöl
Chia-Öl
Borretschöl
Hanföl
Leinsamenöl
Leindotteröl
Kokosöl
Kürbisöl
Margerine aus Rapsöl (ohne gehärtete Fette)
MCT-Öl
Mandelöl
Macadamiaöl
Olivenöl extra vergine
Rapsöl
Weizenkeimöl

in kleinen Mengen
Schwarzkümmelöl
Sonnenblumenöl nativ
Walnussöl

Butter
Butterschmalz
Distelöl
Erdnussöl
Kürbisöl
Mayonnaise
Magarine aus Sonnenblumenöl
Magarine mit gehärteten Fetten
Palmfett
Schweine- und Gänseschmalz
Sonnenblumenöl (raffiniert)
Traubenkernöl

Gehärtete Fette, Transfette
(z.B. in Keksen und Cräckern)

Sonnenblumenöl in verarbeiteten Lebensmitteln

Getränke

geeignete Getränke

nicht geeignete Getränke

Wasser
Wasser (mit Geschmack z.B. Minze, Zitrone oder Beeren)

Koffeinfreier Kaffee

ungezuckerter Tee, z.B.
Gingseng Tee
Früchtetee
Ingwertee
Brennesseltee
Kamillentee
Hagebuttentee
Zitronenmelisse
Zitronengras

Heiße Zitrone

Frisch gepresste Gemüsesäfte

Selten und in Maßen
Schorle aus frisch gepresstem Saft zuckerarmer Obstsorten


Alkoholische Getränke generell (z.B. Bier, Wein, Sekt, Alsterwasser)

Softdrinks / Limonaden
Light-Getränke
Saft(schorlen)
Milchmixgetränke

Nur bei Verträglichkeit in kleinen Mengen:

Koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Matcha)
Teeinhaltiger Tee (Schwarzer Tee, Grüner Tee)

*Diese Tabelle der Lebensmittel bei Hashimoto erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dient als Orientierungshilfe und Grundinformation zur Ernährung bei Hashimoto. Beachte bitte, dass es sich um eine pauschale Liste handelt, die nicht auf deine individuelle Situation und Empfindsamkeit angepasst ist, insbesondere wenn du mehrere Beschwerden und Krankheiten hast. Individuelle Ernährungspläne können nur mithilfe eines Arztes oder einer Ernährungsfachkraft ermitteln werden. Diese Tabelle ist als PDF zum Drucken erhältlich.


Hashimoto-Ernährungsplan

Ernährungsplan mit Nahrungsergänzungen bei Hashimoto

Die Hashimoto Diät braucht einen Plan. Diese Übersicht zeigt beispielhaft, wie die Ernährung und die Einnahme der Nahrungsergänzungen aussehen könnte. Sie dient nur zur Veranschaulichung und ersetzt keine individuelle Beratung. Hashimoto Patienten sollten mit Ihrem Arzt oder Ernährungsberater einen individuellen Plan erarbeiten. Hier bekommst du den Hashimoto Ernährungsplan als PDF zum Ausdrucken.


Beispiel Ernährungsplan ohne Intervallfasten

  • Morgens
    so lange wie möglich Schlafen
  • Direkt nach dem Aufstehen
    Trinke 2 große Gläser Wasser (wer mag mit Zitrone).
    Nahrungsergänzung: Vitamin C, Eisen
  • Am Vormittag
    Wasser oder ungesüßten Kräutertee trinken, auf Kaffee verzichten.
  • Spätes Frühstück (9 Uhr)
    Frühstücke spät. Die Essenspause über Nacht sollte mindestens 12 Stunden sein. Zum Beispiel ein Erdmandel-Porridge mit Flohsamenschalen (als Präbiotika), Beeren und Leinöl.
    Nahrungsergänzung: Vitamin B Komplex, Omega-3 Algenöl, Vitamin C
  • Am Nachmittag
    Wasser oder ungesüßten Kräutertee. Zwischenmahlzeit am besten weglassen. Wer jedoch “echten” Hunger hat, kann einen Apfel oder eine Handvoll Nüsse essen.
    Nahrungsergänzung: Probiotika, Selen
  • Vor dem Schlafen
    Gehe möglichst früh schlafen, aber immer vor Mitternacht.
    Nahrungsergänzung: Zink

Beispiel Ernährungsplan mit Intervallfasten

  • Morgens
    so lange wie möglich Schlafen
  • Direkt nach dem Aufstehen
    Trinke 2 große Gläser Wasser (wer mag mit Zitrone).
    Nahrungsergänzung: Vitamin C, Eisen
  • Am Vormittag
    Wasser oder ungesüßten Kräutertee trinken, auf Kaffee verzichten. 
    Bitterstoff-Tropfen (bei Bedarf gegen Heißhunger)
  • 11 Uhr: Erste Mahlzeit
    Nimm die erste Mahlzeit nach einer Essenspause von 16 Stunden über Nacht ein. Esse je nach Belieben entweder spätes Frühstück, ein frühes Mittagessen oder eine Kombination daraus. Zum Beispiel einen Erdmandel-Porridge mit Flohsamenschalen (als Präbiotika), Beeren und Leinöl oder einen Quinoa-Gemüse-Auflauf mit Ei mit einem kleinen grünen Salat.
    Nahrungsergänzung: Vitamin B Komplex, Omega-3 Algenöl, Vitamin C
  • Am Nachmittag
    Wasser oder ungesüßten Kräutertee. Wer “echten” Hunger hat, kann einen Apfel oder eine Handvoll Nüsse essen.
    Nahrungsergänzung: Probiotika, Selen
    Bitterstoff-Tropfen (bei Bedarf gegen Heißhunger)
  • 19 Uhr: Zweite Mahlzeit
    Am frühen Abend nimm die zweite Mahlzeit des Tages ein. Iss zum Beispiel 2-3 dünne Scheiben glutenfreies Hirse-Karotten-Brot mit Pute oder Avocado.
    Nahrungsergänzung: Vitamin D, Omega-3 Algenöl
  • Vor dem Schlafen
    Gehe möglichst früh schlafen, aber immer vor Mitternacht.
    Nahrungsergänzung: Zink, Bitterstoff-Spray oder Tropfen(bei Bedarf)

Wichtig: Fasten kann die Umwandlung von T4 in das aktive Schilddrüsenhormon T3 vorübergehend verringern. Das ist bei gut eingestellten Werten meist unproblematisch, sollte aber besonders am Anfang der Behandlung oder bei schwankenden Werten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin abgesprochen werden.


Gewicht abnehmen bei Hashimoto

Hashimoto: Gewicht abnehmen

Hast du im Rahmen deiner Hashimoto Erkrankung bereits eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt? Dann leidest du vielleicht unter Übergewicht und möchtest Abnehmen? 

Bevor du an der Ernährung ansetzt, lohnt sich ein Blick auf deine Schilddrüsenwerte: Sind TSH, fT3 und fT4 gut eingestellt? Eine unzureichend behandelte Unterfunktion ist häufig der Hauptgrund, warum Abnehmen schwerfällt – das solltest du zuerst mit deinem Arzt oder deiner Ärztin klären. Ergänzend dazu können folgende vier Tipps helfen:

  1. Probiere das Intervallfasten aus!
    Über Nacht machst du eine Essenspause von 16 Stunden. So wird eine Mahlzeit gespart und nachhaltig Gewicht reduziert. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, bevor du mit dem Intervallfasten startest. 

  2. Kohlenhydrate sparen
    Es muss nicht gleich die ketogene Ernährung sein, die fast ohne Kohlenhydrate auskommt. Wer Probleme mit zu viel Gewicht hat, kann viel erreichen, indem er die Kohlenhydrate einschränkt. Weniger Beilagen, mehr Gemüse, Eiweiß und Fette können den Durchbruch bringen. 

  3. Trinke nur noch Wasser oder ungesüßten Tee!
    Ungesüßte Getränke sind die beste Wahl für das Abnehmen und für die Gesundheit. Du optimierst die Verdauung und hilfst dem Stoffwechsel. Zugleich enthalten sie keine Kalorien, was sich positiv auf das Gewicht auswirkt.

  4. Geheimtipp Bitterstoffe
    Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an und mindern aufgrund der enthaltenen Stoffe den Heißhunger auf Süßes. Bändige den Appetit zum Beispiel mit einem Wermut-Tee, Bitterstoff-Spray (ohne Alkohol und Konservierungsstoffe), Löwenzahn oder Chicorée.

Rezepte bei Hashimoto

Unsere Hashimoto Rezepte berücksichtigen die Grundsätze der Hashimoto Ernährung. Sie sind glutenfrei, milchfrei und enthalten viel Gemüse und andere entzündungshemmende und darmgesunde Zutaten. Unsere Hashimoto-Rezepte helfen, die Ernährungsumstellung zu schaffen und sich trotz Hashimoto lecker und nährstoffreich zu ernähren. Solltest du unter individuellen Unverträglichkeiten leiden, passe die Rezepte bitte an deine persönlichen Bedürfnisse an.


Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Hashimoto Ernährung

Fragenkatalog rund um die Hashimoto Ernährung

Einige Betroffene haben sehr gute Erfahrungen mit dem Ernährungsstil Paleo bei Hashimoto gemacht. Bei dieser Ernährungsform orientierst du dich an dem Speiseplan der Steinzeitmenschen, der den oben genannten Empfehlungen ähnelt. Du meidest demnach stark verarbeitete Lebensmittel, Kaffee sowie Alkohol. Gleiches zählt für Getreide und Kuhmilch. Stattdessen kommen fettarmes Fleisch und Fisch sowie basische Lebensmittel wie Früchte, frische Kräuter und Gemüse auf den Teller. Als gesunde Fette gelten unter anderem Kokosöl, Olivenöl und Avocadoöl.

Du kannst grob den Regeln der Paleo-Ernährung folgen, um dich als Hashimoto Betroffener gesund zu ernähren. Du vermeidest damit viele der Lebensmittel, die für Patienten mit dieser Schilddrüsenstörung eher ungeeignet sind wie Alkohol, Fertigprodukte, Weißmehlprodukte, Getreide usw. Allerdings solltest du die Paleo Diät nicht blind verfolgen, sondern dich an den weiteren Grundsätzen einer gesunden Hashimoto Ernährung orientieren.

Bei der basischen Ernährung werden nur basische Lebensmittel gegessen, um den Körper zu entlasten. Stark basisch sind Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter. Leicht basisch sind Hülsenfrüchte (wie Linsen, Bohnen, Kichererbsen), die sehr eingeschränkt werden. Gemieden wird basenreiches Essen, also Fleisch, Fisch, Käse oder Eier, Getreide, Brot oder Nudeln. In großen Teilen finden sich die Regeln der Hashimoto Ernährung also in dieser Ernährungsform wieder und somit dürften basische Rezepte bei Hashimoto grundsätzlich helfen. Das Problem ist jedoch, dass die Einschränkungen viel weitreichender sind und so Nährstoffdefizite drohen und der Körper zu wenig Eiweiß und Kohlenhydrate bekommt. Die basische Ernährung sollte deshalb nicht auf Dauer durchgeführt werden. Nutze aber gern zwischendurch basische Rezepte, um den Speiseplan zu bereichern.

Die Ayurveda-Lehre ist Jahrtausende alt und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper und Geist als Einheit betrachtet. Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto werden dabei als Ungleichgewicht dieser Einheit verstanden. Wissenschaftliche Belege für eine Wirksamkeit von Ayurveda speziell bei Hashimoto gibt es bislang nicht – Erfahrungsberichte sind aber vorhanden. Wer sich für ayurvedische Prinzipien interessiert, kann sie ergänzend zur ärztlich begleiteten Behandlung ausprobieren.

Es gibt viele positive Erfahrungsberichte der Ernährungstherapie bei Hashimoto. Bekannte Ärzte wie Dr. Anne Fleck oder Dr. Simone Koch teilen diese in Ihren Büchern. Auch die Sendung Ernährungs Docs des NDR dokumentiert diesen Fall:

Hashimoto: Gesunde Ernährung und Entspannung gegen die Entzündung

Aber auch ein Blick in Internetforen oder Blogs zeigen positive Erfahrungen der Hashimoto Diät mit tollen Erfolgen direkt von Betroffenen.

Bei Hashimoto sollten zum Beispiel kein Zucker, Schweinefleisch, Erdnüsse, Soja, raffiniertes Sonnenblumenöl und Weißmehl gegessen werden und bei quecksilberreichen Fischarten (z. B. Thunfisch) auf Menge und Häufigkeit geachtet werden. Unsere ausführliche Liste zeigt detailliert, was du alles nicht essen solltest, um entzündungsfördernde und reizende Lebensmittel zu meiden.

Nein, in der Hashimoto Ernährung sind auch Eier und Fleisch (außer Schweinefleisch) erlaubt. Da der Hauptbestandteil der Ernährung aber pflanzlich sein soll, gibt es viele vegetarische und vegane Hashimoto-Rezepte. 

Bei der Keto-Diät wird besonders wenig Kohlenhydrate und besonders viel Fett gegessen. Die Forschung hat gezeigt, dass die ketogene Ernährung bei einer Reihe von Erkrankungen hilfreich sein kann. Für Schilddrüsenerkrankungen ist das Bild uneinheitlich, hier zeigen die Ergebnisse eher, dass die Kohlenzufruhr zwar eingeschränkt werden sollte, aber nicht so stark wie bei der ketogenen Ernährung.

Goitrogen bedeutet kropffördernd, kropfbildend (engl. Goiter = Kropf). Goitrogene Substanzen in Lebensmitteln können die Schilddrüse an der Jodaufnahme hindern oder die Hormonbildung verändern. So wird die Kropfbildung begünstigt.


Natürliche Goitrogene stecken in vielen pflanzlichen Lebensmitteln. Inhaltsstoffe wie schwefelhaltige oder cyanogene Glykoside, Disulfide, Polyphenole, Nitrate oder Fluoride Senföle, Blausäure und einige sekundäre Pflanzenstoffe wirken goitrogen - auch stumpigen genannt.


Liste: Folgende goitrogene Lebensmittel sind bekannt:

  • Erdnüsse
  • Erdbeeren
  • Edamame
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Cashewnüsse
  • Chinakohl
  • Grünkohl
  • Hirse
  • Kapern
  • Kapuzinerkresse
  • Kichererbsen
  • Kohlrabi
  • Mandeln
  • Meerrettich
  • Seetang
  • Senf
  • Senfrauke
  • Radieschen
  • Rapsöl
  • Rettich
  • Rosenkohl
  • Walnüsse
  • Weißkohl
  • Wirsing
  • Sojabohnen, Tofu
  • Süßkartoffeln
  • Zwiebeln

Diese Lebensmittel beeinflussen die Schilddrüse. Durch Kochen wird die goitrogene Wirkung deutlich reduziert. Goitrogene Lebensmittel sollten nur in kleinen Mengen und nicht roh gegessen werden. Ein vollständiger Verzicht auf diese Lebensmittel ist nicht notwendig - auch weil diese sehr gesund sind.

Als „Hashimoto-Lüge" wird eine Theorie im Internet bezeichnet. Sie behauptet: Hashimoto ist heilbar. Manchmal heißt es sogar, die Erkrankung werde absichtlich falsch diagnostiziert oder behandelt. Ein Argument lautet, L-Thyroxin verhindere die Heilung. Wahrscheinlich ist der Name "Hashimoto Lüge" in Anlehnung an das Buch "Die Arthrose Lüge" entstanden.


Diese Behauptungen sind wissenschaftlich nicht belegt. Sie sind sogar gefährlich: L-Thyroxin ersetzt die fehlenden Schilddrüsenhormone. Es ist die Standardtherapie bei einer Unterfunktion. Wer es ohne ärztliche Rücksprache absetzt, riskiert ernsthafte gesundheitliche Folgen.
Nachvollziehbar ist trotzdem, woher die Frustration vieler Betroffener kommt: Der Einfluss von Ernährung auf den Krankheitsverlauf ist in der ärztlichen Praxis oft noch wenig bekannt, und viele Patient:innen fühlen sich mit ihren Beschwerden trotz „normaler" Blutwerte nicht ernst genommen. Eine angepasste Ernährung kann Beschwerden lindern (siehe oben) – sie ersetzt aber nicht die notwendige Hormontherapie.

Quellenangaben

Alle Internetlinks geprüft am 05. Juni 2026, letzte Aktualisierung am 16. August 2026.


Autor
Sabine Theiding
Diplom Verw.- wirtin, Medizinautorin
Sabine gründete kochenOHNE 2008 aus eigener Betroffenheit – und baut seitdem aus fast 20 Jahren Erfahrung, Recherche und gelebtem Alltag echtes Wissen auf.
Geprüft von
Anna Plümacher
M.Sc. Ernährungswissenschaft | Ökotrophologin (B.Sc.)
Anna hat Ernährungswissenschaften nicht nur studiert – sie hat darin geforscht. Bei kochenOHNE sorgt sie dafür, dass unsere Texte fachlich stimmen und trotzdem verständlich bleiben.

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