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Heilfasten

Wie neu geboren durch Fasten? Die Wissenschaft ist sich einig: Heilfasten ist gesund, hebt die Stimmung und hilft bei vielen Krankheiten. Wir geben die Anleitung fürs Fasten zu Hause, mit Heilfasten Plan, praktischen Tipps zum Abführen, zur Dauer & Rezepten.


Heilfasten Ratgeber

Was ist Heilfasten?

Heilfasten ist eine Form des Fastens, die einer Nulldiät gleicht. Erlaubt sind Wasser, Tee, stark verdünnte Säfte und etwas dünne Gemüsebrühe, die für ein Minimum an Vitaminen und Mineralstoffen sorgen. Heilfasten hilft sowohl der körperlichen als auch seelischen Gesundheit. Es beugt Krankheiten vor und wird als Therapie für viele Krankheiten eingesetzt.


Welche unterschiedlichen Formen des Heilfastens gibt es?

Neben dem religiösen Fasten gibt es folgende gängige und erfolgreiche Formen des Heilfastens. Bei allen Formen sind keine feste Nahrung und maximal 500 kcal erlaubt, weil sonst keine Heilwirkung eintritt.

Buchinger Fasten

Begründer des Heilfastens ist der Arzt Otto Buchinger. Deshalb wird das Heilfasten häufig auch als “Buchinger Fasten” bezeichnet. Erlaubt sind Tee, Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte.

Saftfasten (nach Heun)

Beim Saftfasten werden 3- bis 5- mal täglich frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft (1 Glas) und viel Wasser getrunken.

Molkefasten

Neben Tee und Gemüsesäften wird zusätzlich 1 Liter Molke über den Tag getrunken. Dadurch wird mehr Eiweiß zugeführt als bei anderen Heilfasten-Formen. Molkefasten ist für Sportler, Schlanke und für längere Fastenzeiten gut geeignet.

Schleimfasten

Es gibt Haferschleim, Leinsamenschleim oder Reisschleim: Fastenform für alle mit Magen- und Darmproblemen.

Wasserfasten und Teefasten

Sind die strengsten Formen des Heilfastens. Erlaubt sind nur Wasser oder Tee (ohne Honig).

Intervallfasten (Intermittierendes Fasten)

Kurzzeitform des Fastens bei der langfristig (täglich, an einem oder mehreren Tagen in der Woche) für 16 Stunden nichts gegessen wird. Diese Form wird bei bestimmten Krankheiten genutzt und ist auch zum Abnehmen die bessere Wahl als auch gut geeignet für Fasten-Anfänger.

Folgende Fastenkuren gehören nicht zum Heilfasten:

F.-X. Mayr-Kur

Sie beginnt mit einigen Tagen Teefasten und geht dann in eine Milch-Semmel-Diät über.

Basenfasten

Gegessen werden nur basenreiche Lebensmittel, also fast nur Obst und Gemüse. Beim Basenfasten sind im Vergleich zu den Heilfasten-Formen noch viele Kalorien erlaubt.

Schrot-Kur

So genannte Trockentage mit geringer Flüssigkeitszufuhr und Trinktage wechseln sich ab. Gegessen wird im Vergleich eher kohlenhydratreich: Es gibt Reis-, Grieß- oder Haferbrei, gekochtes Obst und Gemüse und trockene Brötchen.


Wieso ist Heilfasten gesund?

Wer so gut wie nichts isst, muss auch nicht verdauen. Dadurch werden körpereigene Selbstheilungskräfte angekurbelt (Autophagie). Fasten aktiviert die Zellreinigung und verbessert die körpereigene Müllabfuhr. Entzündungen werden so gehemmt und Krankheitsprozesse gestoppt. Auch die Darmflora wird regeneriert. Das wirkt sich unter anderem positiv auf die Immunabwehr (Xenoautophagie) aus. Durch diese gesunden Wirkungen, die aufgebrachte Disziplin und Anstrengung, stärkt Heilfasten außerdem das Selbstbewusstsein. Fasten verzögert den Alterungsprozess und erhöht die Lebenserwartung. Man fühlt sich insgesamt gut – quasi wie neugeboren durchs Fasten. Dieses gute Gefühl motiviert auch nach der Fastenkur, die richtigen Entscheidungen für eine gesunde Ernährung zu treffen und den Lebensstil zu ändern.


Bei diesen Krankheiten hilft Heilfasten

Wie der Name schon sagt wirkt Fasten heilend. In einigen Studien ist die Wirksamkeit von Heilfasten bei Krankheiten festgestellt worden. Sie werden von der Ernährung und dem Lebensstil beeinflusst.

Fasten hilft bei:

  • chronischen Erkrankungen, wie:
    • Arthritis, Arthrose
    • Osteoarthritis
    • Rheuma
    • Magen-Darm Krankheiten (z.B. Morbus Crohn, Divertikulitis, Colitis ulcerosa)
    • chronische Kopfschmerzen, Migräne
    • Fibromyalgie (chronische Schmerzen)
    • chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit)
  • Stoffwechselstörungen, wie:
    • Adipositas
    • Bluthochdruck
    • erhöhte Blutfette
    • Diabetes mellitus Typ 2

Diese 4 ernährungsbedingten Stoffwechselstörungen werden als metabolisches Syndrom zusammengefasst. Typischerweise treten sie zusammen auf. Das metabolische Syndrom gilt als ein wichtiger Risikofaktor für Arteriosklerose. Arteriosklerose ist heutzutage eine der häufigsten Todesursachen. Fasten kann daher einen wichtigen Beitrag dazu leisten, schwerwiegende Folgeerkrankungen des metabolischen Syndroms zu verhindern.

  • Hyperurikämie (eine zu hohe Konzentration von Harnsäure im Blut, die zu Gicht führen kann)
  • Hautkrankheiten, wie:
  • Atopischen Erkrankungen
  • Allergien
  • Seelische Erkrankungen, wie:
    • depressive Verstimmungen
    • Burnout
    • Schlafstörungen
  • Wechseljahrsbeschwerden

Vor allem die Wirksamkeit von Fasten bei Rheuma ist laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit hoher wissenschaftlicher Evidenz belegt.

Sie möchten noch mehr über das Potential von Fasten bei Krankheiten erfahren? Die Arte-Dokumentation “Fasten und Heilen” fasst die aktuelle Studienlage zusammen und erläutert die Vorzüge einer Fastenkur im Detail.


Fasten und Abnehmen

Während des Fastens verliert jeder schnell so einige Kilo. Zum Beispiel verliert eine 1,60 m große Frau mit 65 kg in etwa 4 bis 5 kg Körpergewicht (davon 2 kg Fettgewebe). Wer heilfastet, um abzunehmen, wird langfristig aber nur Erfolg haben, wenn er seine Ernährung nach der Fastenkur für immer umstellt. Sonst ist durch den Jojo-Effekt das Ursprungsgewicht schnell wieder erreicht. Außerdem verlieren Fastende neben Fett leider auch wertvolle Muskelmasse, die für dauerhaftes Abnehmen wichtig ist. Wer also langfristig abnehmen möchte, sollte nicht nur kurz, sondern auf Dauer (am besten für immer) weniger Kalorien zu sich nehmen und seine Ernährung umstellen. Dafür könnte eher das Kurzzeitfasten, auch Intervallfasten genannt, geeignet sein.


Was spricht gegen eine Fastenkur?

Trotz der gesunden Wirkung der Heilfasten-Kur, sollten einige Menschen besser nicht fasten:

  • Schwangere und Stillende
  • Kinder und Jugendliche
  • Personen, die an bestimmten psychischen oder physischen Einschränkungen leiden. Dazu zählen: Depressionen, Essstörungen, Schilddrüsenüberfunktion und Krebs.
  • Personen mit einem zu geringen Körpergewicht: Kachexie (Ausmergelung) oder Anorexie
  • Bei Leber- oder Niereninsuffizienz

Grundsätzlich gilt: Alle Menschen mit schweren Krankheiten sollten immer einen Arzt fragen, ob und wie eine Fastenkur sinnvoll ist. 

Fastenkur zu Hause auf eigene Faust?

Wenn du gesund bist, kannst du die Kur auch eigenständig zu Hause durchführen. Ein Aufenthalt in einer Klinik ist nur bei bestehenden Vorerkrankungen (wie zum Beispiel Diabetes) notwendig. 

Welche Hilfe gibt es beim Fasten zu Hause?

Wer sich unsicher fühlt, kann die Fastenkur zusammen mit einer ausgebildeten Fastenleitung machen, die berät und einen individuellen Fastenplan zusammenstellt. Es gibt auch Fasten-Apps, die bei der Durchführung helfen.

Werden Kosten fürs Heilfasten von Krankenkassen übernommen?

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Kosten von gesetzlichen Krankenkassen gezahlt für: 

  • Heilfastenkuren in Kliniken bei Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Rheuma
  • ambulante Angebote, wie ärztlich geleitete Fastengruppen oder Fastenkurse als vorbeugende Maßnahmen.

Nebenwirkungen

Bei einer Heilfastenkur kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • leichte Unterzuckerung
  • Schwindel
  • Schwäche
  • leichte weitere Kreislaufbeschwerden
  • Störungen des Elektrolythaushalts
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Krämpfe
  • Schlafstörungen
  • eingeschränktes Sehvermögen (vorübergehend)
  • Wassereinlagerungen
  • unregelmäßige Monatsblutung
  • Konzentrationseinschränkungen

Besonders bei Neulingen kann es anfangs zu Schwäche, Kopfschmerzen oder allgemeiner Abgeschlagenheit kommen. Um diesen Nebenwirkungen vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig an die frische Luft gehen und unbedingt genügend Trinken (mindestens 2 bis 3 Liter).


Anleitung: Die 5 Grundregeln des Fastens

Heilfasten Anleitung Teil 1: Dies sind die Grundregeln fürs Heilfasten:

  1. Nichts Essen und viel Trinken
    In den Fastentagen solltest du absolut nichts essen und ungefähr 2,5 Liter Wasser oder ungesüßte Tees trinken. Kleine Mengen Gemüsebrühe und stark verdünnte Säfte sind dabei erlaubt. Anfänger starten mit fünf Fastentagen.
  2. Ungesundes Weglassen
    Alles Ungesunde wie Rauchen, Alkohol und wenn möglich sogar Medikamente solltest du weglassen, damit die Kur viel bringt. Kaffee ist auch tabu, denn er regt die Magensäure an und löst Hunger aus.
  3. Den richtigen Zeitpunkt wählen
    Du solltest nicht heilfasten, wenn du gerade viel Stress hast. Plane die Kur im Voraus und wähle einen Zeitraum in dem du genügend Zeit hast, um dich zu entspannen.
  4. Bewegung, Sport, Ruhe und Achtsamkeit sind wichtig
    Bewege dich viel und als Sportler machst du mit deinem Sport weiter. Tempo und Intensität solltest du aber der Fastensituation anpassen. Versuche außerdem viel an der frischen Luft zu sein. Sanfte Sportarten wie Yoga oder Qigong und Dehnübungen sind empfehlenswert. Ruhen ist ebenso wichtig. Achte auf dich und tue all das, was dem Körper gut tut.
  5. Alle Ausscheidungen fördern
    Es geht nicht nur darum, was man weglässt, sondern auch wie man ausscheidet. Die regelmäßige Darmentleerung ist ein Muss und sollte mit Darmspülungen unterstützt werden. Viel Trinken, damit die Nieren gut durchspülen, Atmen, Baden und Schwitzen sind auch hilfreich.

Das solltest du über das Fasten wissen

Heilfasten Anleitung Teil 2: Folgende Fakten musst du unbedingt wissen:

  • Fasten ist nicht hungern. Schon nach den ersten Tagen hat sich der Körper umgestellt und der Hunger ist weg. Dies funktioniert nur, wenn absolut nichts gegessen wird.
  • Fastenkrise durchstehen: Die meisten Fastenden fühlen sich (gerade bei den ersten Fastenkuren) an einem der ersten Fastentage wie krank (siehe Nebenwirkungen). Dich plagen Übelkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme. Gib nicht auf und ruhe dich aus. Nach kurzer Zeit (wenige Stunden bis Tage) sind die Beschwerden der Fastenkrise wieder weg.
  • Nachts wachliegen ist normal. Wachphasen solltest du sinnvoll nutzen. Als natürliche Schlafhilfe hilft Hopfentee oder Autogenes Training.
  • Körper- und Mundgeruch sind ein Zeichen der Entgiftung und müssen akzeptiert werden. Pfefferminztee hilft dagegen.
  • Darmreinigung ist wichtig: Mindestens jeden zweiten Tag solltest du einen Einlauf machen. Sauerkrautsaft fördert den Stuhlgang, notfalls kannst du Bittersalz nehmen.
  • Bewusstes Erleben: Freue dich, dass du nichts brauchst. Meditiere und führe ein Fastentagebuch, in dem du deine Gedanken, Beobachtungen und dein Gewicht aufschreibst. So erkennst du die gesamte Wirkung des Fastens.
  • Es droht kein Vitaminmangel: Du brauchst keine zusätzlichen Vitamine und Mineralstoffe als Nahrungsergänzung. Wer gesund ist, hat genügend Reserven. Die Gemüsebrühen und -säfte versorgen dich ausreichend.
  • Fasten ist etwas Natürliches. In früheren Zeiten gab es immer Zeiten des Mangels. Der Körper kann gut ohne Nahrung auskommen. Ungesund ist es hingegen, dauerhaft Essen im Überfluss zu verzehren. Der Darm leidet darunter und zu viel Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß machen nachweislich krank.
  • Gesund durch Abbau: Der Körper baut Kohlenhydrate, Fett und Eiweiße in der Reihenfolge ab, die für ihn richtig ist. Was belastet und unbrauchbar ist, wird zuerst abgestoßen, z.B. abgelagerte Proteine in den Kapillaren, die zu Herz-Kreislauf-Schäden führen. Vertraue auf deine Selbstheilungskräfte.
  • Erhöhte Harnsäure: Die Harnsäurewerte (Purine) im Blut steigen während des Fastens, weil ein besonders starker Zellabbau stattfindet. Einige wenige Menschen können dies nicht gut vertragen. Viel Trinken, gut abführen und Zitronensaft helfen dagegen. Wenn du vom Arzt bei Gicht harnsäuresenkende Medikamente bekommst, musst du diese während des Fastens weiter nehmen. Faste in diesem Fall auch besser in einer Klinik.
  • Niedriger Blutdruck. Menschen mit niedrigem Blutdruck (unter 100/60 mmHg) leiden stärker an Schwindel, Kälte, Schwäche und Konzentrationsstörungen. Salze die Gemüsebrühe etwas stärker, trinke 1x am Tag eine Tasse milden schwarzen Tee mit etwas Honig und bewege dich regelmäßig.

Vorbereitung: Einkaufsliste fürs Heilfasten

  • Glaubersalz (evtl. noch Bittersalz oder Einweg-Klistier bei schwerfälliger Verdauung)
  • Irrigator (für die Einläufe/ Darmspülungen) 
  • Stilles Mineralwasser, mindestens 12 Flaschen
  • Verschiedene Kräutertees  (z.B. Pfefferminztee, Melissentee, Verbenentee, Brennnesseltee, Kamillentee, Fencheltee) am besten frisch oder spezieller Fasten-Tee
  • Bio-Gemüse und Gewürze für die Gemüsebrühe (siehe Heilfasten-Rezepte)
  • Bio-Obstsäfte und Bio-Gemüsesäfte (in kleinen Flaschen, weil nur wenig benötigt wird)
  • Sauerkrautsaft
  • ungefähr 10 Bio-Zitronen
  • Reis, Haferflocken oder geschrotete Leinsamen für die Schleimkost

Für die Aufbautage kaufe am letzten Fastentag ein.


Heilfasten Plan für 7 bis 10 Tage

Die Fastenkur braucht einen Plan. In dieser Übersicht siehst du, was an welchem Fastentag dran ist. Der Heilfasten Plan gibt einen Überblick und hilft, alles gut zu organisieren.

Entlastungstag

Bereits ein bis zwei Tage vor Fastenbeginn, solltest du magenschonend essen, um den Magen-Darm-Trakt zu entlasten. Ballaststoffe (Leinsamen, Weizenkleie) helfen, die Darmfüllung aufzuweichen. Verzichte schon jetzt auf Alkohol, Koffein, Süßigkeiten und Nikotin.

Morgens: Obst und Nüsse oder Birchermüsli
Mittags: Rohkost, Pellkartoffeln oder gedünstetes Gemüse, Biojoghurt mit Leinsamen
Nachmittags: 1 Apfel und eine Handvoll Nüsse
Abends: Salat oder Obstsalat mit Leinsamen oder Weizenkleie, 1 Joghurt, 1 Scheibe Knäckebrot, viel Tee trinken

  • Bewegung, frische Luft, zur Ruhe kommen

Erster Fastentag

Morgens: Ausschlafen, Morgenbewegung, zu Hause bleiben. Tee (z.B. Kräutertee), Glaubersalz (mit Zitrone)
Vormittags: Wasser und Tee trinken, gründliche Darmentleerung
Mittags: Gemüsebrühe, kleiner Spaziergang
Nachmittags: Früchte- oder Kräutertee, hinlegen und ausruhen
Abends: stark verdünnter Saft (3 EL Saft auf 250 ml Wasser) oder Gemüsebrühe

  • Früh zu Bett gehen

Zweiter Fastentag

Morgens: Tee (z.B. Kräutertee) und Wasser, mehr Trinken als sonst, dehnen
Vormittags: Wasser und Tee trinken
Mittags: Gemüsebrühe, Prüfen: Ist der Urin hell? Wenn nicht, mehr trinken. Ausruhen
Nachmittags: Früchte- oder Kräutertee, zügiger Spaziergang oder joggen (30 Minuten)
Abends: Stark verdünnter Saft (3 EL Saft auf 250 ml Wasser) oder Gemüsebrühe

  • Loslassen, sich frei fühlen von Hunger

Dritter bis siebter Fastentag (kann auch länger gehen)

Morgens: Kräutertee, abführen (mindestens jeden zweiten Tag), heiß-kalte Wechseldusche
Vormittags: Wasser trinken, Gymnastik oder andere Bewegung
Mittags: Gemüsebrühe, ausruhen und sich wärmen
Nachmittags: Früchte- oder Kräutertee. Aktiv sein, Sport treiben, viel frische Luft im Wechsel mit Entspannung und Ruhe
Abends: Stark verdünnter Saft (3 EL Saft auf 250 ml Wasser) oder Gemüsebrühe, schlaflose Nachtphasen sind möglich, Frage: Wonach hungert meine Seele?

  • Am letzten Fastentag einkaufen für die Aufbautage

Erster Aufbautag

Morgens: Kräutertee
Vormittags: Fastenbrechen mit einem gedünsteten Apfel
Mittags: Kartoffel-/ Gemüsesuppe
Nachmittags: Tee oder Wasser. Aktiv sein, Sport treiben, viel frische Luft im Wechsel mit Entspannung und Ruhe
Abends: Tomatensuppe, Buttermilch mit Leinsamen, Knäckebrot

  • Trockenfrüchte für den nächsten Tag einweichen.

Zweiter und Dritter Aufbautag

Morgens: Morgengetränk nach Wahl, eingeweichte Trockenfrüchte oder Weizenschrotsuppe
Vormittags: Wasser
Mittags: kleiner Blattsalat, Pellkartoffeln oder Möhrengemüse mit Bio-Joghurt
Nachmittags: Tee. Aktiv sein, Sport treiben
Abends: Möhrenrohkost, Getreide-Gemüse-Suppe, Dickmilch mit Leinsamen. Einlauf bei vergeblichem Stuhlgang

  • Esse leichte Kost und verzichte auf fettiges Essen oder Fertiggerichte. Steigere deine Kalorienzufuhr jeden Tag schrittweise.

Dauer des Heilfastens

Die Dauer der Fastenzeit kann variieren. Empfohlen werden mindestens 1 Entlastungstag, 2 Aufbautage und 5 bis 7 Fastentage. Du kannst aber auch bis zu 10 Tage Fasten. Dann brauchst du jedoch auch mehrere Aufbautage (vier bis fünf). Anfänger starten mit 5 Fastentagen.


Heilfasten Rezepte

Entgiftung für Körper, Geist und Seele
Zur Entgiftung des Körpers findest du hier sowohl für die Fastentage als auch für die Aufbautage leichte und schmackhafte Heilfasten Rezepte. Entdecke klassische Fasten Rezepte, die den Körper beim Fasten zu Hause mit wenigen Kalorien, Vitaminen und Mineralien versorgen.

Heilfasten Rezepte

Unser Fazit

Jeder, der darf, sollte das Fasten ausprobieren: Zwar musst du die Zeiten des Mangels künstlich herstellen und das fordert viel Kraft und Disziplin. Doch die Anstrengung lohnt sich: Der Verzicht auf Nahrung ist etwas Natürliches und Fasten hilft nachhaltig der Psyche und dem Körper. Heilfasten gibt es seit Jahrhunderten und die Wissenschaft ist sich einig das Fasten gesund ist. Es schützt bahnbrechend gut vor vielen Krankheiten und heilt sie sogar. Fastende fühlen sich stolz, fit und verjüngt - auch nach der Kur.

Und es gibt eigentlich nichts Wichtigeres als Gesundheit und ein gutes Gefühl. Das solltest du dir nicht entgehen lassen.


Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Heilfasten
  2. Wilhelmi de Toledo: Leitlinien zur Fastentherapie, Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e.V., 2002, 9: 189–198
  3. Prof. Dr. med. Uhlemann, C: Fasten beeinflusst Arthroseschmerzen und entlastet die Gelenke, Universitätsklinikum Jena
  4. Waxenegger, C: Klinische Studie: Fasten unterstützt Chemotherapie bei Brustkrebs, Pharmazeutische Zeitung, 2020
  5. Ciro Chiappa, A: Fasten – Moderne Aspekte eines klassischen Naturheilverfahrens, Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)

Alle Internetlinks geprüft am 15. Juni 2026, letzte Aktualisierung am 15. Juni 2026.


Autor
Sabine Theiding
Diplom Verw.- wirtin, Medizinautorin
Sabine gründete kochenOHNE 2008 aus eigener Betroffenheit – und baut seitdem aus fast 20 Jahren Erfahrung, Recherche und gelebtem Alltag echtes Wissen auf.
Geprüft von
Anna Plümacher
M.Sc. Ernährungswissenschaft | Ökotrophologin (B.Sc.)
Anna hat Ernährungswissenschaften nicht nur studiert – sie hat darin geforscht. Bei kochenOHNE sorgt sie dafür, dass unsere Texte fachlich stimmen und trotzdem verständlich bleiben.

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