Die 6 Grundsätze der Ernährungstherapie
Die Ernährung ist ein wichtiger Baustein im Umgang mit Schuppenflechte. Menschen mit Psoriasis sollten auf frische, unverarbeitete Lebensmittel setzen, reich an Nährstoffen und gesunden Fetten. Ein Ernährungsberater kann helfen, individuelle Bedürfnisse und mögliche Auslöser zu identifizieren.
Hier sind die 8 wichtigsten Grundsätze der Ernährung bei Psoriasis:
1. Antientzündlich essen
Psoriasis ist durch chronische Entzündungen gekennzeichnet. Eine entzündungshemmende Ernährung hilft, die Gesamtbelastung des Körpers durch Entzündungen zu reduzieren. Bevorzuge viel Gemüse, zuckerarmes Obst, Vollkornprodukte und omega-3-reiche Öle wie Leinöl, Hanföl oder Algenöl. Auch Fettreicher Fisch (z. B. Lachs, Makrele, Hering) und Nüsse & Samen (wie Chia, Leinsamen, Walnüsse) sind wertvolle Omega-3-Quellen, die gegen Entzündungen helfen. Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, Knoblauch und Kreuzkümmel unterstützen die natürliche Entzündungshemmung. Zuckerhaltige Produkte wie Süßigkeiten, Weißmehlprodukte und Softdrinks, rotes Fleisch und Wurstwaren solltest du meiden, da sie entzündungsfördernde Stoffe enthalten. Außerdem stehen stark verarbeitete Lebensmittel mit Zusatzstoffen, Zucker und ungesunden Fetten und Alkohol auf der Liste der zu meidenden Lebensmittel, da diese Entzündungen verstärken kann. Esse möglichst viele unterschiedliche gesunde Lebensmittel der Lebensmittel-Tabelle bei Schuppenflechte.
2. Mögliche Trigger finden
Besonders Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika (vor allem grüne), Kartoffeln und Auberginen können bei manchen Menschen die Symptome der Psoriasis verschlimmern, da Solanin möglicherweise Entzündungen verstärkt. Aber auch Kuhmilch, Weizen, Gluten, Zusatzstoffe, Salicylate, Koffein, Histamin und andere biogene Amine oder scharfe Gewürze können mögliche Trigger sein. Wenn sich Symptome nach dem Verzehr verschlimmern, solltest du sie weglassen. Ein Symptom- und Ernährungstagebuch hilft, dies zu erforschen.
3. Darmgesund essen
Präbiotika, Ballaststoffe und probiotische Lebensmittel stärken Darm, Immunsystem und Haut. Eine intakte Darmflora schützt vor Krankheitserregen und unterstützt das Immunsystem. Dies ist wichtig, weil Psoriasis Schübe auch durch Infekte ausgelöst werden können. Probiotika aus Nahrungsergänzungen oder in fermentierten Milchprodukten (Naturjoghurt, Buttermilch, Kefir, Schwedenmilch) können helfen, eine gesunde, widerstandsfähige Darmflora aufzubauen. Natürlich nur, wenn Milch verträglich ist und keine Unverträglichkeit vorliegt. Ebenso gut sind Präbiotika, zum Beispiel ein bestimmter Ballaststoff namens Inulin, der in Chicorée, Porree oder Topinambur vorkommt oder als Pulver erhältlich ist.
4. Übergewicht vermeiden
Übergewicht (Adipositas) und Psoriasis stehen in einem engen Zusammenhang. Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) erhöht nicht nur das Risiko, an Psoriasis zu erkranken, sondern kann auch die Psoriasis verschlimmern, da Fettgewebe entzündungsfördernde Substanzen freisetzt. Versuche ein gesundes Körpergewicht zu erreichen, indem du schnelle Kohlenhydrate (Weißmehl, Zucker) durch ballaststoffreiche Alternativen ersetzt, dich viel bewegst und weniger isst. Auch Intervallfasten kann hilfreich sein, um den Stoffwechsel zu unterstützen.
5. Nährstoffe bei Bedarf ergänzen
Zusätzlich zur ausgewogenen gesunden Ernährung empfehlen Experten, wie die Ernährungs-Docs, Nahrungsergänzungen einzunehmen. Vor allem Magnesium, Zink, Vitamin C und Omega-3 Fettsäuren sind wichtig für eine gesunde Haut. Magnesium gilt als Anti-Stress Mineral und hilft bei allen stressbedingten Krankheiten. Esse viele magnesiumreiche Lebensmittel und probiere auch Magnesium-Kapseln. Wie gut du versorgt bist, kannst du beim Arzt oder mit einem Mineralstoff-Test zu Hause herausfinden.
Außerdem solltest du Vitamin D bei Bedarf ergänzen. Bist du wenig draußen, nur eingecremt mit Sonnenschutz oder ist es Winter? Dann solltest du Vitamin D einnehmen. Wer unsicher ist, kann seinen Vitamin D-Status per Bluttest beim Arzt oder mit einem Selbsttest zu Hause ermitteln.
6. Zusatzstoffe und Gifte meiden
Neben den Industrie-Lebensmitteln und Medikamenten gibt es viele weitere Quellen für unnatürliche Stoffe, die die Biochemie des Körpers verändern können. Beispiele sind Glyphosat, Fluorid, Aluminium, Amalgam, Bisphenol A (BPA), Feinstaub oder Titandioxid, die in Deo, Seife, Zahnpasta, Zahnfüllungen, Verpackungen, Kleidung oder in der Luft lauern. Rauchen und die damit einhergende Vergiftung sollte unbedingt vermieden werden, denn diese hemmt die Durchblutung der Haut und damit auch die Regeneration. Essen selbst herstellen hilft dabei, Zusatzstoffe konsequent zu meiden. Zusatzstoffe sind in Fertigprodukten nicht immer ausgewiesen. Sogenannte "Clean Labels" wie „natürlich“ oder "frei von Konservierungsstoffen" sind oft nur ein Verkaufstrick der Lebensmittelindustrie.
Zusätzlich zur Ernährung: Pflege einen guten Lebensstil
Der Lebensstil mit ausreichender Bewegung, Entspannung und Schlaf kann den Krankheitsverlauf der Schuppenflechte zusätzlich zur Ernährung positiv beeinflussen.
Stress solltest du reduzieren, wo es nur geht. Egal ob Atemübungen, Yoga, Meditation, weniger Termine oder Spaziergänge in der Natur - suche dir etwas, was dich entspannt und dir Freude macht.
Bei einer Schuppenflechte ist auch ausreichend erholsamer Schlaf besonders wichtig. Im Schlafen kann der Körper entgiften und sich regenerieren. Gehe früh ins Bett und schlafe mindestens 7 Stunden.